Gesellschaft

Zwei weitere Wolfsnachweise im süd-östlichen Schleswig-Holstein

04.05.2014

Kiel: Im süd-östlichen Schleswig-Holstein sind zwei weitere Nachweise von Wölfen gelungen. So wurde am 21. April ein Tier im südlichen Kreis Herzogtum Lauenburg von der Kamera einer Fotofalle fotografiert. Außerdem wiesen Genetikproben aus dem nördlichen Kreis Stormarn einen Wolf nach, wie das Umweltministerium heute (23. April 2014) mitteilte.

Die Genproben waren Ende März an einem gerissenen Reh genommen worden. Das Ergebnis der DNA-Untersuchung lag Mitte April vor. Weitere DNA-Analysen sollen klären, woher das Tier stammt. Ob sich der Wolf dauerhaft oder nur vorübergehend in Schleswig-Holstein aufhält, steht bisher noch nicht fest. Unklar ist auch, ob es sich bei in beiden Fällen um dasselbe Tier handelt. Seit 2012 sind damit sieben Nachweise von Wölfen in Schleswig-Holstein gelungen.

Wölfe haben eine angeborene Scheu vor dem Menschen, Spaziergänger und spielende Kinder sind deshalb nicht gefährdet. Die streng geschützten Wölfe ernähren sich vornehmlich von Wildtieren, wie wissenschaftliche Untersuchungen nachgewiesen haben. Tierhalter von Schafen und Ziegen sollten ihre Tiere angemessen schützen. Dies gilt generell, da auch immer wieder Hunde die Tiere tödlich verletzen. Das haben die bisher durchgeführten Genetikproben an gerissenen Schafen immer wieder gezeigt.

Wolf auf der A 24 getötet

Auf der Autobahn 24 zwischen Witzhave und Reinbek (Kreis Stormarn) wurde in den frühen Morgenstunden des Sonnabends ein Wolf überfahren. Dank der guten Zusammenarbeit mit der Autobahnpolizei konnte das Tier von Wolfsbetreuern des Landes geborgen und zur Untersuchung ins Leibnitz Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) nach Berlin überführt werden. Erste Untersuchungen haben ergeben, dass es sich um ein sehr junges weibliches Tier handelte.

Ob es sich bei dem toten Wolf um eines der Tiere handelt, die in den letzten Wochen im Kreis Stormarn und im südlichen Kreis Herzogtum Lauenburg nachgewiesen wurden, kann noch nicht mit Sicherheit gesagt werden. Proben für eine genetische Untersuchung wurden an das Senckenberg Institut für Wildtiergenetik weitergeleitet. Das Ergebnis soll zweifelsfrei die Herkunft aufklären.

Bereits 2007 und 2013 ist jeweils ein Wolf in Schleswig-Holstein überfahren worden. Die Unfälle ereigneten sich auf der Bundesstraße 76 bei Süsel (Kreis Ostholstein) und auf der A 1 zwischen Bargteheide und Ahrensburg (Kreis Stormarn). "Es ist sehr schade, dass ein weiterer Wolf in Schleswig-Holstein dem Straßenverkehr zum Opfer gefallen ist", sagte Umweltminister Robert Habeck.

Ehrenamtlich arbeitende Wolfsbetreuer des Landes beraten Tierhalter, wie sie ihre Schafe und Ziege schützen können. Die Koordinierung übernimmt das vom Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume beauftragte Wolfsinfozentrum Eekholt unter Tel.: 01746330335.

Für Fragen oder Wolfshinweise gibt es eine spezielle Hotline – Informationen gibt es unter www.wolfsbetreuer.de. (Pressemeldung vom 04.05.2014) 

Quelle: SH Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume | Foto: SH
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