Wirtschaft

Zusammenschluss aus EWL, BET und Trianel erhält Forschungsauftrag

18.01.2012

Trianel GmbH Aachen|Essen|Berlin: "Die Energiewende erfordert einen Zubau hochflexibler Kraftwerkskapazitäten, um die fluktuierende Einspeisung aus Sonnen- und Windkraft auszugleichen. Denn nur so kann die Versorgungssicherheit für die Industrienation Deutschland gewährleistet werden", fasst Sven Becker, Sprecher der Geschäftsführung der Trianel GmbH, die zentrale Herausforderung der Energiewende zusammen. Das aktuelle Marktdesign der Merit-Order führt allerdings dazu, dass Investitionen in notwendige Kraftwerkskapazitäten tendenziell unwirtschaftlich sind. Das Zusammenspiel aus politisch gewollter Bevorzugung der Einspeisung erneuerbarer Energien und einem marktwirtschaftlich ausgerichteten Strommarkt stößt an seine Grenzen, wenn nicht gegengesteuert wird. "Das so entstehende energiewirtschaftliche Paradoxon muss aufgelöst werden", fordert Sven Becker.
 
Gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Energiewirtschaft der Universität Duisburg-Essen (EWL) und dem Aachener Büro für Energiewirtschaft und technische Planung (BET) führt Trianel daher ein Forschungsprojekt mit Unterstützung durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) durch, in dem die zukunftsfähige Ausgestaltung der Elektrizitätsmärkte untersucht wird. Das Forschungsprojekt "Desire" beschäftigt sich mit dem Marktdesign unter besonderer Berücksichtigung der vernetzten Einspeisung von Regenerativen Energien. Das Projekt ist bis 2014 angelegt.
 
Die wissenschaftliche Federführung des Projektes obliegt dem Lehrstuhl für Energiewirtschaft unter Leitung von Professor Dr. Christoph Weber. Der Lehrstuhl für Energiewirtschaft beschäftigt sich seit vielen Jahren in europäischen und nationalen Projekten mit der Integration erneuerbarer Energien in das Energiesystem. Das Aachener Beratungsinstitut BET bringt mehr als 20 Jahre Erfahrung bei der Entwicklung wirtschaftlich effizienter und zugleich ökologisch nachhaltiger Lösungen für den Energiemarkt angesichts knapper werdender Energieressourcen ein. Trianel greift auf Erfahrungen als Projektentwickler und Betreiber von Kraftwerken auf konventioneller wie auf Basis regenerativer Energiequellen zurück. Außerdem ist das Unternehmen Vorreiter bei der Integration von erneuerbaren Energien in den Strommarkt. 
 
Die Bundesregierung erwartet, dass rund 10 Milliarden Euro in den Bau von Kraftwerkskapazitäten investiert werden müssen, um den "Dreisprung" aus CO2-Reduzierung, Versorgungssicherheit und Umbau der Erzeugungskapazitäten umsetzen zu können. "Die Energiewende darf nicht im Blindflug gestaltet werden. Deshalb halten wir es für bedeutend, dass das BMU mit diesem Forschungsprojekt eine dezidierte Betrachtung von Markt und Gestaltungsmöglichkeiten in Angriff nimmt", so Sven Becker. (Pressemeldung vom 17.01.2012)
Quelle: Trianel GmbH | Foto: Trianel GmbH
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