Wirtschaft

Zoll: IMPOST statt Excel-Liste – E-Commerce muss sich umstellen

13.12.2021

DAKOSY Datenkommunikationssystem AGHamburg: Zum 15. Januar 2022 soll die neue zollseitige IT-Anwendung IMPOST in Betrieb gehen, die der Zoll für die zoll- und einfuhrumsatzsteuerrechtliche Behandlung von geringwertigen Sendungen bis zu 150 € aufgebaut hat. Diese Neuerung ist für das E-Commerce-Geschäft von hoher Relevanz. Simon Lembke, verantwortlich für Zollanwendungen bei DAKOSY, rät zu einer schnellen Umstellung der Systeme: „Die bisher vom Zoll akzeptierten Excel-Listen werden in Kürze abgelöst.“

Das Softwarehaus DAKOSY hat ihre eigene Softwareentwicklung für die Zollsoftware ZODIAK GE abgeschlossen und ist zum Stichtag der Inbetriebnahme von IMPOST startklar. Damit stellt das Hamburger Unternehmen dem E-Commerce-Handel von der ersten Stunde an eine automatisierte Lösung zur Verfügung. 

Die Herausforderung für den preissensitiven und auf kurze Lieferfristen ausgerichteten E-Commerce-Handel ist, dass Massengeschäft zollseitig schnell und mit möglichst geringem Personalaufwand abzuwickeln. Dies erfordert einen hohen Automatisierungsgrad. „Insgesamt muss jedes Paket während des Imports drei Verfahren durchlaufen – zunächst das Sicherheitsverfahren ICS, dann die Summarische Anmeldung und abschließend die Abfertigung zum freien Verkehr. Letzteres wird künftig mit der IT-Anwendung IMPOST abgebildet“, verdeutlicht Lembke den mehrstufigen Prozess. 

Drei automatisierte Zollprozesse 
Die Zollsoftware-Lösung von DAKOSY führt jedes einzelne Paket automatisiert durch die drei Zollverfahren. „Der Versender wird per Status über etwaige Abweichungen informiert, beispielsweise über eine Beschaumaßnahme. Gezielt kann das angeforderte Paket unter Tausenden von Einheiten identifiziert werden, so dass der Rest der Sendung von der Verzögerung nicht betroffen ist“, erklärt Lembke. Als Grundlage für die Zollanwendung werden lediglich die zollrelevanten Rohdaten zu den Sendungen benötigt, die beispielsweise per Schnittstelle oder im Excel-Format an DAKOSY übermittelt werden. 

Der Softwaredienstleister verfügt über umfangreiche Erfahrungen im Bereich Zollsoftware. Er ist für alle Zollverfahren in Deutschland mit dem Zollsystem ATLAS zertifiziert und kann grenzüberschreitend in vielen EU-Nachbarländern eingesetzt werden. Etwa 2.000 Speditionen, Industrie- und Handelsunternehmen in Europa nutzen die Zollsoftware ZODIAK von DAKOSY.

Im Rahmen der Umsetzung des Mehrwertsteuerdigitalpakets entfällt seit dem 1. Juli 2021 die Umsatzsteuerbefreiung für die Einfuhr von Kleinsendungen mit einem Wert bis 22 Euro, wie sie insbesondere im E-Commerce vorkommen. Die Fertigstellung der deutschen zollseitigen IT-Anwendung IMPOST verzögerte sich jedoch und wurde nicht wie geplant zum 1. Juli 2021 fertig. In der Zwischenzeit arbeitet der Zoll mit manuellen Übergangslösungen. Nun soll die neue IT-Anwendung IMPOST zum 15. Januar 2022 in Betrieb genommen werden.

Als eines der führenden Softwarehäuser für die Logistik bietet DAKOSY seit nahezu 40 Jahren digitale Lösungen für die internationale Speditions- und Zollabwicklung sowie das Supply Chain Management an. Darüber hinaus betreibt DAKOSY das Port Community System (PCS) für den Hamburger Hafen und das Cargo Community System (FAIR@Link) für die Flughäfen Frankfurt und Hamburg. Alle in die Export- und Importprozesse involvierten Unternehmen und Behörden können durch die Nutzung der digitalen Plattformen ihre Transportprozesse schnell und automatisiert abwickeln.

(Pressemeldung vom 13.12.2021)
Quelle: DAKOSY Datenkommunikationssystem AG | Foto: DAKOSY Datenkommunikationssystem AG
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