Wirtschaft

ZF auf der IAA 2014: Nutzfahrzeugkompetenz für eine nachhaltige Transportzukunft

26.09.2014

ZF Friedrichshafen AG Friedrichshafen: Maximale Zuverlässigkeit ist bei modernen Nutzfahrzeugen längst nicht mehr das einzige entscheidende Kriterium: Um die stetig wachsenden Anforderungen – ob seitens der Flottenbetreiber, des Gesetzgebers oder der Trucker – erfüllen zu können, müssen sich Lkw und Busse zudem immer wirtschaftlicher, sparsamer und umweltfreundlicher sowie sicherer und komfortabler bewegen lassen. Die ZF Friedrichshafen AG trägt nachhaltig dazu bei, diese Ziele zu erreichen. Womit genau, zeigt der Technologiekonzern auf der IAA Nutzfahrzeuge vom 25. September bis 2. Oktober 2014 in Halle 17, Stand B17.
ZF hat bei seinen Innovationen für Antrieb, Fahrwerk und Lenkung immer auch deren intelligentes Zusammenspiel im Blick. Denn aus der Vernetzung von Einzelsystemen können völlig neue Funktionen entstehen, wie der ZF Innovation Truck bei seiner Messepremiere auf der IAA 2014 beweist: In diesem Lkw- Prototypen ist die Hybridversion des automatischen Getriebesystems TraXon mit der Überlagerungslenkung Servotwin von ZF Lenksysteme und Telematiklösungen von Openmatics kombiniert. So lässt sich der inklusive Auflieger und Anhänger mehr als 25 Meter lange Lastzug komfortabel und sicher via Tablet-Fernsteuerung rangieren – und das lokal emissionsfrei, weil dann ausschließlich der E-Motor des Hybridsystems aktiv ist.

ZF auf der IAA 2014: Nutzfahrzeugkompetenz für eine nachhaltige Transportzukunft

Foto: Zukunftsweisende IAA-Premiere: Der Innovation Truck von ZF lässt sich bequem per Tablet-Fernsteuerung sowie lokal emissionsfrei rangieren.

Wie wichtig derartige Assistenzfunktionen in kommenden Fahrzeuggenerationen sein können, unterstreicht die bereits zweite ZF-Zukunftsstudie FERNFAHRER, die der Technologiekonzern gemeinsam mit Partnern in Hannover diskutiert. Sie kommt unter anderem zu dem Schluss, dass sich die Logistikbranche in Zukunft stärker industrialisiert. Angesichts des jetzt schon spürbaren Fahrermangels werden sich die Trucker daher künftig stärker auf das eigentliche Fahren konzentrieren. Die Be- und Entladezeiten an der Rampe müssen dann von der eigentlichen Fahrertätigkeit entkoppelt werden.

Die Effizienzpotenziale im Lkw heben
Als jüngste Entwicklung in der Nfz-Antriebstechnik präsentiert der Technologiekonzern auf der IAA 2014 in Hannover das modulare, automatische Getriebesystem TraXon. Dieses ist besonders vielseitig und bietet erstmals ein Doppelkupplungs- und Hybridmodul für schwere Lkw. Einen zusätzlichen Mehrwert für Kunden generiert der Technologiekonzern aus seiner umfassenden Elektronikkompetenz. Mit intelligenten Schaltstrategien wie beispielsweise PreVision GPS für TraXon kennt das Getriebe den kommenden Streckenverlauf und wählt die Gänge genauso vorausschauend wie ein Fahrer auf seiner Stammroute. Darüber hinaus nutzt ZF sein Know-how bei Elektrik und Elektronik für effiziente, hybridisierte Lkw-Antriebe sowie für aktive Fahrwerksysteme wie CDC 1XL.
ZF auf der IAA 2014: Nutzfahrzeugkompetenz für eine nachhaltige Transportzukunft
Foto: Mit TraXon hat ZF ein neues automatisches Getriebesystem für schwere Lkw geschaffen. Modular aufgebaut, deckt es den Bedarf des Nutzfahrzeugmarktes nach einer vielseitigen, flexiblen Lösung für ein breites Anwendungsspektrum ab.

Quer durch das breite Lkw-Produktportfolio setzt ZF auf Leichtbau – mit besonderem Fokus auf das Fahrwerk. Mit kompletten Vorder- und Hinterachsen, Lenkern sowie Dämpfermodulen und - systemen von ZF lässt sich schon heute das Gewicht von Nutzfahrzeugen senken. So spart alleine die neue Einzelradaufhängung IS 80 TF für schwere Lkw gut 40 Kilogramm gegenüber einer aktuellen, lenkergeführten Luftfeder-Starrachse ein. Speziell beim Fahrwerk wirkt sich eine Diät schließlich in mehrfacher Hinsicht positiv aus: Ein geringeres Lkw-Leergewicht erhöht zum Beispiel die Ladekapazität, während weniger ungefederte Massen den Komfort steigern und den Lagerverschleiß reduzieren. Zudem kann ZF-Leichtbautechnologie jenes Mehrgewicht kompensieren, das die für die Euro 6-Norm benötigten Zusatzkomponenten verursachen.

Einen Beitrag zu geringerem Kraftstoffkonsum sowie zu mehr Fahrsicherheit und Komfort in Nutzfahrzeugen leistet auch die ZF Lenksysteme GmbH, ein Gemeinschaftsunternehmen der ZF Friedrichshafen AG und der Robert Bosch GmbH. Der Technologieführer für Lenkungstechnik untermauert das auf der IAA mit Produkthighlights wie der Linearlenkung Servoline, der verstellbaren Flügelzellenpumpe Varioserv und der Servotwin.

Moderne Bustechnik sichert Mobilität
Der anhaltende Trend zur Urbanisierung lässt die Umwelt- und Lärmbelastung in Großstädten rund um den Globus steigen. Umso mehr sind Konzepte für einen attraktiven öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gefragt. ZF-Technologie trägt dazu bei, diese wirtschaftlich zu realisieren: So macht beispielsweise das Automatgetriebe ZF-EcoLife die Busse sowohl kraftstoffsparender als auch leiser.
ZF auf der IAA 2014: Nutzfahrzeugkompetenz für eine nachhaltige Transportzukunft
Foto: Komfortabler und schneller Fahrgastwechsel dank Niederflur-Achssystemen von ZF: Bus Rapid Transit am Beispiel der chinesischen Megastadt Guangzhou.

Um in effizienten Bus Rapid Transit (BRT)-Systemen mit separaten Busspuren eingesetzt zu werden, benötigen Transportmittel zudem fortschrittliche Niederflurachsen. Hier zählen die vorderen Einzelradaufhängung RL 82 EC und die hintere Elektroportalachse AVE 130 von ZF zum Benchmark: Die ZF-Fahrwerktechnik ermöglicht hier einen durchgängig ebenen, barrierefreien Fahrzeugboden und geringe Flurhöhen.

Zusätzliche Vorteile erwachsen aus der Telematik-Lösung Openmatics von ZF. Transportunternehmen können diese herstellerunabhängig in Bussen und Lkw aller Art einsetzen – und dank des App-Konzepts beliebig um Anwendungen – sogar selbst entwickelte – erweitern. Die neueste Openmatics-App nennt sich „Profi Driver“: Sie ermöglicht ein proaktives Fahrertraining und trägt folglich wesentlich dazu bei, sowohl den Flottenverbrauch als auch den Fahrzeugverschleiß und die Wartungskosten zu senken.

Mit der innovativen Anwendung „Driving Times“ gelingt es Disponenten indessen, drohende Fahrer-Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten frühzeitig zu identifizieren – und vorbeugend gegenzusteuern. Allerdings sind das sind nur zwei von vielen Beispielen, mit denen Openmatics auf der IAA verdeutlicht, wie es den Alltag von Fuhrparkbetreibern und Fahrern einfacher und effizienter macht. (Pressemeldung vom 26.09.2014)

Quelle: ZF Friedrichshafen AG | Foto: ZF Friedrichshafen AG
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