Wirtschaft

Wirtschaftsrat: Euro-Währungsunion braucht grundlegende Reformen

16.12.2011

Wirtschaftsrat der CDU e.V. | Hamburg Hamburg: Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. hat die Mitglieder seiner Landesverbände in Hamburg und Schleswig-Holstein zur fundamentalen Konstruktion der Euro-Währungsunion befragt. Auf dieser Grundlage fordert der Wirtschaftsrat eine Debatte über grundlegende Reformnotwendigkeiten.
 
An der Umfrage beteiligten sich rund 300 Mitglieder von beiden nördlichen Landesverbänden. 
 
1. Zukunft der Euro-Währungsunion
Nach Auffassung von 70 zu 16 Prozent der befragten Mitglieder ist die Konstruktion der Währungsunion in ihriger jetzigen Form nicht zukunftsträchtig.
Einer Aufspaltung in eine Nord- und Südunion erteilen 62 zu 23 Prozent eine deutliche Absage.
Der Bildung einer gemeinsamen europäischen Regierung für die Vereinigten Staaten von Europa lehnen 52 zu 36 Prozent der befragten Mitglieder ab.
Stattdessen sprechen sich 68 zu 21 Prozent dafür aus, dass die ursprünglich bei der Einführung der Währungsunion vereinbarten Stabilitätskriterien wieder ihre Gültigkeit erhalten und durch wirksame Sanktionen auch durchsetzbar sind.
 
2. Umgang mit Defizitsündern 
51 zu 36 Prozent sind der Auffassung, dass Defizitsünder aus der Währungsunion ausscheiden sollten, um durch Abwertungen ihre Wettbewerbsfähigkeit zurückzu­gewinnen.
Das Ausscheiden eines Mitgliedsstaates aus der Währungsunion sollte entsprechend vertraglich entkoppelt werden vom Ausscheiden des Mitgliedsstaates aus der Europäischen Union. Dafür sprechen sich 56 zu 39 Prozent der Befragten aus.
In einer Umschuldung wie jetzt der Griechenlands sehen gut 63 zu 23 Prozent der befragten Unternehmer allein noch keine Lösung der wesentlichen Probleme.
73 zu 14 Prozent der Befragten verlangen, dass Transfers an strukturelle Reformen in kriseln­den Mitgliedstaaten geknüpft werden.
Eine Gefährdung des politi­schen Friedens und des europäischen Einigungsprozesses durch die Sparzwänge in den betroffenen Ländern wird dagegen von 73 zu 19 Prozent nicht befürchtet.
 
3. Beurteilung der diskutierten Stabilisierungsmaßnahmen
Das Aufspannen eines erweiterten Rettungsschirmes sehen 60 zu 29 Prozent als richtig an, während das sogenannte Hebeln eher kritisch beurteilt wird (42 zu 44 Prozent).
Klar abgelehnt wird die Ausdehnung der Gemeinschaftshaftung durch das schnelle Eingreifen der Europäischen Zentralbank mit ihrem Ankauf von kriselnden Staatsanleihen (62 zu 24 Prozent sprechen sich dagegen aus) sowie die Einführung sogenannter Eurobonds (74 zu 14 Prozent sind dagegen).
 
4. Bewertung der Euro-Währungsunion
Der Wirtschaftsrat steht zu Europa. 69 zu 14 Prozent der befragten Mitglieder vertreten die Auffassung, dass der öko­nomische Nutzen des Euro die bisherigen Kosten für Transfers an überschuldete Mitgliedsländer übersteigt.
Die Währungsunion bringt für 58 zu 26 Prozent der Befragten für Deutschland sowohl Vollbeschäftigung als auch zunehmend einen Zuzug qualifizierter Beschäftigter. Letzteres kann helfen, die demographische Lücke und den Fachkräftemangel zu bewältigen. (Pressemeldung vom 15.11.2011)
Quelle: Wirtschaftsrat der CDU e.V. Landesverband Hamburg |Foto: Wirtschaftsrat
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