Wirtschaft

WINGAS: Mit Erdgas kann Energiewende bezahlbar sein

16.10.2012

WINGAS GmbH Kassel: Strom- und Gasnetz müssen als System betrachtet und entwickelt werden, fordert Gerhard König, Sprecher der WINGAS-Geschäftsführung, im Vorfeld des Energiegipfels in Berlin. Bundeskanzlerin Angela Merkel trifft sich am 23. Mai (Mittwoch) mit den Ministerpräsidenten, um über den notwendigen Netzausbau zu sprechen. "Anstatt alles unter Strom zu setzen, sollten wir fragen, welcher Energieträger für welche Anwendung am besten geeignet ist. Energie ist nicht nur Strom, sondern auch Wärme und Mobilität“, sagte König jetzt in Berlin. In dem nötigen Gesamtkonzept werde Erdgas eine zentrale Rolle spielen müssen. Der WINGAS-Geschäftsführer warnt zudem davor, das Ziel geringerer CO2-Emissionen aus den Augen zu verlieren. „Die Energiewende ist nicht an eine Technologie, sondern an ein Ziel gebunden: Die Reduktion der CO2-Emissionen.“ Dabei müsse jener Weg genommen werden, der das Ziel möglichst effizient und kostengünstig erreicht. Gas spiele dabei eine zentrale Rolle.
 
„Erst Erdgas macht die Energiewende sozialverträglich“, ist König überzeugt. Im Wärmemarkt etwa biete Erdgas gerade in Verbindung mit Solarthermie nicht nur die umweltfreundlichsten und effizientesten Lösungen, sondern auch die wirtschaftlichsten. Und die Erdgasmobilität sei bereits Realität und die ökoeffizienteste Variante der Fortbewegung. „Gas ist aber nicht nur Wegbereiter in das Zeitalter der Erneuerbaren, sondern auch Garant für Versorgungssicherheit“, sagt König. Denn: Überschüssiger Ökostrom kann in Gas gewandelt und dann nach Bedarf zur Wärmeerzeugung, Rückverstromung oder als Kraftstoff verwendet werden. „Investitionen in die Gasinfrastruktur sind daher im besten Sinne zukunftsflexibel – sie sind notwendig, wenn wir Versorgungssicherheit wollen.“
 
Dass auch das Erdgasnetz ausgebaut werden müsse, habe sich in den kalten Tagen im Winter dieses Jahres gezeigt. In Österreich bei Salzburg etwa hat die WINGAS-Gruppe mit Partnern einen neuen Erdgasspeicher gebaut und mit einer eigenen Leitung bis an das deutsche Netz angebunden. „Auf deutscher Seite aber fehlen als Auswirkung der schlechter gewordenen Investitionsbedingungen ausreichend Transportkapazitäten. Ansonsten hätten wir mehr Erdgas über die Grenze nach Bayern bringen können“, so König.(Pressemeldung vom 15.10.2012)
Quelle: WINGAS GmbH & Co. KG | Foto: WINGAS GmbH & Co. KG
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