Wirtschaft

Containerhafen Wilhelmshaven: Erster Zug am NORDFROST Seehafen-Terminal

14.07.2021

NORDFROST GmbH & Co. KGWilhelmshaven: Nachdem die NORDFROST im Juni 2021 den Bahnanschluss an ihrem Seehafen-Terminal im Containerhafen Wilhelmshaven eingeweiht hat, findet darüber nun die Abwicklung eines aus China kommenden Direktzuges statt. Mit diesem verbindet sich die Hoffnung auf die feste Einbindung des Containerhafen Wilhelmshaven in die „One Belt - One Road“ Initiative, die sogenannte Neue Seidenstraße.
 
Der erste Direktzug aus China, der in Hefei in der Provinz Anhui am 25. Juni seine Reise in Richtung Containerhafen Wilhelmshaven startete, wird nach Ankunft an seinem Ziel am dort gelegenen NORDFROST Seehafen-Terminal abgewickelt. „Wir freuen uns ganz besonders auf den Direktzug, der uns aus China erreicht“, sagt Britta Bartels, geschäftsführende Gesellschafterin der NORDFROST, „denn damit gelangen weitere interessante Ladungsströme in Deutschlands einzigen Container-Tiefwasserhafen, der viele Möglichkeiten und Potenziale bietet und nun noch mehr an Attraktivität gewinnt.“ Philipp Brandstrup, Niederlassungsleiter NORDFROST Seehafen-Terminal ergänzt: „In Wilhelmshaven bieten wir Im- und Exporteuren aller Branchen bedarfsgerechte Lösungen und eine unkomplizierte und schnelle Abwicklung von Warenströmen, so dass wir die Anforderungen der Verlader hier bestmöglich erfüllen und damit den Hafen fördern.“ Die perspektivische Einbindung des Standortes in die Neue Seidenstraße würde beste Chancen für die weitere Entwicklung des Hafens mit sich bringen.

Containerhafen Wilhelmshaven: Erster Zug am NORDFROST Seehafen-Terminal

Foto: Bahnverladung eines Containers mit einem Reachstacker am NORDFROST Seehafen-Terminal im Containerhafen Wilhelmshaven: v.l.n.r.: Sebastian Hajen (Lagerleitung NORDFROST Seehafen-Terminal), Britta Bartels (NORDFROST Geschäftsführung) und Philipp Brandstrup (Niederlassungsleitung NORDFROST Seehafen-Terminal)  Foto: NORDFROST ,© Björn Lübbe
 
Auf der Bahnanlage des Seehafen-Terminal erfolgt die Entladung der ankommenden Container mit Reachstackern, die der Hafenlogistiker NORDFROST für die Containerlogistik am Standort einsetzt. Mit den Containerstaplern werden die auf dem Landweg aus China kommenden Boxen von den Bahnwaggons abgenommen. Anschließend können die Container je nach Kundenwunsch den Empfängern sofort per NORDFROST Containertruck zugestellt oder zunächst im unternehmenseigenen Containerdepot in Verwahrung bzw. ins Zolllager genommen werden. Es besteht auch die Möglichkeit, die Container direkt am NORDFROST Seehafen-Terminal entladen zu lassen. Die importierte Ware kann in diesem Fall beim Logistikdienstleister im Hafen gelagert und von hier aus bedarfsgerecht den Empfängern in Stückgutsendungen zugestellt werden. Für die Lagerung von Waren aller Art verfügt die NORDFROST aktuell über gedeckte Lagerkapazitäten für 105.000 Paletten in allen Temperaturklassen. Mit der Inbetriebnahme des neuen TK-Hochregallagers im Oktober 2021 kommen noch einmal 40.000 Stellplätze im Tiefkühlbereich hinzu, in dem die NORDFROST als Logistiker mit ihrer bundesweiten Aufstellung und einem europaweiten Sammelladungs-Transportnetz marktführend ist. Mit der Schwerguthalle und den zugehörigen Freilagerflächen am NORDFROST Seehafen-Terminal bietet dieser Standort auch alle Services und Möglichkeiten in der Projektlogistik für Maschinen- und Anlagenteile.
 
Die NORDFROST, mit Hauptsitz in Schortens bei Wilhelmshaven, ist Deutschlands führender Tiefkühllogistiker und international aktiv. Das seit 1975 bestehende, familiengeführte Unternehmen erwirtschaftete im Jahr 2020 einen Umsatz in Höhe von rd. 450 Mio. Euro und unterhält mit 3.000 Beschäftigten in Deutschland 40 Tiefkühllagerstandorte mit einer ständig wachsenden Kapazität von aktuell 900.000 Palettenstellplätzen. Darin enthalten sind die im vergangenen Jahr in Betrieb genommenen neu errichteten Standorte in Herne und in Mücke. Die Standorte, die sich im Eigentum des Unternehmens befinden, bilden die Basis eines bundesweiten Sammelladungsnetzwerkes für die Feindistribution von Tiefkühlwaren. NORDFROST disponiert täglich 1.600 LKW. Diese werden deutschland- und europaweit eingesetzt bis hin zur Verteilung von Sammelladungen in allen europäischen Ländermärkten, in denen der Logistiker mit strategischen Partnern zusammenarbeitet. Höchstes Qualitätsbewusstsein, IT-Kompetenz und Nachhaltigkeit sind Kennzeichen der NORDFROST. Im Rahmen des Supply Chain Management werden Kunden aus der gesamten Lebensmittelbranche (Lebensmittelindustrie, Lebensmitteleinzelhandel, Großhandel, Im- und Export) individuelle, ganzheitliche Lösungen rund um Lagerhaltung, Transport, Handels- und Hafenlogistik geboten. In der Hafenlogistik der NORDFROST liegt der Fokus aktuell auf dem Containerhafen Wilhelmshaven. Der NORDFROST Seehafen-Terminal des Unternehmens liegt direkt in Deutschlands einzigem Container-Tiefwasserhafen und bietet maßgeschneiderte Logistikkonzepte sowohl für tiefgekühlte und frische Waren aber auch für Trockengüter wie ungekühlte Lebensmittel oder Aktionswaren bis hin zum Schwergut. Am Hafenplatz Wesel am Niederrhein wird ebenfalls ein solches Angebot etabliert. Los ging es hier bereits Ende März 2021 mit dem Start des wasserseitigen Containerumschlags für konventionelle und temperaturgeführte Transporte.

(Pressemeldung vom 13.07.2021)
Quelle: NORDFROST GmbH & Co. KG | Foto: NORDFROST GmbH & Co. KG
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