Wirtschaft

Wichtige weitere Zahlen und Fakten zur Recyclingbranche in Deutschland

14.02.2012

ALBA Group plc & Co. KG ALBA - Hintergrund-Information: Die wichtigsten Fakten über die Recyclingbranche 
  • Deutschland ist weltweit führend beim Recycling von Abfällen (Quote: Knapp 64 Prozent).
     
  • Schon heute ersetzt das Recycling von Abfällen Rohstoffimporte der deutschen In-dustrie von jährlich rund zwölf Milliarden Euro. Damit liefert die Sekundärrohstoffwirtschaft bereits heute etwa 14 Prozent aller in Deutschland eingesetzten Rohstoffe (45 Prozent bei Stahl, über 70 Prozent bei Papier, 94 Prozent bei Glas). Bis zum Jahr 2015 könnte die Summe, so eine Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft im Auftrag des BDE, auf rund 20 Milliarden Euro ansteigen.
     
  •  Rund 90 Prozent aller heutigen Anlagen für ein wertstoffliches Recycling in Deutschland sind durch private Recyclingunternehmen entstanden. Private Recyclingunternehmen haben in Deutschland zweistellige Milliardenbeträge in moderne Recyclingtechnologie investiert. Diese Technologie findet nicht nur in Deutschland Anwen-dung, sondern ist ein Exportschlager mit riesigem Potenzial. Demgegenüber gehören zwei Drittel der Müllverbrennungsanlagen ganz oder mehrheitlich der öffentlichen Hand. (Quelle: BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e.V.:“Das neue Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) –  9 Vorurteile im Realitäts-Check“)
     
  • Die Entsorgungs- und Kreislaufwirtschaft leistet einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz. Ein Viertel der in den vergangenen 15 Jahren in Deutschland erzielten CO2-Reduktionen wurden von dieser Branche erreicht. Insgesamt wurden 56 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente eingespart. Die heute von der Entsorgungsbranche erbrachte Treibhausgasreduktion entspricht dem Abgasausstoß von 20 Prozent aller in Deutschland zugelassenen PKW. (Quelle: Öko-Institut e.V. / Institut für Energie- und Umweltforschung: „Klimaschutzpotenziale der Abfallwirtschaft“, im Auftrag des UBA/BMU/BDE)
      
  • Inzwischen beschäftigt die Recyclingbranche in Deutschland rund 250.000 Menschen (Europäische Kommission: „Industrial innovation – A Lead Market Initiative For Europe“). Das gesamte „Green Business“, zu dem auch die Recyclingbranche gehört, hat heute laut einer Studie von Roland Berger („Innovation, Wachstum, Beschäftigung“) bereits ein Volumen von 213 Milliarden Euro. Bis zum Jahr 2020 wird dieses Volumen nach Roland Berger auf 467 Milliarden Euro wachsen.
     
  • Seit Jahren warnen Experten, beispielsweise der Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU), vor der Gefahr einer Überkapazität der Müllverbrennungsanlagen. Die im Auftrag des NABU erstellte Studie “Der Abfallmarkt in Deutschland und Perspektiven bis 2020“ des Wirtschaftsforschungsinstituts Prognos stellte fest, dass im Jahr 2020 eine Überkapazität von 8,6 Millionen Tonnen an Müllverbrennungskapazität droht. Zwischen 2007 und 2008 stieg die Abfallmenge, die thermisch verwertet wur-de, um 1,4 Millionen Tonnen auf 37,1 Millionen Tonnen – und das bei einem von 2007 auf 2008 insgesamt leicht sinkenden Abfallaufkommen (Quelle: Statistisches Bundesamt).
     
  • In der deutschen Entsorgungs- und Kreislaufwirtschaft sind laut Angaben des BDE rund 5.400 Unternehmen aller Größen aktiv. Sie erwirtschaften einen Gesamtjahresumsatz von rund 40 Milliarden Euro. Im Jahr 2009 hat die Branche rund 365 Millionen Tonnen Abfälle behandelt, verwertet, recycelt beziehungsweise fachgerecht beseitigt.
     
  • Die Sekundärrohstoffgewinnung aus Abfällen wird mehr und mehr zu einem volkswirtschaftlichen Faktor. Laut Institut der deutschen Wirtschaft Köln hat sich die Sekundärrohstoffbranche zur wachstumsstärksten Branche der deutschen Wirtschaft entwickelt. In den vergangenen 15 Jahren konnte die Branche pro Jahr durchschnittlich um rund 14 Prozent zulegen. Zum Vergleich: Die deutsche Volkswirtschaft wuchs im gleichen Zeitraum um weniger als zwei Prozent pro Jahr. 
  • Das Verhältnis von Restmüll und Wertstoffen hat sich zwischen 1991 und 2008 signifikant gewandelt. Machte der Restmüll im Jahr 1990 noch 87 Prozent (und 13 Prozent Wertstoffe) der Haushaltsabfälle aus, waren es im Jahr 2008 nur noch knapp 39 Prozent, bei 61 Prozent Wertstoffen. (Quelle: Statistisches Bundesamtes 2010: „Mehr Wertstoffe als Restmüll im Jahr 2008“)
(Pressemeldung vom 09.02.2012)
Quelle: ALBA Group plc & Co. KG | Foto: ALBA Group
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