Wissenschaft

Welttag der Meere - Meeresumwelt-Symposium 2021 des BSH

08.06.2021

BSH Bundesamt für Seeschifffahrt und HydrographieHamburg | Rostock: Anlässlich des Welttags des Meeres der Vereinten Nationen am 8. Juni und des am 8. und 9. Juni rein virtuell stattfindenden Meeresumwelt-Symposiums betont Dr. Karin Kammann-Klippstein, Präsidentin des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), die Bedeutung der Meere als Lebensquelle des Planeten Erde.

Mit dem Welttag machen die Vereinten Nationen auf die Bedeutung der Meere als einzigartige Lebensquelle aufmerksam. Er steht 2021 unter dem Motto „Leben und Lebensgrundlagen“ („Life and Livelihoods”). Als Lungen der Erde, wichtige Quelle für Nahrung und Medizin und Teil der Biosphäre sind die Ozeane unverzichtbar für die Menschheit und jeden anderen Organismus auf der Erde. Jede Nutzung der Meere muss deshalb auch ihren Schutz berücksichtigen. Die Auswirkungen menschlichen Handelns auf den Ozean müssen kontinuierlich bedacht und überwacht und ggf. reguliert werden.

„Ohne gesundes Meer ist kein gesundes Leben möglich. Der Klimawandel gehört zu den Phänomenen mit den gravierendsten Folgen für die Ozeane. Deshalb widmet sich das heute beginnende Meeresumweltsymposium, das das BSH im Auftrag des Bundesumweltministeriums veranstaltet, schwerpunktmäßig seinen Auswirkungen auf die Meere. Dabei wird der Schutz der Meeresumwelt diskutiert, aber auch auf Möglichkeiten für nachhaltige Nutzung der Meere hingewiesen“, erläutert Dr. Karin Kammann-Klippstein, die Präsidentin des BSH.

Der Direktor am Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg, Prof. Dr. Jochem Marotzke, geht zu Beginn des Symposiums der Frage nach, wie realistisch die Pariser Klimaziele sind. Die Themen sind dieses Jahr in die Blöcke „Meere im Klimawandel“, „Fischerei“, „Meeresüberwachung“ und „Marine Biodiversität und Naturschutz“ aufgeteilt. Es gibt beispielsweise Einblicke in erste Ergebnisse der MOSAiC-Expedition und Kernergebnisse des Berichts des Weltklimarates über die Ozeane im Klimawandel. Darüber hinaus werden Fischereifragen, Extremwellen in der Nordsee, das Schadstoffmonitoring in Nord- und Ostsee und das Management von Naturschutzgebieten auf dem Meer diskutiert.

„Mit einer nach wie vor wachsenden Weltbevölkerung sind wir auch in Zukunft auf die Nutzung der Meere angewiesen, unter anderem als Transportweg, als Nahrungsquelle oder zur Gewinnung von Energie. Außerdem leisten die Meere einen enormen Beitrag zur Verminderung der Auswirkungen des Klimawandels, indem sie große Mengen an Wärme aus der Erdatmosphäre auffangen und abkühlen. Um einen guten Meereszustand wiederherzustellen, müssen Nutzungen künftig deutlich nachhaltiger gestaltet werden. Dies ist auch ein Hauptanliegen der UN Dekade der Meeresforschung für nachhaltige Entwicklung“, so Dr. Kammann-Klippstein.

Mit der Dekade der Meeresforschung für Nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (2021 – 2030) startet eine globale Kampagne mit dem Ziel, gemeinsam den Ozean zu gestalten, den wir für die Zukunft brauchen: gesund, voller Leben, mit geschützten Bereichen – aber auch ein nachhaltig genutzter Wirtschaftsraum für unseren Alltag. Der Ozean spielt eine wichtige Rolle in unserem Leben: die Regulierung unseres Klimas, die Luft, die wir atmen, das Wasser, das wir trinken und täglich nutzen, Nahrung und Warentransporte aus fernen Ländern, Rohstoffe aus dem Meer, erneuerbare Energien, Erholung am Strand und eine faszinierende, vielfältige Tierwelt – all das und mehr hat mit dem Ozean zu tun. Dabei sind weite Gebiete des Ozeans nach wie vor noch nicht erforscht.

Das BSH ist die zentrale maritime Behörde Deutschlands. An den beiden Dienstsitzen in Hamburg und Rostock sowie auf 5 Schiffen arbeiten rund 1.000 Beschäftigte aus über 100 Berufen. Im Mittelpunkt der Aufgaben stehen u.a. die Förderung, Sicherheit und Überwachung der Seeschifffahrt, Forschung und Erhebung langer Datenreihen im Bereich der Ozeanographie und Meereschemie, der Wasserstandsvorhersagedienst sowie die nautische Hydrographie, im Rahmen derer amtliche Seekarten erstellt werden. Ein in letzter Zeit stetig anwachsender Bereich ist die Zuständigkeit als Genehmigungs- und Überwachungsbehörde für Offshore-Windenergieanlagen. Als deutsche Flaggenstaatsverwaltung und Dienstleister für die maritime Wirtschaft unterstützt das BSH diese mit Genehmigungen, Haftungsbescheinigungen, Produktprüfungen, Zulassungen und Bereitstellung von Daten.

Um die Vereinbarkeit von Schutz und Nutzung der Meere kontinuierlich zu verbessern und das Wissen über die Meere kontinuierlich zu vertiefen, arbeitet das BSH in der maritimen anwendungsorientierten Forschung und an der Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen. Untersuchungen und Bereitstellung von Daten zu Seegangsmessungen in Offshore-Windparks und sowie der Aufbau von Schallmessnetzen in Nord- und Ostsee und die Bereitstellung von Daten und technischen Informationen zu Impulsschall im Meer sind Beispiele dafür. Auch die Entwicklung von Technologien zur Messung von Schiffsemissionen in der Luft gehört dazu. Mit dem BSH Systemlabor Navigation und Kommunikation steht eine Testumgebung für komplexe Navigations- und Kommunikationssysteme zur Verfügung.

(Pressemeldung vom 08.06.2021)
Quelle: Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie | Foto: BSH
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