Wirtschaft

Vossloh schafft Voraussetzungen für eine nachhaltig erfolgreiche und profitable Geschäftsentwicklung

28.06.2014

Vossloh AG, Vossloh High Speed Grinding GmbH,Vossloh Rail Center Hamburg GmbH Werdohl: Das neue Vorstands-Team der Vossloh AG, bestehend aus Hans M. Schabert (Vorstandsvorsitzender), Volker Schenk (CTO) und Finanzvorstand Oliver Schuster schafft mit umfassenden Maßnahmen die Voraussetzung für eine nachhaltig profitable Geschäftsentwicklung des Konzerns. Wie auf der Hauptversammlung am 28. Mai angekündigt, führte das Management in den letzten Wochen eine umfassende Bestandsaufnahme durch. Mit den gewonnenen Erkenntnissen und auf Basis aktueller Zahlen zur Geschäftsentwicklung im laufenden Jahr wird deutlich, dass die bisherige Umsatz- und Ergebnisplanung des Konzerns nicht mehr erreichbar ist.

„Das Management-Team hat sich in den letzten Wochen unter anderem darauf konzentriert, alle Aktivitäten des Konzerns einer sorgfältigen Analyse und Bewertung zu unterziehen. Im Ergebnis wurde erheblicher Handlungsbedarf in einzelnen Bereichen identifiziert. Der operativ schwachen Performance in Teilen unseres Geschäftes müssen wir unverzüglich Maßnahmen entgegenstellen. Gleichzeitig ist es erforderlich, die Bewertung von Risiken auf Basis neuer Erkenntnisse und Einschätzungen zu aktualisieren. Wir werden Vossloh konsequent und zugleich nachhaltig wieder auf Erfolgskurs bringen,“ so Vorstandschef Schabert. „Es gilt jetzt, in einem ersten Schritt das Unternehmen zu restrukturieren und den Marktverhältnissen entsprechend neu zu positionieren, um dann auf dieser Grundlage unsere mittel- und langfristige Strategie umzusetzen. Ziel ist es, 2015 den Turn-Around zu schaffen.“

Bereits per Ende Juni löst eine zinsgünstige Finanzierung mit mehreren Banken über insgesamt 250 Mio.€ die seit 2004 laufende, im Vergleich zu heutigen Marktkonditionen teure und wenig flexible Finanzierung eines US Private Placements vollständig ab. Parallel dazu wurde ein konzernweites Projekt aufgesetzt mit dem Ziel, das Working Capital Management zu optimieren und so die Bindung liquider Mittel im laufenden Geschäftsbetrieb auf ein Minimum zu begrenzen. Mit diesen flankierenden Maßnahmen wird der erforderliche Handlungsspielraum für die im operativen Geschäft erforderlichen Eingriffe geschaffen.

Notwendige Restrukturierungsmaßnahmen und aktualisierte Projektkalkulationen betreffen überwiegend den Geschäftsbereich Transportation. Für den Lokomotiven-Standort in Kiel wurde heute beschlossen, die Aktivitäten ausschließlich auf das Geschäft mit standardisierten Industrie- und Rangierlokomotiven auszurichten, um dadurch die Profitabilität nachhaltig zu steigern. Weiter verfolgt und gestärkt wird der Ansatz, Lokomotiven im Baukastenprinzip mit hohem Anteil gleicher Bauteile anzubieten. Dies ermöglicht deutliche Effizienzsteigerungen bei gleichzeitig geringerer Kapitalbindung. Flankierend zu der Neuausrichtung und Fokussierung in Kiel steht auch die mögliche Verlagerung der Produktion an einen deutlich moderneren und kostengünstigeren Standort innerhalb des Stadtgebietes von Kiel zur Diskussion, dazu wird eine Entscheidung zeitnah fallen.

Unter dem Gesichtspunkt der Profitabilität werden auch die Produkte und Leistungen des Geschäftsfelds Electrical Systems mit Hauptsitz in Düsseldorf konsequent neu fokussiert. Das Geschäftsfeld wird sich künftig wieder auf die Bereiche Nahverkehrsbahnen, Trolley-Busse, Komponenten, E-Mobilität sowie entsprechende Serviceleistungen konzentrieren. Die daraus resultierende Verschlankung der Kapazitäten sowie die Aktualisierung laufender Projektkalkulationen führen zu umfangreichen Aufwendungen im Geschäftsjahr 2014.

Auch im Geschäftsfeld Switch Systems fallen Bereinigungsmaßnahmen an. Eine aktualisierte Markteinschätzung für Nordamerika, China, Australien und Europa macht eine umfassende Neubewertung einzelner Vermögenswerte des Geschäftsfelds notwendig. In ihren Grundstrukturen unverändert aufgestellt bleiben die Geschäftsfelder Fastening Systems und Rail Services. Vossloh Rail Vehicles in Valencia übernimmt ab sofort das Projektgeschäft aus Kiel und verantwortet damit künftig auch die kundenspezifische Entwicklung von Lokomotiven sowie die Fertigung und den Vertrieb dieser Produkte.

Im Rahmen der Neuausrichtung des Vossloh-Konzerns hat der Vorstand zudem umfassende und sorgfältig abgewogene Änderungen auf Managementebene beschlossen. Es wurde insgesamt rund ein Drittel der Geschäftsführungen und Bereichsleitungen gekürzt. „Mit der Verschlankung des Management-Teams unterstreicht der Vorstand seinen operativen Führungsansatz, “so der Vorstandsvorsitzende Hans M. Schabert.

Die Neuausrichtung mehrerer Geschäftsfelder führt zu zusätzlichen Ergebnisbelastungen von voraussichtlich bis zu 250 Mio.€ für den Vossloh-Konzern im laufenden Geschäftsjahr 2014. Die Aufwendungen für die notwendigen Restrukturierungen (bis zu 100 Mio.€), Aufwendungen aus der aktuellen Bewertung der Bilanzansätze verschiedener Vermögensgegenstände in den Geschäftsfeldern (bis zu 80 Mio.€) und aus der aktualisierten Einschätzung von Projekt- und sonstigen Risiken (bis zu 70 Mio.€) führen dazu, dass ein negatives EBIT von -150 bis -180 Mio.€ für das Jahr 2014 erwartet wird. Aus heutiger Sicht wird angenommen, dass von diesen Ergebnisbelastungen, die überwiegend einmalig anfallen, maximal ein Drittel im Jahr 2014 liquiditätswirksam werden.

Der neue Vorstand der Vossloh AG hat unmittelbar damit begonnen die notwendigen Maßnahmen zu implementieren. Die operative Umsetzung wird bis in das Geschäftsjahr 2015 hinein andauern. Dennoch wird angestrebt, dass der Konzern bereits 2015 wieder profitabel arbeitet. Mit der beschlossenen Neuausrichtung wird die Basis dafür gelegt, in einem zweiten Schritt eine neue Strategie für den Vossloh-Konzern zu definieren. Diese wird der Vorstand Ende des Jahres 2014 kommunizieren. (Pressemeldung vom 28.06.2014) 

Quelle: Vossloh AG | Foto: Vossloh AG
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