Wirtschaft

Verzögerung Infrastrukturausbau: jährliche Einbußen für Metropolregion Hamburg von rund 4 Mrd. Euro absehbar

08.11.2012

Süderelbe AG, Wachstumsinitiative Süderelbe AG Hamburg-Harburg: Die Metropolregion Hamburg ist aufgrund der ausgezeichneten Lage für das europäische Hinterland der Top-Wirtschaftsstandort in Deutschland und das Zentrum der deutschen Außenwirtschaft. Doch aktuell wird nach Ansicht der Süderelbe AG zu wenig in den Ausbau der Infrastruktur investiert, wichtige Projekte verzögern sich oder werden nicht realisiert.

Die Süderelbe AG hat die Situation analysiert: für die Metropolregion Hamburg führt die Nicht-Umsetzung der aktuellen Maßnahmen aus der „Ahrensburger Liste“ (mit einem geschätzten Investitionsvolumen von rd. 15 Milliarden Euro) zu einem jährlichen Verlust an Wirtschaftskraft (BIP) von fast 4 Milliarden Euro.

Fast 80 Teilnehmer aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung kommen am Dienstagabend auf Einladung der Süderelbe AG in den Kaispeicher am Harburger Binnenhafen. Dr. Jürgen Glaser, Prokurist bei der Süderelbe AG stellt die Position der Süderelbe AG vor, gefolgt von Vorträgen von Dr. Sebastian Stern, Principal bei McKinsey & Company und Wolfgang Hurtienne, Geschäftsführer der Hamburg Port Authority (HPA).

Im Anschluss an die Vorträge diskutieren die Teilnehmer unter dem Motto „Infrastrukturentwicklung in Norddeutschland – (k)ein Vorzeigemodell“ über neue Wege, um den künftigen Anforderungen eines steigenden Güter- und Verkehrsaufkommens gerecht zu werden.

Süderelbe AG Vorstand Jochen Winand: Die Metropolregion Hamburg (MRH) ist wirtschaftlicher Motor und Impulsgeber für Norddeutschland. Sie ist Industriestandort sowie Handels- und Dienstleistungszentrum. Aber: Die große wirtschaftliche Bedeutung der Infrastrukturentwicklung für die MRH und für Norddeutschland wird beim Einsatz von Investitionsmitteln u.E. nicht angemessen berücksichtigt. Dabei sind die Fortführung der Planungen sowie die Realisierung der notwendigen Verkehrsinfrastrukturprojekte in Norddeutschland dringender denn je.
Aktuell wird vom Bundesverkehrsministerium für den Güterverkehr ein Anstieg der Verkehrsleistung – je nach Verkehrsträger - um 20 bis 80 Prozent bis zum Jahre 2025 vorhergesagt.

Eine besondere Bedeutung für die Entwicklung kommt dabei dem Hafenhinterlandverkehr zu. Insgesamt wird bis zum Jahr 2025 für diesen Bereich ein Anstieg um mehr als 100 Prozent prognostiziert, hinzukommen die erwarteten Zuwächse im Personenverkehr.
Um diese Zuwächse bis 2025 und darüber hinaus bewältigen zu können – und um die wirtschaftliche Position der MRH zu festigen und auszubauen, benötigen die Unternehmen und die Region gleichermaßen schon heute Investitionen und Ausbauleistungen in die Verkehrsinfrastruktur, in die Häfen und die Hinterlandanbindung.

Dr. Sebastian Stern, McKinsey & Company folgert: „Beispiele internationaler Verkehrsplanung zeigen, dass die gezielte Verbesserung von verkehrsmittelübergreifenden Anschlüssen und Infrastruktur helfen, sowohl den Nutzen als auch die Rendite für die künftigen Verkehre zu steigern. Beispiele zeigen auch, dass PPP-Modelle häufiger zum Einsatz kommen sollten.“

Wolfgang Hurtienne, Geschäftsführer der HPA, stellt die strategischen Entwicklungsprojekte für den Hamburger Hafen vor: „Mit dem Hafenentwicklungsplan 2025 haben wir die Weichen gestellt, um das wachsende Umschlagsaufkommen zu bewältigen. Wichtig sind für die Realisierung neuer Infrastrukturmaßnahmen insbesondere ein fortgesetzter Fachdialog und verlässliche Partnerschaften – die Kooperation mit der Süderelbe AG ist ein positives Beispiel dafür.“

Dr. Jürgen Glaser: „Wir sehen in drei Punkten konkrete Lösungsansätze zur Verbesserung der Situation: so sollte die Effizienz bestehender Infrastruktur optimiert werden, klare Kriterien für die Umsetzung und Beschleunigung neuer Vorhaben entwickelt sowie neue Finanzierungsmöglichkeiten für die Realisierung von Infrastrukturmaßnahmen gefunden werden.“

Die Süderelbe AG ist ein zentraler Ansprechpartner für Unternehmen, Investoren und Kommunen im Hamburger Süden. Die Gesellschaft bietet zahlreiche Dienstleistungen in den Bereichen Immobilien und in den Schwerpunktbranchen der Region: Logistik und Hafen, Ernährungswirtschaft und Luftfahrt. Weitere Schwerpunkte in der Projektentwicklung in diesen Clustern liegen in den Bereichen Standortmanagement, Innovation und Qualifizierung.
Der Einsatz für den zukunftsgerechten Ausbau von Gewerbeflächen und Verkehrsinfrastruktur in der Region zählt ebenso zu den Kernaufgaben wie die Profilierung und Vermarktung des Logistikstandortes. Dabei verfügt die Gesellschaft über langjährige Erfahrung im Standortmanagement, im Aufbau von Unternehmensnetzwerken, in der Kooperationsanbahnung zwischen Unternehmen, öffentlichen Institutionen und Hochschulen sowie im Projektmanagement und der Projektumsetzung.
Die Süderelbe AG steht mit ihren Aktionären für Wirtschafts- und Immobilienkompetenz im Hamburger Süden und stärkt die gesamte südliche Metropolregion Hamburg mit der Entwicklung und Umsetzung grenzübergreifender Konzepte und Projekte. (Pressemeldung vom 07.11.2012)

Quelle: Süderelbe AG | Foto: Süderelbe AG
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