Gesellschaft

Vermessung von Sportbooten online beantragen

10.11.2022

BSH Bundesamt für Seeschifffahrt und HydrographieHamburg: Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) bietet den zweiten Service im Sinne des Onlinezugangsgesetzes (OZG) nach dem Flaggenzertifikat an: Vermessungen von Sportbooten können nun digital beantragt werden. Abrufbar ist der Antrag über die Webseite des BSH. Um den Service zu nutzen, können sich Privatpersonen über das Nutzerkonto Bund und Organisationen über das ELSTER-Organisationskonto („Mein Unternehmenskonto“) authentifizieren.

Deutschland ist ein Wassersportland mit einer Vielfalt an Flüssen, Seen, Kanälen sowie dem Watten- und dem offenen Meer. Es gibt insgesamt rund 30.000 Kilometer befahrbare Wasserwege, Nord- und Ostsee bieten eine Küstenlänge von ca. 2.400 Küstenkilometern. Das BSH stellt für Sportboote einschließlich Segel- und Motoryachten international anerkannte Schiffsmessbriefe aus. Damit können Sportboote die Aufnahme in ein Seeschiffsregister beantragen.

Der Antrag für Sportboote unter 24 Meter kann digital gestellt werden. Dieser OZG-Service umfasst den Antrag auf eine vereinfachte Vermessung und beschränkt sich auf die Feststellung der Bootslänge. Nach erfolgreicher Antragsstellung wird ein zweisprachiger Schiffmessbrief in Deutsch und Englisch ausgestellt. Dieser Schiffsmessbrief reicht im Allgemeinen für die Eintragung des Sportbootes in ein Seeschiffsregister aus (eine Ausnahme bildet die gewerbliche Nutzung, wenn diese nicht Ausbildungszwecken dient).

Im Rahmen des Antrags können Nutzerinnen und Nutzer alle nötigen Informationen digital eingeben, den Antragsprozess dabei auch unterbrechen und zu einem späteren Zeitpunkt fortsetzen sowie Nachweise hochladen und nachreichen. Authentifizieren können sie sich auf zwei Wegen: entweder über das Nutzerkonto Bund oder über ELSTER „Mein Unternehmenskonto“. Dadurch können sowohl Privatpersonen als auch Organisationen, wie etwa Vereine, das Verfahren nutzen. Zudem können Daten automatisch übernommen werden und müssen nicht manuell eingetragen werden. Das BSH fragt im Laufe des Prozesses die für die Beantragung relevanten ergänzenden Informationen und Nachweise ab.

Das OZG verpflichtet Bund, Länder und Kommunen, bis Ende 2022 ihre Verwaltungsleistungen über Verwaltungsportale auch digital anzubieten. Neben dem digitalen Antrag zur Vermessung von Sportbooten und auf ein Flaggenzertifikat arbeitet das BSH laufend daran, weitere Verwaltungsleistungen vorzubereiten, die ebenfalls online zur Verfügung gestellt werden sollen. 

Das BSH ist die zentrale maritime Behörde Deutschlands. An den beiden Dienstsitzen in Hamburg und Rostock sowie auf 5 Schiffen arbeiten rund 1.000 Beschäftigte aus über 100 Berufen. Im Mittelpunkt der Aufgaben stehen u.a. die Förderung, Sicherheit und Überwachung der Seeschifffahrt, Forschung und Erhebung langer Datenreihen im Bereich der Ozeanographie und Meereschemie, der Wasserstandsvorhersagedienst sowie die nautische Hydrographie, im Rahmen derer amtliche Seekarten erstellt werden. Ein in letzter Zeit stetig anwachsender Bereich ist die Zuständigkeit als Genehmigungs- und Überwachungsbehörde für Offshore-Windenergieanlagen. Als deutsche Flaggenstaatsverwaltung und Dienstleister für die maritime Wirtschaft unterstützt das BSH diese mit Genehmigungen, Haftungsbescheinigungen, Produktprüfungen, Zulassungen und Bereitstellung von Daten.

Um die Vereinbarkeit von Schutz und Nutzung der Meere kontinuierlich zu verbessern und das Wissen über die Meere kontinuierlich zu vertiefen, arbeitet das BSH in der maritimen anwendungsorientierten Forschung und an der Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen. Untersuchungen und Bereitstellung von Daten zu Seegangsmessungen in Offshore-Windparks und sowie der Aufbau von Schallmessnetzen in Nord- und Ostsee und die Bereitstellung von Daten und technischen Informationen zu Impulsschall im Meer sind Beispiele dafür. Auch die Entwicklung von Technologien zur Messung von Schiffsemissionen in der Luft gehört dazu. Mit dem BSH Systemlabor Navigation und Kommunikation steht eine Testumgebung für komplexe Navigations- und Kommunikationssysteme zur Verfügung.

(Pressemeldung vom 10.11.2022)
Quelle: Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie | Foto: BSH
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