Gesellschaft

Verband Deutscher Reeder: Ausbau der LNG-Förderung für Seeschiffe in Deutschland

29.11.2020

VDR Verband Deutscher ReederHamburg: Aktuelles Medien-Statement des Verband Deutscher Reeder (VDR) zum Ausbau der LNG-Förderung für Seeschiffe in Deutschland, die aktuell vom Haushaltsausschuss des Bundestages beschlossen wurde.
 
Ralf Nagel, Geschäftsführendes Präsidiumsmitglied des Verband Deutscher Reeder (VDR): „Die Aufstockung der Fördermittel für LNG-Schiffe durch den Haushaltsausschuss des Bundestages um 30 Millionen EURO auf nunmehr 120 Mio. EURO ist eine gute Nachricht für den Schifffahrtsstandort Deutschland, aber auch für den Klimaschutz.“ Der entsprechende Antrag des Hamburger Bundestagsabgeordneten Rüdiger Kruse hatte breite Unterstützung im Ausschuss gefunden. „Unsere Unternehmen wissen jetzt, dass sie auch künftig bei Investitionen in klima- und umweltfreundlichere Schiffe unterstützt werden“, so Nagel.

Nagel betonte, dass LNG der derzeit einzige marktfähig verfügbare Kraftstoff sei, mit dem sich die Branche sowohl den Klimazielen der International Maritime Organisation (IMO) weiter nähern als auch weitere deutliche Verbesserungen bei der Luftreinhaltung erreichen kann. Wichtig sei, dass langfristig mit der LNG-Technik der Einstieg in die großflächige Nutzung alternativer, so genannter „grüner“ Gase an Bord klimaneutral möglich werden könne. „Einen Schiffsmotor, der allein auf Öl basierende Brennstoffe nutzt, kann man nicht ohne hohen Aufwand auf ‚grünes Gas‘ umstellen – einen Dual-Fuel- oder LNG-fähigen Motor aber schon“, erläutert Nagel. „Die Motorentechnik ist die Brücke in eine klimaschützende Schifffahrt mit CO2-freien Treibstoffen“, stellt Nagel fest.

Verband Deutscher Reeder, Ralf Nagel - Ausbau der LNG-Förderung für Seeschiffe in Deutschland

Foto: Ralf Nagel, Senator a.D. Geschäftsführendes Präsidiumsmitglied    Foto: Verband Deutscher Reeder, Bina Engel

Die LNG-Förderrichtlinie, ein Programm für LNG-Neubauten und -Umrüstungen für Seeschiffe, war seinerzeit maßgeblich auf VDR-Initiative zustande gekommen. Es sieht hohe Direktzuschüsse der Bundesregierung für einen Teil der Mehrkosten der LNG-Ausrüstung vor (Zuschuss von 40% der Mehrkosten).

Der Verband Deutscher Reeder ist ein Spitzenverband der deutschen Wirtschaft. Mit seinen rund 200 Mitgliedsunternehmen repräsentiert der VDR die deutsche Schifffahrtsbranche als viertgrößte Handelsflotte der Welt. Als Arbeitgeberverband führt er Tarif- und Sozialpartnerverhandlungen. Gründer waren 1907 die regionalen Reedervereinigungen, um eine gemeinsame und einheitliche Interessenwahrnehmung zu ermöglichen. Heute vertritt der VDR die deutsche Seeschifffahrt nicht mehr allein in Berlin und Bonn, sondern auch in Brüssel, London, Genf und auf globaler Ebene.

Die Mehrzahl der Mitgliedsunternehmen ist mittelständisch geprägt. Sie werden seit vielen Jahrzehnten erfolgreich von Eigentümern, ihren Familien und langfristig orientierten Managern geführt. Ob groß, ob klein: Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es wichtig, sich Gehör zu verschaffen. Der VDR ist die Stimme, mit der dies gelingt.

Berlin, Brüssel, Genf, London - die Geschäftsleitung und die VDR-Experten vertreten die Interessen der deutschen Reeder auf nationaler und internationaler Ebene. Der VDR hat exzellenten Zugang zu allen Ebenen der politischen und administrativen Entscheider. Über seine Mitgliedschaft in vielen internationalen Organisationen erreicht er die maritimen Entscheidungszentren weltweit. Durch kontinuierliches Networking des Verbands in Berlin, Brüssel, Genf (Sitz der ILO) und London (Sitz der IMO) werden die Positionen der deutschen Reeder an maßgeblicher Stelle eingebracht. International agiert der VDR in enger Abstimmung mit den Dachverbänden der Schifffahrt: ICS, ECSA, aber auch BIMCO, INTERTANKO, dem World Shipping Council und anderen Interessenvertretungen der maritimen Wirtschaft wie etwa der International Group of P&I Clubs.

Der VDR bringt seine Expertise in multilaterale Verhandlungen ein, um im Sinne der deutschen Reedereien international einheitliche Wettbewerbsbedingungen zu erreichen. Beispielhaft sind die vier Säulen maritimer Regularien: Weltweite Standards verbessern Sicherheit (SOLAS), Umweltschutz (MARPOL), Ausbildung (STCW) und Arbeitsbedingungen (MLC). In Berlin – und den Bonner Dependancen der Ministerien – hat der Verband zu den Verantwortlichen in der Bundesregierung ein ebenso vertrauensvolles Arbeitsverhältnis aufgebaut wie zum Maritimen Koordinator, zu den Abgeordneten des Deutschen Bundestages und den Mitarbeitern der Ministerien. Seit dem Jahr 2000 finden nicht zuletzt auf Initiative des VDR „Nationale Maritime Konferenzen“ statt, die als Plattform zur Diskussion der deutschen Schifffahrtspolitik zwischen Wirtschaft, Sozialpartnern und Politik dienen.

Ein weiterer Schwerpunkt der Verbandsarbeit liegt in Brüssel, dem Sitz von EU-Kommission, Europäischem Parlament (neben Straßburg), Europäischem Rat und einer Vielzahl weiterer Entscheidungsträger. Brüssel ist heute Dreh- und Angelpunkt europäischer Politik und Regulierung – auch für die Seeschifffahrt. Der VDR ist dort mit einem eigenen Büro präsent und bringt sich aktiv in die Gestaltung europäischer Schifffahrtspolitik ein (Absatz über den Verband Deutscher Reeder - Quelle www.reederverband.de).

(Pressemeldung vom 27.11.2020)

Quelle: Verband Deutscher Reeder | Foto: Verband Deutscher Reeder
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