Wissenschaft

UKSH und CAU: Zwei Wissenschaftspreise für Kieler Ophthalmologen

03.12.2014

Senat Hansestadt Hamburg Kiel: Zwei Wissenschaftler der Klinik für Ophthalmologie (Augenheilkunde) des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Kiel, und der Medizinischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) wurden auf der Jahrestagung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) in Leipzig ausgezeichnet.

Michaela Dithmer, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Klinik für Augenheilkunde, erhielt den mit 5.000 Euro dotierten Retina-Förderpreis 2014 der DOG. Der Förderpreis unterstützt junge Wissenschaftlicher im Bereich der Netzhauterkrankungen. Gewürdigt wurden damit ihre Arbeiten zur Wirkung von Fucoidan, einem Zuckerkomplex, der vor allem aus Braunalgen gewonnen wird. Die häufigste Ursache für Erblindung in der westlichen Welt ist die altersbedingte Makuladegeneration. Sie wird verursacht durch eine Freisetzung von Botenstoffen, die zu einem unkontrollierten Gefäßwachstum unter der Netzhaut führen. Frau Dithmer konnte mit ihren Arbeiten nachweisen, dass Fucoidan zu einer verminderten Freisetzung dieses Botenstoffes führt. Dieser bisher unbekannte Wirkmechanismus könnte genutzt werden, um Erkrankungen mit unkontrolliertem Gefäßwachstum, insbesondere die altersbedingte Makuladegeneration zu behandeln.

Prof. Dr. Johann Roider, Direktor der Klinik für Augenheilkunde der UKSH, Campus Kiel, und Professor an der Medizinischen Fakultät der CAU, wurde mit dem mit 3.000 Euro dotieren 1. Videopreis der DOG ausgezeichnet. Prof. Roider zeigte in seinem ausgezeichneten Video die umfangreiche Behandlung bei einer Tumorerkrankung in der Aderhaut des Auges. Der Beitrag demonstriert exemplarisch den gesamten Verlauf von der Diagnosefindung, dem Stellen der Indikation über die radioonkologische Protonentherapie bis zur chirurgische Entfernung des Tumors mitsamt den molekulargenetischen und histologischen Untersuchungen des Tumorgewebes. Die Jury lobte, dass das Video helfe, dieses Operationsverfahren, das nur an spezialisierten Zentren zum Einsatz kommt, in seiner Komplexität insbesondere in der Interaktion der verschiedenen Fachdisziplinen zu begreifen. (Pressemeldung vom 03.12.2014)

Quelle: Universitätsklinikum Schleswig-Holstein | Foto: UKSH, Campus Kiel
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