Wissenschaft

Tagebau-Rekultivierung - EU-Projekt Miscomar+ erforscht Schilf-Anbau auf renaturierten Böden

02.06.2021

LEAG - Lausitz Energie Bergbau AG, Lausitz Energie Kraftwerke AGCottbus: Im Rahmen des EU-Folgeprojekts „Miscomar+ - Miscanthus für kontaminiertes und marginales Land“ ist Ende Mai 2021 am Tagebau Reichwalde in der Lausitz eine Fläche von einem Hektar mit Miscanthus Giganteus bepflanzt worden. Miscanthus, auch Chinagras Riesenschilfgras oder Elefantengras genannt, ist eine ursprünglich in Südostasien beheimatete, mehrjährige Pflanze. Einmal auf einer Fläche etabliert, entwickelt sie ein dichtes, tiefreichendes Wurzelwerk und baut im Vegetationsverlauf eine Humusschicht auf.  

Innerhalb des EU-Projektes, das in Deutschland von der Universität Hohenheim mit ihrem Fachbereich „Nachwachsende Rohstoffe in der Bioökonomie“ wissenschaftlich begleitet und betreut wird, soll unter anderem in der Lausitz erforscht werden, unter welchen Bedingungen sich das Chinagras auch in Mitteleuropa als Nutzpflanze nachhaltig einsetzen lässt. Im Miscomar-Nachfolgeprojekt Miscomar+ geht es, nachdem erste Erfahrungen gesammelt worden sind, nun darum, Qualität und Ertrag auf verschiedenen Standorten zu validieren. Ziel ist es auch, die gesamte Wertschöpfungslinie für Flächennutzer zu optimieren, vom Anbau bis zur Verwertung.

Tagebau-Rekultivierung - EU-Projekt Miscomar+ erforscht Schilf-Anbau auf renaturierten Böden

Foto: Versuchsfeld am Rande des Tagebaus Reichwalde: Im Rahmen des EU-Projektes Miscomar+ wird hier Chinagras (Miscanthus Giganteus) gepflanzt. Foto: Lausitz Energie Bergbau AG

„Wenn man sich, wie auch die LEAG in ihrer Rekultivierung mit nachwachsenden Rohstoffen und ihrer nachhaltigen Verwertung beschäftigt, dann führt an Miscanthus kein Weg vorbei“, sagt Doris Wüstenhagen, verantwortlich für den Agrarbereich im LEAG-Fachbereich Rekultivierung. „Die Einsatzmöglichkeiten sind vielseitig, angefangen bei der energetischen Biomasse-Verwertung bis hin zur stofflichen Nutzung – beispielsweise in Baumaterialien und bei der Papierherstellung. Hinzu kommt der positive Effekt für das Klima, denn Miscanthus kann mehr Kohlendioxid als andere Kulturpflanzen aus der Luft aufnehmen und binden.“

Bei der vom Bergbaubetreiber für das EU-Projekt bereitgestellten Fläche am Tagebaurand von Reichwalde handelt es sich um einen Teil des ehemaligen Randriegelbereiches, der nach Beräumung und Flächenwiederherstellung für die für die landwirtschaftliche Nutzung vorbereitet worden ist. Bewirtschaftet wird das Feld mit der Sonderkultur von der Technical Service Kuehn GmbH aus dem Oberlausitzer Goeda, einem mittelständischen Betrieb mit Erfahrung im Miscanthus-Anbau und der stofflichen Weiterverwertung. Geschäftsführer Dipl.-Ing. Uwe Kuehn ist zudem stellvertretender Vorsitzender des Internationalen Vereinigung für Miscanthus und mehrjährige Energiegräser (MEG) e.V.

Die erste Ernte des Reichwalder Chinagras das bis zu drei Meter hoch werden kann, soll im Herbst dieses Jahres erfolgen. Nach jährlichem Neuaustrieb kann über zwanzig Jahre geerntet werden.

(Pressemeldung vom 02.06.2021)
Quelle: Lausitz Energie Bergbau AG | Foto: Lausitz Energie Bergbau AG
Firmennews
Rostock Port
ThyssenKrupp AG
SHS - Stahl-Holding-Saar GmbH & Co. KGaA
Rhenus SE & Co. KG
Phoenix Contact GmbH & Co. KG
HOYER GmbH Internationale Fachspedition
GfK SE
ECE Projektmanagement G.m.b.H. & Co. KG
Statistisches Bundesamt (Destatis)
Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA
Lufthansa Cargo AG
Zeppelin GmbH
Newsletter

Melden Sie sich zum Newsletter an und wir informieren Sie aktuell über neue Meldungen auf nordic market.

Hier anmelden!

FIRMENGLOSSAR auf nordic market
PRODUKTGLOSSAR auf nordic market