Wirtschaft

Südwestdeutsche Stromhandels GmbH: Stabiler Absatz und sinkende Großhandelspreise prägen den Jahresabschluss von SüdWestStrom

06.08.2014

SüdWestStrom | Südwestdeutsche Stromhandels GmbH Tübingen: Die Südwestdeutsche Stromhandels GmbH (SüdWestStrom) hat das Geschäftsjahr 2013 erfolgreich abgeschlossen. Die Tübinger Stadtwerke-Kooperation setzte 860 Millionen Euro um und erwirtschaftete einen Jahresüberschuss von 2,8 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr haben mehr als 160 Stadtwerke über SüdWestStrom ihre Strom- und Gasmengen beschafft. Die Absätze in den Portfolio-Pools blieben im vergangenen Jahr nahezu unverändert. Seit 2013 unterstützt SüdWestStrom außerdem Kommunen und Stadtwerke dabei, in den Vertrieb von Strom und Gas einzusteigen. Die Stadtwerke Horb am Neckar sind im Juli 2014 als 56. Gesellschafter der Stadtwerke-Kooperation beigetreten.

Im abgeschlossenen Geschäftsjahr erwirtschaftete SüdWestStrom einen Umsatz von 860 Millionen Euro. Im Jahr zuvor waren es 937 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss ging von 3,4 Millionen Euro im Vorjahr auf 2,8 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2013 zurück. Der Absatz von Gas stieg auf 19,7 Terawattstunden (Vorjahr 19,1), im Bereich Strom wurden 12,7 Terawattstunden abgesetzt (12,9 im Vorjahr). Der Absatz von Gas entspricht einem Verbrauch von 1,3 Millionen Endverbraucher-Haushalten, im Bereich Strom sind es 4,2 Millionen Haushalte.

„Unser Absatz ist stabil. Und auch wenn die Umsatzzahlen auf den ersten Blick anders wirken: Wir sind mit dem Jahresergebnis zufrieden“, sagt Christian Köhler, Geschäftsführer Finanzen bei SüdWestStrom. Denn die rückläufigen Zahlen bei SüdWestStrom haben ihre Ursachen außerhalb des Unternehmens: Sie hängen direkt zusammen mit gesunkenen Großhandelspreisen. „Wir bei SüdWestStrom verdienen ja am Handel mit Strom und Gas kein Geld. Unser Unternehmensziel ist es vielmehr, Strom und Gas an den Großmärkten gebündelt zu beschaffen und Preisvorteile eins zu eins an die Stadtwerke weiterzugeben“, erläutert Christian Köhler. Sobald der Großhandelspreis sinke, sinke bei gleichbleibendem Absatz auch der Umsatz von SüdWestStrom. Die Marktpreise für Strom sind 2013 merklich gefallen: von durchschnittlich 60 Euro pro Megawattstunde, die 2012 geliefert wurde, auf 53 Euro im Kalenderjahr 2013.  

Ein wesentlicher Faktor für den geringeren Jahresüberschuss sind die gestiegenen Personalkosten. Christian Köhler erklärt: „Wir haben vergangenes Jahr in vielen Abteilungen neue Mitarbeiter eingestellt. Nachdem wir in den vorigen Jahren schnell neue Geschäftsfelder aufgebaut hatten, war das ein wichtiger Schritt zur Konsolidierung. Ich sehe das als Investition in die Zukunft.“ SüdWestStrom habe im Jahr 2013 die strategische Neuausrichtung weiter vorangetrieben. Zum Ende des Geschäftsjahres 2013 waren 75 Mitarbeiter bei SüdWestStrom beschäftigt: ein Zuwachs von elf Mitarbeitern (13,6 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Stefan Kleck unterstützt dies: „Vor allem die neuen Dienstleistungen müssen auf stabilen Füßen stehen.“ Er freue sich, dass diese neuen Dienstleistungen der Stadtwerke-Kooperation mittlerweile eingeführt seien und die Stadtwerke jetzt davon profitieren. Dazu gehört beispielsweise das Preisorientierte Lastmanagement, eine Dienstleistung, mit dem Stadtwerke ihre eigenen, flexibel einsetzbaren Anlagen anhand von aktuellen Börsenpreisen steuern können.

Im Geschäftsjahr 2013 hat SüdWestStrom eine weitere neue Dienstleistung für Kommunen und Stadtwerke etabliert: Die Stadtwerke-Kooperation unterstützt Energieversorger beim Aufbau eines eigenen Vertriebs für Strom und Gas. An insgesamt sechs Standorten begleitet SüdWestStrom aktuell Stadtwerke, der größte Auftraggeber waren 2013 die Berliner Wasserbetriebe. Für Daniel-Klaus Henne, Geschäftsführer Energiewirtschaft, ist klar: „Den Einstieg in eine neue Vertriebssparte zu prüfen und schließlich umzusetzen, kostet Zeit und Geld, das ist für regionale Anbieter wie Stadtwerke ein großer Schritt. Unser Ansatz ist es, die Unternehmen dabei zu unterstützen und ihnen einen maßgeschneiderten und kostensparenden Markteintritt zu ermöglichen.“

Zudem hat SüdWestStrom Ende 2013 einen Onshore-Windpark mit einer installierten Leistung von 11,5 Megawatt gekauft. Die fünf Windenergieanlagen befinden sich in der Nähe von Vechta in Niedersachsen, zirka 60 Kilometer südlich von Bremen. Der Windpark war bereits 2011 in Betrieb genommen worden und läuft jährlich mit etwa 2.400 Volllaststunden. Die Anteile des Windparks werden an kleine und mittlere Stadtwerke verkauft.

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet SüdWestStrom vor allem im Bereich des Preisorientierten Lastmanagements neue Kunden. Bis Ende 2014 sollen sechs kommunale Energieversorger ihre Anlagen über SüdWestStrom flexibel steuern können. Dann werden auf diesem Weg Stromerzeuger wie Blockheizkraftwerke und Stromverbraucher wie Wärmepumpen oder Durchlauferhitzer optimiert.

Seit Juli 2014 sind die Stadtwerke Horb am Neckar der 56. Gesellschafter von SüdWestStrom. Das Stammkapital von SüdWestStrom erhöht sich dadurch um 40.000 Euro auf 14.755.250 Euro. Der neue Gesellschafter hält 0,27 Prozent an SüdWestStrom. Die Stadtwerke Horb am Neckar sind ein Eigenbetrieb der Stadt Horb. Die Große Kreisstadt Horb gehört zum Landkreis Freudenstadt und liegt am nördlichen Rand des Schwarzwalds. (Pressemeldung vom 06.08.2014)

Quelle: Südwestdeutsche Stromhandels GmbH | Foto: Südwestdeutsche Stromhandels GmbH
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