Wirtschaft

Stena Line und der Hafen Trelleborg weihen Landstromanlage ein

24.10.2017

Stena Line GmbH & Co.KG, Stena Line Scandinavia AB Rostock | Kiel | Trelleborg: Zusammen mit dem Hafen Trelleborg hat Stena Line heute die erste Landstromanlage im Fährverkehr zwischen Rostock und Skandinavien eingeweiht. In Trelleborg durchschnitten Christian Pegel, Mecklenburg-Vorpommerns Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung, und Anneli Hulthén, Gouverneurin von Skåne, das Band für die Anlage, die die Stena Line-Fähren M/V Skåne und M/V Mecklenburg-Vorpommern im Hafen mit Landstrom versorgen wird. Beide Schiffe sind auf der Route Rostock-Trelleborg im Einsatz.
 
Die Ausrüstung der Schiffe mit Landstromanschlüssen ist ein wichtiger Teil der Nachhaltigkeitsstrategie von Stena Line. Mit der neuen Anlage in Trelleborg haben nun 13 der 37 Schiffe der Reederei die Möglichkeit, die Hilfsmotoren während der Liegezeit auszuschalten und Emissionen zu vermeiden.
 
Landstromanlagen nutzt Stena Line bereits in den schwedischen Häfen Göteborg und Karlskrona, sowie im niederländischen Hoek van Holland. Dadurch konnten 2016 12.500 Tonnen CO2 eingespart werden. Das entspricht etwa dem Jahresverbrauch von 6.500 PKW. Stena Line kann Landstrom überall dort nutzen, wo die Hafenliegezeit mehr als zwei Stunden beträgt – so wie 10 mal pro Woche auf der Route Rostock-Trelleborg.
 
Das Landstromprojekt in Trelleborg wurde vom Hafen und Stena Line gemeinsam realisiert. Der Hafen kommt dabei für die Investitionen in die Anlage an Land von ca. 900.000 Euro auf. Die schiffsseitigen Investitionen von etwa 1 Millionen Euro in Anschlüsse trägt Stena Line.
Stena Line und der Hafen Trelleborg weihen Landstromanlage ein
Foto: Die neue Landstromanlage für Stena Line im Hafen Trelleborg.© Stena Line GmbH & Co.KG
 
„Wir sind sehr froh, dank der guten Zusammenarbeit mit dem Hafen Trelleborg eine weitere Landstromanlage in unserem Routennetzwerk nutzen zu können. Nachhaltigkeit ist ein wichtiger Teil unserer Unternehmensstrategie, und die Nutzung von Landstrom vermeidet schädliche Luftemissionen und Lärm im Hafen. Bis 2020 wollen wir in 25% der Häfen die wir anfahren Landstrom nutzen können. Bis 2030 sollen es 75% werden“, sagt Niclas Mårtensson, CEO von Stena Line.
 
Trade Director und Deutschlandgeschäftsführer Ron Gerlach ergänzt: „Viele der von uns genutzten Häfen liegen in Stadtnähe. Umso wichtiger ist es, hier alle Schiffsmotoren abstellen zu können. Es freut mich, dass wir nun eine weitere Landstromanlage auf unseren Deutschlandrouten nutzen können. Hier verfügen alle unsere Fähren über Landstromanschlüsse, das möchten wir gerne in Zukunft noch stärker ausnutzen.“
 
Christian Pegel, Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung des Landes Mecklenburg-Vorpommern betont: „Ich freue mich, heute eine Landstromanlage für diese wichtige Seeverbindung zwischen Mecklenburg-Vorpommern und unserem Nachbarland Schweden mit einweihen zu dürfen. Für die Seeschifffahrt ebenso wie für Hafenstandorte bedarf es nachhaltiger Lösungen, um unsere Umwelt trotz zunehmender Verkehre zu schützen. Projekte wie dieses, die zusätzlich von der Nutzung von grünem Strom profitieren, sind wichtige Stützpfeiler einer ganzheitlichen und zukunftsorientierten Organisation von Transportverbindungen.“
 
Seit ihrer Gründung im Jahr 1962 hat sich die schwedische Reederei Stena Line mit aktuell etwa 5.200 Angestellten zu einem der größten Fährunternehmen der Welt entwickelt. Im Jahr 2016 transportierte die Flotte über 7,3 Millionen Passagiere, 1,6 Millionen Autos und 2 Millionen Frachteinheiten zwischen den Niederlanden und Großbritannien, auf der Irischen See sowie auf der Ostsee zwischen Dänemark, Norwegen, Schweden, Polen, Lettland und Deutschland. Die Flotte besteht aktuell aus 35 Schiffen, die Ziele auf 20 Routen anfahren. Darüber hinaus gehören umfangreiche Pauschal- und Serviceangebote zu den Leistungen des Unternehmens. Stena Line operiert in Deutschland von vier Häfen und zwei Standorten aus, der Stena Line GmbH & Co. KG in Rostock und in Kiel. (Pressemeldung vom 23.10.2017)
Quelle: Stena Line GmbH & Co.KG | Foto: Stena Line GmbH & Co.KG
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