Wirtschaft

Wintershall Dea - Special Media Call und Q1 2022-Ergebnisse

28.04.2022

Special Media Call und Q1 2022-Ergebnisse: CEO Mehren: „Der Krieg markiert einen fundamentalen Wendepunkt für Wintershall Dea

Wintershall Dea GmbHKassel | Hamburg, 28.04.2022 - Der Vorstandsvorsitzende der Wintershall Dea AG, Mario Mehren, hat den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine in einem Media Video Call als „fundamentalen Wendepunkt für die Wintershall Dea“ bezeichnet. Wenige Tage nach Beginn des Krieges reagierte Wintershall Dea umgehend mit der Abschreibung der Nord Stream 2-Finanzierung, mit der Einstellung von Zahlungen nach Russland und mit einem klaren Nein zu neuen Projekten in Russland. Das Unternehmen plant, sein Portfolio außerhalb Russlands zu stärken und erwägt den Markteintritt in neue Länder. Darüber hinaus wird das Unternehmen geplante Investitionen in den Bereichen Carbon Management und Wasserstoff vorantreiben.  

Ein Wendepunkt für Wintershall Dea

Der Krieg sei ein „fundamentaler Wendepunkt“, sowohl für die Geopolitik als auch für Wintershall Dea direkt, so Mehren. „Ein ‚Weiter so‘ mit Russland kann es jetzt nicht geben. Wird es nicht geben. Daran besteht kein Zweifel.“

Innerhalb weniger Tage nach Kriegsbeginn reagierte das Unternehmen: mit der Abschreibung der Nord Stream 2-Finanzierung, mit der Einstellung von Zahlungen nach Russland und mit einem klaren Nein zu neuen Projekten in Russland, und ebenso zu neuen Projekten mit russischen Partnern außerhalb Russlands. 

Finanzielle Auswirkungen

Wintershall Dea hat im ersten Quartal eine Wertberichtigung in Höhe von 1,5 Milliarden Euro auf ihre russlandbezogenen Vermögenswerte vorgenommen, was zu einem Nettoverlust von 1 Milliarde Euro im Quartal führte.

Die zugrundeliegende finanzielle Performance des Unternehmens bleibt jedoch robust und führte – getrieben durch das externe Umfeld und die starke Produktion – zu einem hohen Cashflow. Zudem ist der Verschuldungsgrad des Unternehmens so niedrig wie nie zuvor und untermauert unsere starke Bilanz.

Zu Forderungen nach einem Energieembarg

Mehren adressierte die Forderungen nach einem Energieembargo und einem sofortigen Stopp aller bestehenden Projekte in Russland. „Ich kann die Forderungen nach einem sofortigen Importstopp für russisches Gas nachvollziehen. Aber ich verstehe auch das komplexe Dilemma, in dem die Bundesregierung steckt. Denn sie trägt große Verantwortung für unser Land, für unsere Wettbewerbsfähigkeit, für unseren Wohlstand und unseren gesellschaftlichen Frieden.“ Gasimporte aus Russland könnten „ersetzt werden. Aber nicht schnell“, fügte er hinzu.

Nach intensiver Diskussion hat die Wintershall Dea entschieden, ihre Beteiligung an bestehenden Projekten in Russland aufrecht zu erhalten. Bei einem Rückzug würden Milliardenwerte an den russischen Staat fallen.

Stärkung des Portfolios außerhalb Russlands

Im Energiesektor gibt es „eine Menge Unsicherheiten“. Aber zwei strategische Themen sind für Wintershall Dea klar: die Stärkung des Portfolios und die Energiewende.

Das Unternehmen wird sein Portfolio stärken: „um europäische Energiequellen zu diversifizieren und die Widerstandsfähigkeit unseres Geschäfts weiter zu verbessern.“ Wintershall Dea prüft „alle Optionen für zusätzliche Gasmengen und eine zusätzliche Energieversorgung“.

Dazu gehören die Großprojekte Nova, Njord und Dvalin in Norwegen. Unternehmensziel ist es, die Produktion „bereits Ende dieses Jahres“ aufzunehmen. Darüber hinaus prüft Wintershall Dea weltweite Möglichkeiten: in Ländern, in denen das Unternehmen bereits aktiv ist, und in potenziellen neuen Ländern.

Energiewende: Reduzierung der CO2-Emissionen um 20-30 Mio. Tonnen pro Jahr bis 2040

Das Unternehmen plant seit langem, sich weiterzuentwickeln und in Lösungen für Carbon Management und Wasserstoff zu investieren.

Mehren kündigte an, dass Wintershall Dea nun „auf ein Carbon Management- und Wasserstoff-Geschäft hinarbeitet, das bis zum Jahr 2040 bis zu 20 bis 30 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr einsparen kann“.

„Das ist wichtig. Damit befinden wir uns als Unternehmen auf Kurs, um das europäische Ziel der Klimaneutralität bis 2050 aktiv zu unterstützen.“

Unbequeme Fragen für Wirtschaft, Politik und Gesellschaft

Angesichts des russischen Angriffskrieges werden Politik, Gesellschaft und Wirtschaft unbequeme Entscheidungen und Kompromisse treffen müssen, so Mehren. Denn „Deutschland und Europa brauchen eine sichere und bezahlbare Energieversorgung. Dieser Bedarf wird bleiben.“

„Wir müssen in Deutschland und in Europa weiterhin fossile Energie produzieren. Wir brauchen einen massiven Ausbau der erneuerbaren Energien. Wir brauchen Windräder. Wir müssen alle Formen von klimafreundlichem Wasserstoff fördern...und wir brauchen CCS, auch in Deutschland, wenn wir Industrie und Klima gleichzeitig schützen wollen.“

„Für uns als Wintershall Dea kann ich sagen: Wir werden unseren Beitrag leisten.“ 

(Pressemeldung vom 28.04.2022)
Quelle: Wintershall Dea GmbH
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