Wirtschaft

SEB AB: China Financial Index: Weiterhin positiver Ausblick auf Geschäftsaktivitäten in China

11.06.2021

SEB AB - Skandinaviska Enskilda Banken ABFrankfurt am Main: Der SEB China Financial Index, der die Geschäftsaussichten der Tochtergesellschaften nordeuropäischer Unternehmen in China misst, zeigt nach dem Ausbruch des Coronavirus zu Beginn des vergangenen Jahres weiterhin eine positive Erholung. Die Unternehmen gehen davon aus, dass die Auftragseingänge in den kommenden sechs Monaten zunehmen werden, die Gewinne jedoch aufgrund der gestiegenen Rohstoff- und Transportkosten unter Druck bleiben werden. Viele Unternehmen berichten, dass sie immer noch negativ von der COVID-19-Pandemie betroffen sind, obwohl die Situation im Inland durch umfassende Maßnahmen zur Epidemieprävention unter Kontrolle gehalten wird. Der jüngste SEB China Financial Index liegt bei 61,3, gegenüber 57,3 im November und 47,6 vor einem Jahr. Die SEB Analysten erwarten, dass nordeuropäische Unternehmen 2021 von der starken Wachstumsdynamik in China profitieren werden.

Positive Erwartungen beim Absatz bei langsamerer Entwicklung der Profitabilität 
Die Gewinnaussichten für die kommenden sechs Monate entwickeln sich stark positiv. Dies stützt die jüngste Erholungsstimmung unter den befragten Unternehmen. Während sie positiv auf die Absatzentwicklung blicken, bleiben die Profitabilitätsaussichten im Vergleich zur Umfrage im November aus zwei Gründen fast unverändert: Erstens deuten die Marktdaten darauf hin, dass viele Unternehmen nach einer Periode mit geringem Wirtschaftswachstum auf breiter Front allmählich einem harten Preiswettbewerb ausgesetzt sind und Margen opfern müssen, um Volumen und Marktanteile zu halten. Zweitens wirkt sich die Entwicklung der Rohstoff- und Transportkosten kurzfristig auf die Gewinnmargen aus.

"Insgesamt ist die Stimmung in China, die auf anhaltendes Wachstum hindeutet, sehr positiv", sagt Thilo L. Zimmermann, General Manager der SEB Shanghai. "Der starke Aufschwung der Wirtschaft hat bei einer Reihe von Unternehmen zusätzliche Investitionsgespräche und Projekte ausgelöst. Anhaltende Corona-Clusterausbrüche in anderen asiatischen Ländern scheinen die chinesische Wirtschaft vorerst nur zu stärken. Die hohe Exportabhängigkeit sowie die noch etwas unausgewogene Erholung (mit dem privaten Konsum als Nachzügler) müssen genau beobachtet werden."

Aufgrund des jüngsten Anstiegs der Rohstoffpreise und Frachtraten verzeichneten die Materialkosten den größten Anstieg unter den Kategorien, die die SEB Analysten von den Unternehmen als ihre Hauptsorge für die kommenden sechs Monate erfragen. Sorgen bereitet den Unternehmen zudem Lieferketten und der Wettbewerb.

China bleibt wichtig
Die Befragung zeigt, dass nordeuropäische Unternehmen zwar weiterhin in China investieren werden, entweder durch Expansion oder Übernahmen, der Investitionsindex bleibt jedoch unter dem Niveau vor der Corona-Pandemie. Wenn es darum geht, Geschäfte in China zu machen, erwarten die befragten Unternehmen eine schwerfälligere regulatorische Landschaft und ein schwierigeres Umfeld. Während die Welt beobachtet, wie sich die Beziehung zwischen den USA und China entwickelt, versuchen europäische multinationale Unternehmen, ihren Platz in einer sich deglobalisierenden Welt zu finden. Die Abkopplung scheint jedoch immer noch ein Thema zu sein, das geteilte Meinungen hervorruft. In der jüngsten Umfrage ist die Zahl der Befragten, die sich keine Sorgen um die Abkopplung machen, gegenüber der Umfrage im November gestiegen: 40 Prozent der Befragten gaben an, dass sie sich keine Sorgen machen.

Die Erholung setzt sich mit positivem Schwung fort
Unterstützt durch die starken Bemühungen der chinesischen Regierung, die Ausbreitung von Covid-19 zu verhindern, zieht die wirtschaftliche Aktivität weiter an und die Unternehmen melden gute Wachstumszahlen. Da die Impfungen außerhalb Chinas zunehmen, kehren wir langsam zu einer "normalen" Welt zurück, während sich gleichzeitig das Verhältnis der beiden größten Volkswirtschaften der Welt zueinander verändert. Der Umgang mit dieser Abkopplung wird wahrscheinlich weiterhin auf der Agenda der Unternehmen stehen und sollte ein Thema sein, mit dem sich die Konzerne eher früher als später befassen sollten, um die Auswirkungen auf ihre chinesischen Aktivitäten zu beurteilen.

Der China Financial Index der SEB ist eine halbjährliche Umfrage unter den Niederlassungen nordeuropäischer Unternehmen in China. Der Index zeigt, wie sich die Erwartungen nordischer, deutscher, österreichischer, Schweizer und britischer Unternehmen in diesem Markt verändern. Die Teilnehmer beantworten Fragen zum Geschäftsklima, zu Investitionsplänen, Einstellungsplänen und Ansichten zu Währungen. Ein Indexstand über 50 signalisiert eine insgesamt positive Stimmung.

Zum vollständigen China Financial Index - Frühling 2021 

Die SEB ist ein führender nordeuropäischer Finanzdienstleistungskonzern mit der festen Überzeugung, dass unternehmerische Köpfe und innovative Unternehmen der Schlüssel zur Schaffung einer besseren Welt sind. Die SEB nimmt eine langfristige Perspektive ein und unterstützt ihre Kunden in guten und schlechten Zeiten. In Schweden und den baltischen Ländern bietet die SEB Finanzberatung für Privatkunden und eine breite Palette von Finanzdienstleistungen für Firmen und Institutionen an. In Dänemark, Finnland, Norwegen, Deutschland, Österreich, der Schweiz und Großbritannien liegt der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit auf dem Firmenkunden- und Investmentbanking, basierend auf einem Full-Service-Angebot für Firmen- und institutionelle Kunden. Der internationale Charakter des Geschäfts der SEB spiegelt sich in der Präsenz in rund 20 Ländern weltweit wider. Zum 31. März 2021 belief sich die Bilanzsumme des Konzerns auf 3.443 Mrd. SEK, das verwaltete Vermögen auf 2.243 Mrd. SEK. Der Konzern beschäftigt rund 15.500 Mitarbeiter.

(Pressemeldung vom 03.06.2021)
Quelle: SEB AB | Foto: SEB AB
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