Wirtschaft

Seaports of Niedersachsen: Seegüterumschlag - 46 Millionen Tonnen

20.02.2014

Seaports of Niedersachsen GmbH Oldenburg: Mit rund 46 Millionen Tonnen haben die niedersächsischen Seehäfen im vergangenen Jahr im Seeverkehr etwa 7 % weniger Güter umgeschlagen als im Vorjahr (49,2 Millionen Tonnen in 2012). Dies gab die Hafenmarketinggesellschaft Seaports of Niedersachsen GmbH auf der heutigen Jahrespressekonferenz der Seehäfen bekannt. Nach den teilweise zweistelligen Wachstumsraten des Vorjahres konsolidiert der Umschlag in den Seehäfen in 2013 damit wieder auf hohem Niveau. Ursache hierfür sind vor allem rückläufige Umschlagsvolumina von Massengütern. Einzelne Geschäftsfelder der Häfen, wie z.B. der Umschlag von Windenergiekomponenten, Forstprodukten und Automobilen, entwickelten sich deutlich positiv.

Im Seehafen Brake sind in 2013 rund 5,7 Millionen Tonnen Güter im Seeverkehr umgeschlagen worden. Insgesamt ergibt sich damit ein Minus von 8 % gegenüber dem Vorjahr (6,2 Millionen Tonnen in 2012). Ursächlich hierfür ist insbesondere der rückläufige Umschlag von Futtermitteln (1,9 Millionen Tonnen in 2013; 2,4 Millionen Tonnen in 2012) aufgrund struktureller Engpässe von Lieferanten in Drittländern. Der Umschlag von Getreide konnte hingegen um 10 % auf 826.387 Tonnen gesteigert werden (752.877 Tonnen in 2012). Das Umschlagsvolumen von Eisen und Stahl ist mit 624.954 Tonnen in 2013 im Vergleich zum Vorjahr um knapp 10 % gesunken (693.094 Tonnen in 2012). Der Stahlumschlag hatte sich in 2012 gegenüber 2011 fast verdoppelt, litt aber in 2013 unter einer schwierigen Stahlkonjunktur. Positiv stellt sich der Umschlag von Metallwertstoffen dar, hier wurde im vergangenen Jahr mit 129.234 Tonnen rund 8 % mehr Volumen über den Seehafen Brake abgewickelt als in 2012 (120.156 Tonnen).

In Cuxhaven sind im Jahr 2013 mit rund 2,65 Millionen Tonnen im Seeverkehr etwa 5 % weniger Güter umgeschlagen worden als im Vorjahr (2,8 Millionen Tonnen in 2012). Im Wesentlichen ist dies auf den verminderten Umschlag von festen Massengütern, wie z.B. Baustoffen, zurückzuführen (- 28 % / 594.845 Tonnen in 2013; 825.934 Tonnen in 2012), der aus der Fertigstellung von Baumaßnahmen am Standort herrührt. Der Fahrzeugumschlag in Cuxhaven konnte mit 367.090 Einheiten gegenüber 2012 um 5 % gesteigert werden (348.188 Fahrzeuge in 2012). Beim Umschlag von Stückgut, wie z.B. Komponenten für die Offshore-Windenergieindustrie, aber auch anderer Projektladungen, verweist der Standort an der Elbe auf ein Plus von insgesamt 4 % auf 865.952 Tonnen in 2013 (832.098 Tonnen in 2012). Aktuell werden im Offshore-Basishafen Cuxhaven Fundamentstrukturen für den Windpark „Amrumbank West“ verladen sowie verschiedene Serviceaufträge für die Offshore-Windenergieindustrie ausgeführt. Man geht im Standort Cuxhaven mittelfristig von einer weiteren positiven Tendenz im Geschäftsfeld Offshore aus.

Der Seegüterumschlag im Emder Hafen belief sich in 2013 auf 4,4 Millionen Tonnen und hat sich damit auf dem Niveau des Vorjahres eingependelt (4,4 Millionen Tonnen in 2012). Deutlich hinzugewonnen hat der Bereich Windenergie, mit 267.696 Tonnen in 2013 sind in Emden rund 45 % mehr Windenergiekomponenten umgeschlagen worden als in 2012 (184.428 Tonnen). Positiv ist auch das Ergebnis beim Umschlag von Forstprodukten wie Papier und Zellstoff: Mit 410.375 Tonnen legte das Volumen in diesem Ladungsbereich um 7 % zu (384.116 Tonnen in 2012). Der Automobilumschlag konsolidiert auf hohem Niveau mit rund 1.230.859 Fahrzeugen im Seeverkehr. Trotz der schwierigen Situation in vielen westeuropäischen Automobilmärkten wurde das Emder Rekordergebnis aus 2012 (1.253.485 Fahrzeuge) damit nur knapp unterboten. Einen signifikanten Anstieg gab es vor allem bei Automobilverschiffungen über Emden nach Großbritannien. Für 2014 rechnet man in Emden mit einer weiteren Belebung des Automobilumschlags.

Der Seehafen Nordenham verzeichnete in 2013 mit rund 2,7 Millionen Tonnen einen Rückgang des Umschlagsvolumens im Seeverkehr von 15 % (3,2 Millionen Tonnen in 2012). Ursache hierfür ist die verminderte Einfuhr von Kohle nach Nordenham aufgrund von Verlagerungen der Güterströme zwischen den Standorten der Rhenus-Gruppe. Mittelfristig ergeben sich für den Standort aber neue Perspektiven hinsichtlich des Ladungsaufkommens aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien, z.B. durch Verladungen von Seekabeln und anderer Offshore-Komponenten sowie dem Bereich der Projektladung.

In Stade sind in 2013 rund 5,3 Millionen Tonnen Güter im Seeverkehr umgeschlagen worden. Gegenüber dem Vorjahr ergibt sich damit ein Umschlagsminus von 7 % (5,7 Millionen Tonnen in 2012). Dieses resultiert insbesondere aus dem rückläufigen Umschlag fester Massengüter, der mit 2,9 Millionen Tonnen in 2013 um rund 11 % hinter dem Ergebnis aus 2012 zurückblieb (3,3 Millionen Tonnen). Durch temporäre Wartungsarbeiten eines im Hafen ansässigen Produktionswerks wurden weniger Rohstoffe als Schüttgut per Seeschiff angeliefert. Der Umschlag chemischer Grundstoffe bewegt sich auf dem gleichen hohen Niveau wie im Vorjahr (2,3 Millionen Tonnen in 2013 / 2,3 Millionen Tonnen in 2012). Auch der neue Breakbulk-Terminal kommt weiter in Fahrt, hier wurden in den vergangenen Monaten vor allem Windenergiekomponenten und andere Projektladungen umgeschlagen (2.990 Tonnen in 2013 / 2.528 Tonnen in 2012).

Im Standort Wilhelmshaven sind in 2013 mit insgesamt 24,5 Millionen Tonnen gegenüber dem Vorjahr etwa 6 % weniger Güter umgeschlagen worden (26,1 Millionen Tonnen in 2012). Zurückzuführen ist dies in erster Linie auf verminderte Einfuhren flüssiger Massengüter (- 15 % / 19,5 Millionen Tonnen in 2013; 22,8 Millionen Tonnen in 2012). Hierzu gehören beispielsweise Rohölimporte, die stets von konjunkturellen Entwicklungen und vom Produktionsvolumen der aus Wilhelmshaven belieferten Raffinerien abhängig sind. Die deutlich gestiegenen Umschlagsvolumen fester Massengüter (+ 32 % / 4,4 Millionen Tonnen in 2013; 3,3 Millionen Tonnen in 2012) und innerhalb dieses Bereichs insbesondere die Verdopplung der Mengen beim Kohleimport (3,3 Millionen Tonnen in 2013; 1,6 Millionen Tonnen in 2012) können die Fehlmengen beim Flüssiggutumschlag nicht kompensieren. Signifikante Zuwächse gab es in Wilhelmshaven auch im Stückgutbereich. Insgesamt konnte hier ein Umschlagsvolumen von 641.401 Tonnen verzeichnet werden (27.271 Tonnen in 2012), dieses inkludiert den Containerumschlag in Tonnen, aber auch den Umschlag von Projektladungen. Am Containerterminal Wilhelmshaven sind im vergangenen Jahr 76.117 TEU umgeschlagen worden.

Am Standort Leer wurden im Seeverkehr rund 45.664 Tonnen Güter umgeschlagen. Gegenüber dem Vorjahr ergibt sich damit ein Minus von 1 % (46.096 Tonnen in 2012). Per Binnenschiff wurden über den Hafen Leer insgesamt 468.647 Tonnen Güter transportiert.

In Oldenburg belief sich der Seegüterumschlag in 2013 auf 109.897 Tonnen (- 14 % / 127.840 Tonnen in 2012). Der Binnenumschlag in 2013 verlor gegenüber dem Vorjahr um 4 % (990.686 Tonnen in 2013 / 1,027 Millionen Tonnen in 2012). Zurückzuführen ist dies hauptsächlich auf den Rückgang der Volumen von Getreide und Futtermitteln.

Der Seegüterumschlag in Papenburg in 2013 bewegt sich trotz einer einmonatigen Sperrung der Seeschleuse im vergangenen Sommer aufgrund von Sanierungsarbeiten mit 584.786 Tonnen nur knapp unter Vorjahresniveau (603.618 Tonnen in 2012). Im kombinierten See- und Binnenverkehr wurden insgesamt 727.818 Tonnen umgeschlagen (803.133 Tonnen in 2012). Hauptumschlagsgüter in Papenburg sind Massengüter, aber auch Eisen und Stahl sowie Projektladungen.

In den neun niedersächsischen Seehafenstandorten sind insgesamt rund 46 Millionen Tonnen Güter im Seeverkehr umgeschlagen worden. Dies entspricht einem Minus von 7 % gegenüber dem Vorjahr, insgesamt gesehen hat sich die Umschlagsmenge nach einem hervorragenden Jahr 2012 wieder auf hohem Niveau konsolidiert.

„Unsere Seehäfen in Niedersachsen haben ihre Position in den bedeutenden und wertschöpfungsintensiven Kerngeschäften behaupten und zum Teil auch weiter ausbauen können. Dazu gehören Umschlag und Lagerung von massenhaften Stückgütern, trockener Massengüter und von Projektladungen, z.B. aus dem Bereich Windenergie, sowie natürlich der Automobilumschlag. Auch der Containerumschlag wird sich in den nächsten Jahren zu einem weiteren wichtigen Standbein der Hafenwirtschaft in Niedersachsen entwickeln“, erklärte Inke Onnen-Lübben, Geschäftsführerin der Hafenmarketinggesellschaft Seaports of Niedersachsen GmbH. Um die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber anderen europäischen Seehäfen insbesondere im konventionellen Hafenumschlag dauerhaft zu erhalten, müssten weiterhin bedarfsgerechte Ausbaumaßnahmen der Infrastrukturen und Hinterlandanbindungen erfolgen. Die niedersächsischen Hafenumschlagbetriebe und ansässige Industrieunternehmen hätten ihrerseits nachhaltige Marktchancen identifiziert und im abgelaufenen Jahr rund 134 Millionen Euro investiert.

Foto: von links nach rechts: Holger Banik (Niedersachsen Ports), Inke Onnen-Lübben (Seaports), Olaf Lies (Nds. Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr), Hans-Joachim Uhlendorf (Niedersachsen Ports).

(Pressemeldung vom 20.02.2014) 

Quelle: Seaports of Niedersachsen GmbH | Foto: Seaports of Niedersachsen
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