Wirtschaft

Schleswig-Holstein und Hamburg: Vorplanung für S-Bahnlinie S4 ist abgeschlossen

14.12.2013

Senat Hansestadt Hamburg Kiel | Hamburg: Die von den Ländern Schleswig-Holstein und Hamburg beauftragten Planungsleistungen der Vorplanung zur neuen S-Bahnlinie S4 mit der Entflechtung der Güter- und Personenverkehre sind jetzt abgeschlossen. Die Ergebnisse können ab sofort – in die beiden Lose Hamburg und Schleswig-Holstein unterteilt – auf www.nah.sh/s4 heruntergeladen werden. Mit den Planungsleistungen hatten die beiden Länder zwei Planungsgemeinschaften beauftragt, die sich aus mehreren Ingenieurbüros zusammensetzten.

In der Vorplanung wurden die technische Umsetzbarkeit des erforderlichen Streckenausbaus in verschiedenen Varianten untersucht und hieraus Lösungsvorschläge entwickelt.

Frank Horch, Senator der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation der Freien und Hansestadt Hamburg: „50 Prozent mehr Fahrgäste im Regionalverkehr zwischen Hamburg und Bad Oldesloe gegenüber dem Jahr 2000. Tendenz weiter steigend. Wir müssen das Angebot für die Menschen in Hamburg und der Metropolregion mit einer leistungsfähigen S-Bahn-Verbindung deutlich ausbauen. Mit der Vorplanung ist die Basis geschaffen für die weiteren Projektschritte.“

Schleswig-Holsteins Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie, Reinhard Meyer, sieht auch für Schleswig-Holstein große Vorteile durch die S4: „Die neue S-Bahn kommt nicht nur den Pendlern im Hamburger Umland zugute, sie entlastet den gesamten Nah- und Fernverkehr zwischen Hamburg und Lübeck – auch im Hinblick auf die spätere Anbindung der Festen Fehmarnbeltquerung. Damit wollen wir langfristig länderübergreifend einen komfortablen und zuverlässigen Nahverkehr sicherstellen.“

Als nächste Schritte folgen die Nutzen-Kosten-Analyse, die Sicherstellung der Finanzierung und die Vertiefung der Planung mit der Entscheidung, welche Vorplanungsvarianten weiterverfolgt werden. Eine endgültige Entscheidung zur S4 fällt nach der Nutzen-Kosten-Analyse sowie der Entwurfs- und Genehmigungsplanung inklusive einer weiteren Präzisierung der Kosten. Über die Finanzierung des Vorhabens werden sich die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein mit dem Bund verständigen.

Die S4 soll den Nahverkehr zwischen Hamburg und dem Kreis Stormarn verbessern: durch einen dichten Fahrplantakt, einen zuverlässigen Betrieb mit hoher Pünktlichkeit und eine direkte Verbindung von Bad Oldesloe bis in die Hamburger Innenstadt. Hamburg und Ahrensburg sollen künftig in der Hauptverkehrszeit im 10-Minuten-Takt verbunden werden; zwischen Hamburg und Bad Oldesloe ist ein Stundentakt vorgesehen.

Sie soll darüber hinaus den Hamburger Hauptbahnhof entlasten und zusätzliche Kapazitäten für den Fern- und Güterverkehr zwischen Hamburg und Lübeck schaffen. Die Vorstudien zur S4 haben den Nutzen dieses S-Bahn-Ausbaus aufgezeigt; dieser wurde auch durch Beschlüsse der Hamburgischen Bürgerschaft und des Schleswig-Holsteinischen Landtages zur Realisierung der S4 bestätigt.
Bis Hamburg-Hasselbrook soll die S4 die vorhandenen S-Bahn-Gleise nutzen; zwischen Hasselbrook und Bargteheide ist der Bau einer eigenen S-Bahn-Infrastruktur mit zwei bzw. einem separaten Gleis geplant.

Auf dem letzten Abschnitt bis Bad Oldesloe sollen wieder bestehende Gleise befahren werden. Um das Angebot für die Fahrgäste so komfortabel wie möglich zu machen, ist auch der Neubau von vier bis sechs S-Bahn-Stationen geplant. (Pressemeldung vom 13.12.2013)

Quelle: Senat der Hansestadt Hamburg | Foto: Senat der Hansestadt Hamburg, © Schleswig-Holstein
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