Wirtschaft

Schleswig-Holstein Netz AG plant zusätzliche 120 Millionen Euro Investitionen

19.11.2011

Quickborn: Die Schleswig-Holstein Netz AG – ein Gemeinschaftsunternehmen von mehr als 180 schleswig-holsteinischen Kommunen und der E.ON Hanse AG - plant in den nächsten Jahren über 100 Millionen Euro zusätzlich in den Ausbau des Stromnetzes zu investieren, um regenerativ erzeugte Energie aus Wind, Sonne und Biomasse aufnehmen und verteilen zu können. Weitere 20 Millionen Euro sollen für die Einspeisung von Biogas in das Erdgasnetz fließen. Das ist eine Gesamtsumme von 120 Millionen Euro.
 
„Schleswig-Holstein ist führend bei der Energiewende. Wir machen unsere Netze fit für die nächsten Ausbauschritte bei Windkraft- und Solaranlagen sowie Blockheizkraftwerken und Biogasanlagen“, sagt Matthias Boxberger, Vorstand der Schleswig- Holstein Netz AG und Netzvorstand der E.ON Hanse AG. Boxberger: „Wir investieren in den Ausbau unseres 53.000 Kilometer langen Mittel- und Niederspannungsnetzes sowie unseres Gasnetzes. Damit sorgen wir dafür, dass möglichst viel des regenerativ erzeugten Stroms im Land Schleswig-Holstein verteilt wird – aus der Region für die Region. “
 
In Zahlen bedeutet dies für das Stromnetz der Schleswig-Holstein Netz AG, dass bis Jahresende fast 30.000 Erzeugungsanlagen mit zusammen über 3.500 Megawatt [MW] Leistung ihren Strom ins Netz einspeisen werden. 3.500 MW entsprechen dabei der Leistung von drei modernen konventionellen Kraftwerken.
 
An die Schleswig-Holstein Netz AG als Netzbetreiber werden dadurch erhebliche Anforderungen gestellt, denn es müssen neue Anschlusskabel gelegt, Umspannwerke ertüchtigt, Stromleitungen und Transformatoren verstärkt und Aufnahmeeinrichtungen für Biogas gebaut werden. „Zusätzlich ist dadurch auch ein erheblicher Koordinierungsaufwandbeim Netzbetrieb notwendig, der durch ein zusammenhängendes und großflächiges Netz deutlich erleichtert und kostengünstiger wird“, so Boxberger.
 
„Solche Maßnahmen erfordern beträchtliche finanzielle Anstrengungen, die in diesem Umfang und in der Kürze der Zeit nur ein großes und finanzstarkes Unternehmen aufbringen kann“, ergänzt Andreas Fricke, Vorstand der Schleswig-Holstein Netz AG und Finanzvorstand der E.ON Hanse AG. „Außerdem helfen großflächige Netzstrukturen wie die der Schleswig-Holstein Netz AG, die finanziellen Belastungen aus diesen Investitionen gleichmäßig zu verteilen.“ Denn bei einer Struktur mit vielen kleinen Netzbetreibern würden sich die zusätzlichen Investitionen in Gebieten mit starker regenerativer
Stromerzeugung erheblich über die sogenannten Netzentgelte auf den Strompreis vor Ort niederschlagen. Die Folge wäre eine deutliche finanzielle Belastung gerade der strukturschwachen Räume, die in der Erzeugung regenerativer Energien einen positiven Wirtschafts- und Wachstumsfaktor suchen. Fricke: „Im Gegensatz dazu stärken unsere Maßnahmen gerade die ländlichen Räume in Schleswig-Holstein. Und davon profitieren alle: die Bürger, die Kommunen und ganz Schleswig-Holstein.“ (Pressemeldung vom 18.11.2011)
Quelle: E.ON Hanse AG | Foto: E.ON Hanse AG
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