Wirtschaft

Salzgitter-Konzern: Finanzierung für CO2-arme Stahlproduktion

16.09.2022

Salzgitter AGSalzgitter: Landesregierung Niedersachen und Bundesregierung senden mit der heutigen Unterzeichnung einer Verwaltungsvereinbarung ein starkes Signal für SALCOS® - SAlzgitter Low CO2Steelmaking aus. Nachdem der Aufsichtsrat der Salzgitter AG im Juli Eigenmittel in Höhe von 723 Mio. € für SALCOS® freigegeben hat, konkretisiert diese Unterzeichnung der Vereinbarung durch Ministerpräsident Stephan Weil und Staatssekretär Stefan Wenzel, Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), die Finanzierung von SALCOS® weiter.
 
Am 15.09.2022, haben Ministerpräsident Weil und Staatssekretär Wenzel auf dem Gelände der Salzgitter AG eine sogenannte Verwaltungsvereinbarung zwischen dem Land Niedersachsen und der Bundesrepublik Deutschland zur Lastenverteilung bei der Projektförderung unterzeichnet. Somit steht nun nur noch die Notifizierung der EU-Kommission aus, um die erste Stufe des Transformationsprogrammes SALCOS® komplett umsetzen zu können.
 
Gleichzeitig sind heute elf weitere Vereinbarungen zwischen Bund und Land zur gemeinsamen Finanzierung von Wasserstoffprojekten in Niedersachsen unterzeichnet worden.

  • Niedersächsischer Ministerpräsident Weil und BMWK-Staatssekretär Wenzel unterzeichnen Verwaltungsvereinbarungen zur Bereitstellung von Fördermitteln
  • Finanzierung für CO2-arme Stahlproduktion weiter konkretisiert
  • Wichtiger Schritt der Transformation der Stahlerzeugung in Salzgitter

Salzgitter-Konzern: Finanzierung für CO2-arme Stahlproduktion

Foto: Burkhard Becker, Vorstand Finanzen Salzgitter AG, Dr. Hans-Jürgen Urban, stellvertr. Vorsitzender des Aufsichtsrats der Salzgitter AG, Hasan Cakir, Betriebsratsvorsitzender der Salzgitter Flachstahl GmbH, Olaf Lies, Nieders. Minister für Umwelt Energie, Bauen & Klimaschutz, Stephan Weil, Nieders. Ministerpräsident, Gunnar Groebler, Vorstandsvorsitzender der Salzgitter AG, Reinhold Hilbers, Nieders. Finanzminister, Martin Zappe, Programmleitung SALCOS, Stefan Wenzel, Staatssekretär BMWK, Ulrich Grethe, Konzerngeschäftsleitung Salzgitter AG/GB Stahlerzeugung, Heinz-Gerhard Wente, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Salzgitter AG Foto: Salzgitter AG

Stephan Weil, Ministerpräsident des Landes Niedersachsen: „SALCOS® ist für die Stahlbranche ein echter Durchbruch und für die Region und das Unternehmen ein riesiger Schritt in Richtung Nachhaltigkeit. Für die neuen klimafreundlichen Prozesse werden große Mengen erneuerbarer Energie und grünen Wasserstoffs benötigt. Niedersachsen bietet hier einzigartige Standortvorteile als Windenergieland Nummer eins mit seinen Seehäfen zum Import und zur Verteilung von grünem Wasserstoff und mit seinen großvolumigen unterirdischen Formationen zur Speicherung von Wasserstoff. Die Bedeutung von SALCOS® reicht weit über Salzgitter hinaus und stellt für uns ein besonderes Leuchtturmprojekt dar.“
 
Stefan Wenzel MdB, Parlamentarischer Staatssekretär im BMWK: „Die Bundesregierung fördert die nachhaltigen Dekarbonisierungsschritte der Stahlindustrie. Das SALCOS® Programm wird dazu beitragen, die Stahlindustrie zukünftig zu einem innovativen Werkstoffproduzent zu machen, der die Grundlage vieler Wertschöpfungsketten bildet und zum Erfolg von „Made in Germany“ beiträgt. Wir werden uns in der Bundesregierung für den Aufbau grüner Leitmärkte einsetzen, die das Fundament für die Wirtschaftlichkeit CO2-armer Produkte bilden und helfen, Wertschöpfung, Arbeitsplätze und den Aufbau der Wasserstoffindustrie zu beschleunigen.“
 
Gunnar Groebler, Vorstandsvorsitzender der Salzgitter AG: „Diese Vereinbarung unterstreicht die Ernsthaftigkeit, mit der die gesetzten Klimaschutzziele politisch angegangen werden. Wir sind stolz darauf, mit unserem wegweisenden industriellen Transformationsprogramm signifikant zum Erreichen der Niedersächsischen und damit auch deutschen und europäischen Klimaschutzziele beizutragen. Hiermit unterstreichen wir unser Selbstverständnis, als Pionier die industrielle Dekarbonisierung in Europa voranzutreiben.“

Salzgitter-Konzern: Finanzierung für CO2-arme Stahlproduktion

Foto: v.l.n.r.: Gunnar Groebler, Vorstandsvorsitzender der Salzgitter AG, Stefan Wenzel, Staatssekretär BMWK, Stephan Weil, Nieders. Ministerpräsident, Ulrich Grethe, Konzerngeschäftsleitung Stahlerzeugung/GB Stahlerzeugung, Martin Zappe, Programmleitung SALCOS Foto: © Salzgitter AG 
 
Ziel von SALCOS® ist es, die Stahlproduktion in Salzgitter in drei Stufen bis 2033 komplett auf eine CO2-arme Rohstahlproduktion umzustellen. Die erste Stufe mit einer Rohstahlkapazität von 1,9 Mio. Tonnen pro Jahr soll bereits Ende 2025 in Betrieb gehen. Im Rahmen der Transformation werden zwei Direktreduktionsanlagen und drei Elektroöfen errichtet, die dann die Hochöfen und Konverter sukzessive ersetzen. Damit wird das bisherige auf Kokskohle beruhende Verfahren von einer neuen wasserstoffbasierten Route abgelöst. So sollen rund 95 % der jährlichen CO2-Emissionen von etwa 8 Mio. t eingespart werden. Damit kann rund 1 % der deutschen CO2-Emissionen vermieden werden.

Die Salzgitter AG ist einer der führenden deutschen Stahl- und Technologiekonzerne. Als Vorreiter in der Circular Economy fokussieren wir uns auf die nachhaltige Innovation und Transformation unserer Produkte und Prozesse in den Geschäftsbereichen Stahlerzeugung, Stahlverarbeitung, Handel und Technologie. Mit unserer Strategie „Salzgitter AG 2030“ und dem Grundsatz „Pioneering for Circular Solutions“ setzen wir neue Maßstäbe in der Industrie. Unsere Ansprüche werden durch starke Initiativen und Programme wie SALCOS® - SAlzgitter Low CO2Steelmaking verwirklicht. Mit Partnerschaften und in Netzwerken treiben wir die Weiterentwicklung hin zu einer Circular Economy aktiv voran. Mit rund 25.000 Mitarbeitern weltweit in 150 nationalen und internationalen Tochter- und Beteiligungsgesellschaften werden wir unserem globalen Anspruch an Wachstum, Profitabilität und unserer Vorreiterposition gerecht. Im Geschäftsjahr 2021 erwirtschafteten wir bei einer Rohstahlkapazität von 7 Mio. t rund 10 Mrd. € Außenumsatz.

(Pressemeldung vom 16.09.2022)
Quelle: Salzgitter AG | Foto: Salzgitter AG
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