Wirtschaft

RWE testet Windenergieanlage mit Fertigteil-Fundament

04.09.2022

RWE AGEssen: Für eine Windenergieanlage im Emsland hat RWE ein innovatives Repowering-Projekt beschlossen, das im Bereich Nachhaltigkeit ein Zeichen setzt. Die 1,8-Megawatt-Anlage, die im Windpark Lengerich seit 2003 in Betrieb ist, wird durch eine moderne 5,7-Megawatt-Turbine ersetzt. Damit kann die deutlich leistungsfähigere Windenergieanlage künftig rund 4.000 Haushalte mit klimaneutral erzeugtem Strom versorgen. Bislang hat die bestehende Turbine ausreichend Grünstrom produziert, um den Bedarf von 1.000 Haushalten zu decken.

  • Windpark Lengerich: 1,8 MW-Anlage wird durch 5,7 MW-Turbine ersetzt
  • Erstmals setzt RWE ein Fertigteil-Fundament ein – neue Bauweise verringert CO2-Fußabdruck

„Im Frühjahr 2023 werden wir im Windpark Lengerich eine bestehende Windenergieanlage gegen eine neue leistungsfähigere austauschen. Damit können nicht nur viermal mehr Haushalte als bisher mit grünem Strom versorgt werden. Erstmals testen wir hier auch die Errichtung einer Windturbine auf einem Fertigteil-Fundament. Das spart Zeit und zudem verringern wir den CO2-Fußabdruck unserer Windenergieanlage.“ 
Katja Wünschel, CEO Onshore Wind und Solar Europa & Australien, RWE Renewables

Die neue Anlage wird sich aber noch aus einem weiteren Grund positiv auf die Umwelt auswirken: Denn erstmalig wird RWE beim Bau der neuen Anlage ein Fertigteilfundament einsetzen. Das von der Smart & Green Anker Foundations entwickelte Fundament besteht zu 100 Prozent aus im Betonwerk produzierten Fertigteilen. Dabei wird nur ein Drittel der sonst bei gegossenen Standardfundamenten üblichen Stahl- und Betonmenge verwendet. Da alle Teile in einem Betonwerk vorab produziert werden können, verringert sich zudem die Bauzeit erheblich, da der Bau bei nahezu jedem Wetter stattfinden kann. Auch die Montage verläuft unkomplizierter, kostengünstiger und umweltschonender: Anstatt 120 Betonmischer zu verwenden, werden die Teile per rund 30 LKW-Fahrten angeliefert und anschließend vor Ort verschraubt. Sie können bei einem späteren Rückbau einfach wieder demontiert werden. 

Derzeit läuft der Zertifizierungsprozess des innovativen Fundaments. Mit diesem wird für die bereits genehmigte Windenergieanlage eine Änderungsgenehmigung beantragt. Der Rückbau der alten Windenergieanlage ist für Frühjahr nächsten Jahres geplant. Dann erfolgt auch der Baustart der neuen Anlage, die im vierten Quartal 2023 ihren Betrieb aufnehmen soll. Die Nabenhöhe beträgt 118 Meter, das Fundament wird ein Gewicht von rund 800 Tonnen aufweisen.  

RWE testet Windenergieanlage mit Fertigteil-Fundament

Foto: Repowering-Pilotprojekt im Emsland: RWE testet Windenergieanlage mit Fertigteil-Fundament  Foto: RWE AG, RWE Renewables GmbH

RWE ist eines der führenden Unternehmen im Bereich der Erneuerbaren Energien und weltweit die Nummer 2 bei Offshore-Wind. Im Rahmen seiner Investitions- und Wachstumsstrategie „Growing Green“ will das Unternehmen bis 2030 seine Kapazität im Bereich Offshore-Wind von derzeit rund 3 Gigawatt (GW) auf 8 GW verdreifachen. Und auch in Deutschland zieht RWE das Tempo an: Bis zu 15 Milliarden Euro brutto sollen bis 2030 im Heimatmarkt in die grüne Energiewelt investiert werden. So will RWE auch bei der Offshore-Windkraft weiter wachsen: RWE treibt gemeinsam mit ihrem kanadischen Partner Northland Power die Entwicklung eines großen Offshore-Windclusters in der deutschen Nordsee voran. Insgesamt drei Windparks mit einer installierten Gesamtleistung von über 1,3 GW wollen die Partner nördlich der Insel Juist errichten und vorrausichtlich 2026 beziehungsweise 2028 in Betrieb nehmen. Diese geplanten Windparks können pro Jahr so viel Ökostrom produzieren, dass sie den Bedarf von bis zu 1,6 Millionen Haushalten decken. In direkter Nähe entwickelt RWE einen weiteren Windpark mit einer Leistung von 225 MW.

RWE Renewables GmbH

(Pressemeldung vom 24.09.2022)
Quelle: RWE AG | Foto: RWE AG
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