Wirtschaft

RWE Innogy - EEG-Novelle macht geplantes Biogasprojekt unwirtschaftlich

21.07.2014

Essen: Die Naturdünger Münsterland (NDM) und RWE Innogy haben gemeinsam und einvernehmlich beschlossen, nicht weiter an den ursprünglichen Plänen für die Errichtung und den Betrieb der Biogasanlage in Velen festzuhalten. Grund dafür ist die Reform des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG), deren Verabschiedung dem geplanten Biogasprojekt die wirtschaftliche Grundlage entzieht.

Am 11. Juli stimmte der Bundesrat dem Gesetz zur grundlegenden Reform des EEG zu. Damit kann nach Unterzeichnung durch den Bundespräsidenten das Gesetz planmäßig zum 1. August in Kraft treten. Die folgenden Änderungen am EEG haben erhebliche Auswirkungen auf größere Biogasprojekte und machen auch die geplante Anlage in Velen unwirtschaftlich:

  • Erhebliche Reduktion der Vergütungssätze für Biogas,
  • Streichung der Einsatzstoffvergütungsklassen, auch für landwirtschaftliche Reststoffe,
  • Ersatzlose Streichung des Gasaufbereitungsbonus.

NDM und RWE Innogy wollten als gleichberechtigte Partner die Errichtung und den Betrieb einer modernen Biogasanlage realisieren. Diese Partnerschaft wird in Folge des aktuellen Gesetzesbeschlusses beendet. Unterstützt wurde das Projekt vom Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband (WLV), dem Kooperationspartner von RWE Innogy im Bereich Biogas. Da mit dem neuen EEG auch dieser Zusammenarbeit die Grundlage für künftige vergleichbare Projekte entzogen wird, beenden RWE Innogy und der WLV ebenfalls ihre Kooperation. WLV, NDM und RWE Innogy bedauern, die partnerschaftliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit in diesem innovativen Projekt zum jetzigen Zeitpunkt nicht fortsetzen zu können.

Die ursprünglich geplante Biogasanlage in Velen
RWE Innogy und die Naturdünger Münsterland GmbH & Co. KG wollten in Velen eine Biogasanlage mit einer installierten Leistung von 4,2 Megawatt bauen. Die Einsatzstoffe: 90 Prozent Güllefeststoffe, die aus etwa 700.000 Kubikmeter Roh-Gülle gewonnen werden, und zehn Prozent Zwischenfrüchte. Die Gülle sollte auf den Betrieben vor Ort separiert werden. Das innovative Anlagenkonzept sah neben der Aufbereitung und Einspeisung des Biogases in das Erdgasnetz eine Gärrestkomplettaufbereitung mit Düngerrückgewinnung vor, die eine Lösung für den zunehmenden Nährstoffüberhang der Region geboten hätte.
Geplant war ursprünglich, im Herbst 2013 das Genehmigungsverfahren für die Biogasanlage zu eröffnen. Aufgrund der geplanten Novelle des EEG haben RWE Innogy und NDM jedoch beschlossen, mit der Einreichung bis zur Verabschiedung des Gesetzes zu warten. Da die EEG-Novelle dem Projekt die wirtschaftliche Grundlage entzieht, haben sich beide Partner nach der Zustimmung des Bundesrats einvernehmlich darauf verständigt, dieses Projekt nicht weiter zu verfolgen. (Pressemeldung vom 22.07.2014) 

Quelle: RWE Innogy GmbH | Foto: RWE Innogy
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