Wirtschaft

RWE chartert zwei schwimmende LNG-Terminals

06.05.2022

RWE AGEssen: Im Bemühen, Deutschland aus der Abhängigkeit von russischem Gas zu lösen, wurde jetzt ein wichtiger Meilenstein erreicht: Im Auftrag und im Namen der Bundesregierung hat RWE zwei sogenannte Floating Storage and Regasification Units (FSRU) gechartert. FSRUs sind Spezialschiffe, die eine schnelle Übergangslösung zum Anlanden von verflüssigtem Erdgas (LNG) bieten, bis die ersten LNG-Terminals auf dem deutschen Festland fertiggestellt sind. RWE wird auch den Betrieb der Schiffe managen.

  • Unternehmen handelt im Auftrag und im Namen der Bundesregierung
  • Schiffe sollen bereits im kommenden Winter einsatzbereit sein

„RWE hat im Auftrag und im Namen der Bundesregierung zwei Spezialschiffe gechartert, mit denen Flüssiggas importiert und direkt ins deutsche Gasnetz eingespeist werden kann. Damit unterstützt das Unternehmen die Bundesregierung dabei, die Versorgungssicherheit in Deutschland kurzfristig zu stärken und sich so schnell wie möglich aus einer einseitigen Energie-Abhängigkeit zu lösen. Schon ab dem nächsten Jahr wird es somit möglich sein, einen Teil des russischen Gases zu ersetzen.“ Andree Stracke, Vorsitzender der Geschäftsführung der RWE Supply & Trading

Beide Schiffe sind Eigentum von Höegh LNG – dem Betreiber der weltgrößten FSRU-Flotte. Jedes der Schiffe ist in der Lage, in einem Entladevorgang je bis zu 170.000 Kubikmeter LNG von Tankern aufzunehmen, an Bord in den gasförmigen Aggregatzustand zu überführen und anschließend ins Gasnetz einzuspeisen. Mit den beiden 300 Meter langen FSRU können jährlich zwischen 10 und 14 Milliarden (Mrd.) Kubikmeter Erdgas für den deutschen Gasmarkt verfügbar gemacht werden. Zum Vergleich: der Durchsatz eines fest verbauten LNG-Terminals liegt zwischen 8 und 10 Mrd. Kubikmetern pro Jahr.

RWE chartert zwei schwimmende LNG-Terminals

Infografik: RWE AG

Geplant ist, dass die FSRU-Plattformen bereits im kommenden Winter ihre Arbeit aufnehmen. Die Betriebsverantwortung für die schwimmenden Anlagen liegt vorerst bei RWE, die alle kommerziellen Entscheidungen rund um den Einsatz der Schiffe trifft und diesen im Interesse der Bundesregierung optimiert. Den technischen Betrieb lässt RWE über Höegh LNG abwickeln.

Die Rahmenbedingungen für die Beschaffung des Flüssiggases auf dem Weltmarkt obliegen der Bundesregierung.

Die Höegh-Schiffe sind zwei von vier schwimmenden Terminals, deren Charter die deutsche Bundesregierung bei RWE und Uniper in Auftrag gegeben hat. Im nächsten Schritt muss festgelegt werden, welche Entladestandorte vorgesehen sind. In Frage kamen Wilhelmshaven, Brunsbüttel, Rostock oder Stade. Heute wurde eine erste Entscheidung für Wilhelmshaven als FSRU-Standort bekannt gegeben.

RWE ist eines der führenden Unternehmen im Bereich der Erneuerbaren Energien und weltweit die Nummer 2 bei Offshore-Wind. Im Rahmen seiner Investitions- und Wachstumsstrategie „Growing Green“ will das Unternehmen bis 2030 seine Kapazität im Bereich Offshore-Wind von derzeit 2,4 Gigawatt (GW) auf 8 GW verdreifachen. Und auch in Deutschland zieht RWE das Tempo an: Bis zu 15 Milliarden Euro brutto sollen bis 2030 im Heimatmarkt in die grüne Energiewelt investiert werden. So will RWE auch bei der Offshore-Windkraft weiter wachsen: RWE treibt gemeinsam mit ihrem kanadischen Partner Northland Power die Entwicklung eines großen Offshore-Windclusters in der deutschen Nordsee voran. Insgesamt drei Windparks mit einer installierten Gesamtleistung von über 1,3 GW wollen die Partner nördlich der Insel Juist errichten und vorrausichtlich 2026 beziehungsweise 2028 in Betrieb nehmen. Diese geplanten Windparks können pro Jahr so viel Ökostrom produzieren, dass sie den Bedarf von bis zu 1,6 Millionen Haushalten decken. In direkter Nähe entwickelt RWE einen weiteren Windpark mit einer Leistung von 225 MW.

(Pressemeldung vom 06.05.2022)
Quelle: RWE AG | Foto: RWE AG
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