Wirtschaft

Rostock: Wirtschaftsverkehr auf der A19 massiv beeinträchtigt – IHK fordert zügiges Handeln der Straßenbauverwaltung

07.05.2015

IHK zu Rostock | Industrie- und Handelskammer zu Rostock Rostock: „Bei der Sicherung der Petersdorfer Brücke müssen jetzt alle technischen Optionen zügig geprüft werden, ob und mit welchen Verstärkungsmaßnahmen die Tragfähigkeit der Brücke auf der A19 möglichst kurzfristig wieder hergestellt werden kann“, fordert Jens Rademacher, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Rostock. Dabei dürften auch eventuelle Mehrkosten kein Hindernis sein.

„Straßen und Autobahnen sind keine Striche auf der Landkarte, die einfach wegradiert werden können. Die Wirtschaft ist auf funktionierende Verkehrswege angewiesen. Die gesamte Wirtschaftsregion braucht eine durchgängige Autobahnanbindung für den Straßengüterverkehr. Die A19 ist die einzige Nord-Süd-Verbindung und Zufahrt zum Hafen Rostock sowie für den Fährverkehr. Dass diese Verbindung nicht mehr durchgängig für den Straßengüterverkehr und für Busse zur Verfügung steht, ist ein katastrophaler und nicht haltbarer Zustand“, so Jens Rademacher, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Rostock. Unzumutbar sei auch die Unzuverlässigkeit einer Zeitplanung für die Beendigung dieses Zustandes.

In den vergangenen Tagen haben sich bereits mehrere Unternehmen an die IHK gewandt und ihrem Ärger Luft gemacht. Durch die Umleitung brauchen die schwereren Fahrzeuge bis zu 45 Minuten länger. Dadurch ergeben sich akute Probleme bei der Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten. Ein verlässliches Erreichen der Fähren im Rostocker Hafen ist nicht mehr gegeben. Für den Reiseverkehr mit Bussen und bei Fernbussen zwischen Rostock und Berlin muss mehr Zeit eingeplant werden, was die Standort-Attraktivität deutlich beeinträchtigt. Kritisch stellt sich die Situation auch für die gerade begonnene Kreuzfahrtsaison dar: Viele Passagiere nutzen den Stopp in Warnemünde, um einen Tagesausflug per Reisebus nach Berlin zu unternehmen. Diese Zeiten sind ohnehin sehr knapp kalkuliert, das Erreichen des Schiffes auf dem Rückweg kann nicht mehr verlässlich geplant werden.

Jens Rademacher: „Oberste Priorität hat aktuell die Sicherung der Petersdorfer Brücke, um ein Totalversagen der Brücke zu verhindern. Aber auch die Bautechnologie für den Ersatzneubau der gesamten Brücke muss auf den Prüfstand, denn ab Herbst 2015 soll der jetzt eingeschränkte Brückenteil Richtung Rostock zusätzlich die Fahrzeuge Richtung Berlin aufnehmen. Sollte eine Stabilisierung des Brückenteils und Freigabe für den Schwerverkehr (Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen) nicht gelingen, würden die Einschränkungen dann für beide Fahrtrichtungen bis zur Fertigstellung des neuen Brückenteils in Fahrtrichtung Berlin andauern.“ Nach gegenwärtiger Planung ist für den Neubau dieses Brückenteils ein Zeitraum bis Juni 2017 vorgesehen. Der IHK-Hauptgeschäftsführer: „Dies ist für den Wirtschaftsverkehr eine Katastrophe. Dauerhafte Belastungen für die Anwohner und Tourismus-Orte an der Umleitungsstrecke wären die Folge.“

Die IHKs in Mecklenburg-Vorpommern fordern seit Jahren, dass der Erhalt der Infrastruktur nicht vernachlässigt werden darf. Verkehrswege sind die Lebensadern der Wirtschaft. Die notwendige Finanzausstattung ist daher unbedingt sicher zu stellen. (Pressemeldung vom 07.05.2015)

Quelle: IHK Rostock | Foto: IHK Rostock
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