Wirtschaft

Regiopole-Netzwerk Rostock: Nur gemeinsam sind wir stark

12.04.2014

Rostock: Der Bundestagsabgeordnete Peter Stein und der Leiter der Regiopolregion Rostock Christian Kluck haben am Donnerstag, den 10. April 2014, Bundestagsabgeordnete aus verschiedenen mittelgroßen Städten in Berlin über das Thema Regiopole informiert.
„Mehrere Jahre harte Arbeit sind bereits ins Land gegangen, um dieses Thema anzuschieben. Und wir bleiben dran“, sagte Stein: „Nur gemeinsam sind wir stark - muss unser Leitgedanke sein.“ In einem Impulsreferat stellte Christian Kluck kurz das Konzept und dessen Möglichkeiten den Abgeordneten vor.

Doch wofür steht eigentlich Regiopole? Der Regiopolenansatz ist geboren worden, um Lücken im Städtesystem zu schließen und um auf die Bedeutung kleinerer Großstädte hinzuweisen. Der Status als Metropole ist mittlerweile eine feste Größe im politischen Raumordnungssystem. „Aber mittelgroßen Städten wie Rostock, Kiel, Saarbrücken oder Trier werden gegenwärtig in der bundesweiten Öffentlichkeit, gemessen an ihren herausragenden Funktionen, kaum Beachtung entgegen gebracht“, erklärte der Rostocker Abgeordnete Stein. Dies erschwere unter anderem eine Entwicklung in kultureller, wirtschaftlicher oder wissenschaftlicher Form. „Wir haben im Grunde doch mehr zu bieten als Großstädte, weniger Kriminalität und Anonymität, kürzere Wege sowie weniger Lärmbelästigung aber auch eine gut vernetzte Wissenschaft und Forschung und vieles mehr“, sind sich Stein und seine Kollegen einig.

Nationaler Vorreiter bei diesem Thema ist die Regiopolregion Rostock.

Die Regiopolregion Rostock umfasst im Wesentlichen die Hansestadt und den Landkreis Rostock, zu dem die drei Mittelzentren Güstrow, Bad Doberan und Teterow gehören. Ihr Verflechtungsraum geht jedoch über die Grenzen des Landkreises hinaus und ist beispielsweise attraktiv für das Mittelzentrum Ribnitz-Damgarten. Die Hansestadt Rostock an der Ostsee mit Hafen und Universität auf der einen Seite und eine kleinstädtisch geprägte Kulturlandschaft mit zahlreichen Seen und Flüssen und viel Natur auf der anderen Seite machen die Region zu einem attraktiven Lebensraum für rund 500.000 Einwohner.
 
Rostock-Warnemünde ist als bedeutender Anlegepunkt der internationalen Kreuzfahrtschifffahrt und "Badewanne Berlins" gleichzeitig ein wichtiges touristisches Ziel in Mecklenburg-Vorpommern. Der Tourismus prägt wesentlich das gesamte Band längs der Ostseeküste, an dem sich so bekannte Seebäder wie Heiligendamm und Kühlungsborn finden.
 
Auch das "Hinterland" wird durch Wasser, nämlich die Flusssysteme der Warnow und der Recknitz sowie zahlreiche Seen, geprägt. Als uralte Kulturlandschaft mit noch weitgehend naturnahen Landschaftsräumen und sehenswerten Kleinstädten wird auch dieser Teil der Regiopolregion immer stärker von Touristen entdeckt und zieht ferner Zuwanderer an, die hier ihren Lebensabend genießen wollen.
Die Kreistadt Güstrow des Landkreises Rostock - Barlachstadt und mit über 30.000 Einwohnern zweitgrößte Stadt der Regiopolregion -  gewinnt in diesem Zusammenhang auch eine neue Attraktivität, die sich in einer deutlichen Belebung der liebevoll restaurierten historischen Innenstadt ausdrückt. 
 
Einbindung in den Ostseeraum und darüber hinaus
 
Rostock selbst ist mit über 200.000 Einwohnern die mit Abstand größte Stadt in Mecklenburg-Vorpommern. Durch die Lage als Hafenstadt direkt an der Küste und die gute Anbindung ins Hinterland über zwei Autobahnen (A 19 und A 20), den Flughafen Rostock/Laage und die Eisenbahn konnte sich Rostock zum logistischen Drehkreuz entwickeln und ist ein wichtiger Verknüpfungspunkt für die Verbindung von Skandinavien und dem Baltikum über Berlin in den Süden Europas. Die wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Beziehungen in die anderen Ostseeanrainerstaaten gewinnen insgesamt - auch gefördert durch Projekte der Europäischen Union - immer mehr an Bedeutung. Die Traditionen des alten Hanseraums leben in moderner Variante wieder auf.
Die Kernstädte der nächstgelegenen Metropolregionen Berlin, Hamburg und Kopenhagen sind jeweils knapp 200 km entfernt. Genug Abstand, um eine eigenständige regionale Entwicklung zu erlauben und zu erfordern – genug Nähe, um ein enges Netz an Beziehungen zu knüpfen und vom regen Austausch zu profitieren.

Seit 2006 wirken regionale Akteure, darunter Stadt und Landkreis Rostock sowie die Industrie- und Handelskammer zu Rostock (IHK), zusammen an der Umsetzung und etablieren sich als Regi-opolregion Rostock. „Einer der Ziele ist es, die gemeinsame Interessenvertretung von Regiopole-Städten in Deutschland zu etablieren“, erklärt Kluck den Bundestagsabgeordneten. Regiopolen seien Partner auf Augenhöhe und keine Konkurrenten. Deshalb sollen gemeinsame Projekte mit einer entsprechenden Akquise von Fördermitteln auf nationaler und europäischer Ebene entwickelt werden, so Kluck weiter. Aber auch Erfahrungen wolle man zwischen den Netzwerkpartnern austauschen. Erste Schritte zu einem Netzwerk sind bereits getan. „Als Regiopolist der ersten Stunde freue ich mich, dass es an diesem Thema auch im Nachgang der Veranstaltung ein sehr hohes Interesse gibt“, sagte Stein abschließend. (Pressemeldung vom 12.04.2014)

Quelle: Büro Peter Stein, MdB; CDU | Foto: Büro Peter Stein
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