Wissenschaft

Qualität des Grund- und Trinkwassers in M-V auf sehr hohem Niveau

22.06.2012

MV Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Schwerin: Zur Verbesserung der Trinkwasserversorgung wurden von 1991 bis 2006 rund 280 Millionen Euro, davon 100 Millionen Fördergelder investiert. Damit wurden 27 Wasserwerke neu gebaut, 51 Wasserwerke erweitert und 1.270 km Leitungen neu verlegt.
 
Derzeit werden in Mecklenburg-Vorpommern 573 öffentliche Kläranlagen betrieben, wobei die größeren neben der mechanisch-biologischen Behandlung über Einrichtungen zur Nitrifikation, Denitrifikation und Phosphorelimination verfügen. Insgesamt werden bei ca. 90 Prozent der anfallenden Abwässer gezielt die Nährstoffe Stickstoff und Phosphor verringert.
 
In 2011 haben alle kommunalen Kläranlagen im Land zusammen eine Frachtreduzierung von rund 46.899 t organischer Belastung, rund 6.331 t Gesamtstickstoff und 1.365  t Gesamtphosphor erbracht. Weiterhin hat Mecklenburg-Vorpommern als das erste Bundesland eine landesweite Karte erstellt, die einen Überblick über das gesamte Grundwasservorkommen gibt. Auf dieser wird das nutzbare Angebot und Bereiche, in denen eine Grundwassernutzung nicht oder nur eingeschränkt möglich ist, dargestellt.
 
Ein weiterer Grund für die Verbesserung der Qualität des Wassers liegt darin begründet, dass Landwirtschaft und Gewässerschutz besser zusammenarbeiten. So wurde beispielsweise nach der Zusammenlegung von Umwelt- und Landwirtschaftsministerium 2006 eine Arbeitsgruppe "Diffuse Nährstoffe" gegründet. Dabei wurden das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG), die Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei M-V (LALLF) und die Landwirtschaftsberatung GmbH mit der Zuständigen Stelle für landwirtschaftliches Fachrecht und Beratung und beauftragt, ein "Konzept zur Minderung der diffusen Nährstoffbelastungen von Oberflächengewässer und Grundwasser" zu erstellen. "Im letzten Jahr wurde dieses Konzept veröffentlicht und es liegt der erste Zwischenbericht dazu vor. Dabei wurde deutlich, dass z.B. die mineralischen Stickstoffgehalte im Boden eine stark rückläufige Tendenz aufweisen. So wurden 1996 bei Raps 70 kg/ha und bei Winterweizen von 80 kg/ha gemessen, in 2011 haben die Landwirte die Werte auf 30 kg/ha bei Raps und 60 kg/ha bei Winterweizen gesenkt", sagte der Minister heute in Schwerin.
 
Besonders grundwasserschonend ist der ökologische Landbau. Im Ländervergleich belegt das Bundesland bei der Betriebszahl den ersten Platz, beim Flächenanteil nach den Bundesländern Brandenburg, Saarland und Hessen den vierten Platz. "Um günstige Rahmenbedingungen zu schaffen, stellen wir in der Förderperiode 2007-2013 allein für die ökologische Bewirtschaftung von Landwirtschaftsflächen ca. 115 Mill. Euro - 46 Millionen Euro mehr als in der vergangenen Förderperiode – zur Verfügung. Das ist ge-lebter Grundwasserschutz", betonte der Minister.
 
"Gerade wenn man bedankt, dass weltweit mehr als eine Milliarde Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben; dass etwa 2,4 Milliarden Menschen ohne sanitäre Anlagen auskommen müssen; können wir sehen, wie gut es uns hier in Mecklenburg-Vorpommern eigentlich geht. Wenn wir mal über den Tellerrand hinaus schauen, können wir erkennen, dass hier vor Ort kein akuter Handlungsbedarf besteht. Damit dürfen wir uns glücklich schätzen", hob Minister Dr. Backhaus hervor. (Pressemitteilung 20.06.2012)
Quelle: LU MV Nr. 116/12 | Foto: MV
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