Gesellschaft

Port of Hamburg - Die PEKING kehrt zurück nach Hamburg

10.09.2020

Hafen Hamburg Marketing e.V.  (HHM)Hamburg: Nach 88 Jahren kehrte die historische Viermastbark PEKING in ihren Heimathafen zurück. Am Montagmorgen (7. September 2020) verließ der einstige Frachtsegler in einem Schlepperverband die Peters Werft in Wewelsfleth, wo sie im Auftrag der Stiftung Hamburg Maritim (SHM) erfolgreich restauriert wurde. An ihrem Interimsliegeplatz am Bremerkai wird die PEKING in den nächsten Monaten zum Leitobjekt des zukünftigen Deutschen Hafenmuseums durch die Stiftung Historische Museen Hamburg (SHMH) ausgebaut.
 
Vom Stapel gelassen wurde die Viermast-Stahlbark 1911 in Hamburg bei Blohm + Voss. Die PEKING gehört zu den sogenannten „Flying P-Linern“ der Hamburger Traditionsreederei F. Laeisz, die weltweit für ihre Sicherheit und Geschwindigkeit bekannt waren. Zusammen mit ihren acht Schwesterschiffen wurde die PEKING hauptsächlich im Salpeter-Handel mit Südamerika eingesetzt und umrundete so ganze 34 Mal das legendäre Kap Hoorn. Nach einem Umbau 1932 wurde die PEKING einige Zeit unter dem Namen ARETHUSA als Internatsschiff eingesetzt. 1974 wurde der Frachtsegler vom South Seaport Museum in New York gekauft, wo sie über 40 Jahre als Museumsschiff diente, bevor sie 2015 von der Stiftung Hamburg Maritim übernommen wurde.
 
Daten zum Schiff:
  • Schiffstyp Frachtsegler
  • Länge über alles 115 m
  • Breite 14,40 m
  • Tiefgang max. 7,24 m
  • Takelagetyp Viermastbark
  • Masthöhe 62 m (über Kiel); 51 m (über Deck); 54 m (über Wasserlinie)
  • Segelfläche 4100 m²
  • Geschwindigkeit max. 17 kn (31 km/h)
  • Besatzung 31 Mann + 43 Seeoffiziersanwärter
  • Indienststellung 16. Mai 1911
  • Heimathafen Hamburg
  • Bauwerft Blohm & Voss
Ab Sommer 2021 soll die PEKING für Besucherinnen und Besucher als neues Highlight des Deutschen Hafenmuseums zugänglich sein, dessen Eröffnung für 2025 in Hamburg geplant ist.
 
Die PEKING auf dem Weg in ihren Heimathafen. Foto: HHM Catharina Pape
Foto: Die PEKING auf dem Weg in ihren Heimathafen. Foto:  © HHM/Catharina Pape
 
Auch wenn die historische Salpeter-Route Hamburg-Chile heute nicht mehr mit Traditionsseglern befahren wird, ist der Hamburger Hafen im Südamerika-Handel gut aufgestellt. Insgesamt elf Liniendienste verbinden Deutschlands größten Universalhafen mit Südamerika, von denen vier regelmäßig die Häfen Arica, Iquique, Puerto Angamos, San Antonio und Valparaiso in Chile anlaufen.
 
Salpeter wurde inzwischen größtenteils durch chemische Düngemittel ersetzt, die an Hamburgs zahlreichen Massengutterminals umgeschlagen werden. Selbst unter den wirtschaftlich schweren Bedingungen der letzten Monate erreichte der Hamburger Hafen ein Plus von 8,1 Prozent im Umschlag von Düngemitteln..
 
(Pressemeldung vom 10.09.2020)
Quelle: Hafen Hamburg Marketing e.V. | Foto: Hafen Hamburg Marketing e.V., © HHM/Catharina Pape
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