Bildung

PISA-Nachfolgestudie: Ländervergleich - IQB-Bildungstrend

17.10.2022

Senat Hansestadt HamburgHamburg: Fünf Jahre nach der letzten bundesweiten Lernstandsuntersuchung von Grundschülerinnen und Grundschülern bestätigt der neue IQB-Bildungstrend (PISA-Nachfolgestudie): Hamburgs Schülerinnen und Schüler haben sich im Vergleich der 16 Bundesländer erneut erheblich verbessert. In allen Ländern sind die Leistungen der Viertklässlerinnen und Viertklässler vor allem wegen der Corona-Schulschließungen deutlich zurückgegangen. Bei Hamburgs Kindern fällt der Rückgang sehr viel geringer aus, dadurch verbessert Hamburg seine Position im Ländervergleich deutlich.
 
Schulsenator Ties Rabe: „Das ist das mit Abstand beste Ergebnis von Hamburger Schülerinnen und Schülern seit Beginn der bundesweiten Lernstandsuntersuchungen vor über 20 Jahren. Jahrelang bildeten die Stadtstaaten Hamburg, Berlin und Bremen das Schlusstrio der 16 Bundesländer. Jetzt haben sich Hamburgs Schülerinnen und Schüler im Vergleich der 16 Bundesländer erheblich verbessert und liegen durchschnittlich auf Platz 6. Das macht Mut, aber es bleibt noch viel zu tun.“
 
Wie stark sich Hamburgs Schülerinnen und Schüler im Vergleich der 16 Bundesländer verbessern konnten, wird im Vergleich der vorangegangenen IQB-Länderstudien der letzten zehn Jahre deutlich:
 

  • Im Bereich „Lesen“ verbesserte sich Hamburg von Platz 14 (2011) auf Platz 3 (2021).
  • Im Bereich „Zuhören“ verbesserte sich Hamburg von Platz 13 (2011) auf Platz 5 (2021).
  • Im Bereich „Rechtschreibung“ verbesserte sich Hamburg von Platz 13 (2016) auf Platz 8 (2021).
  • Im Bereich „Mathematik“ verbesserte sich Hamburg von Platz 14 (2011) auf Platz 8.

Senator Rabe: „Kein anderes Bundesland hat sich in den letzten zehn Jahren so stark verbessert wie Hamburg. 2011 lagen die Leistungen der Hamburger Schülerinnen und Schüler im Vergleich aller 16 Bundesländer über alle Fächer hinweg durchschnittlich auf Platz 14, heute auf Platz 6. Das ist ein schöner Erfolg unserer Politik, die auf gezielte Förderung und auf Leistung setzt. Hamburgs Schülerinnen und Schüler nehmen im Schnitt alle zwei Jahre an den KERMIT-Lernstandserhebungen teil. Daraus erhalten Hamburgs Lehrkräfte wichtige Rückmeldungen für ihre Unterrichtsentwicklung. Ich bedanke mich bei unseren Lehrerinnen und Lehrern, die auch durch ihr beharrliches Engagement die jetzt erneut unabhängig festgestellte tolle Entwicklung bei Hamburgs Schülerinnen und Schülern ermöglicht haben.“
 
Im aktuellen „IQB-Bildungstrend Klasse 4“ wurden unmittelbar nach Ende des Corona-Lockdowns im Mai 2021 die Kompetenzen der Viertklässler in allen 16 Bundesländern überprüft. Der „IQB-Bildungstrend“ wurde von der Kultusministerkonferenz beauftragt, findet alle fünf Jahre statt und wird vom „Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen“ IQB der Humboldt-Universität Berlin durchgeführt. Überprüft werden in Klassenstufe 4 die Schlüsselkompetenzen „Lesen“, „Zuhören“, „Rechtschreibung“ und „Mathematik“, weil diese Kompetenzen für die Bildung in allen Schulfächern eine besondere Bedeutung haben. In jeder der vier Schlüsselkompetenzen wird die Leistung der Schülerinnen und Schüler auf einer 500er-Punkteskala abgebildet, für genauere Analysen werden zusätzlich der Anteil von Schülern mit sehr guten Leistungen („Optimalstandard erreicht“), unzureichenden Leistungen („Minimalstandard nicht erreicht“) und regulären Leistungen („Regelstandard erreicht“) ermittelt.
 
Der aktuelle Bildungstrend zeigt, dass die Leistungen der Viertklässler im Vergleich zur ersten Untersuchung 2011 schwächer geworden sind. Vermutlich haben die monatelangen Schulschließungen und Unterrichtsunterbrechungen in der Corona-Zeit tiefe Spuren hinterlassen. Zudem hat sich die soziale Zusammensetzung der Schülerschaft verändert: Im Bundesdurchschnitt stieg der Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund von 24,7 Prozent (2011) auf 38,3 Prozent (2021). Kinder mit Migrationshintergrund haben öfter sprachliche Schwierigkeiten und häufiger geringere Lernerfolge. Die geringsten Anteile weisen die ostdeutschen Länder mit durchschnittlich weniger als 14 Prozent auf. Den höchsten Anteil haben Bremen (58,3 Prozent) und Hamburg (51,8 Prozent). Aufgrund der sozialen Zusammensetzung der Schülerschaft belegen die Stadtstaaten bei Ländervergleichen in der Regel die letzten Plätze. Deshalb ist die deutliche Verbesserung Hamburgs besonders auffällig.
 
Insgesamt verschlechterten sich die Leistungen der Schülerinnen und Schüler in den vier Kompetenzbereichen deutschlandweit in den letzten zehn Jahren von 2011 bis 2021 um durchschnittlich rund 34 Punkte von 500 auf 466 Punkte. In Hamburg sanken die Leistungen dagegen nur um jeweils rund 10 Punkte von 478 auf 469 Punkte. Dadurch verbessert sich Hamburg im Vergleich der 16 Länder in allen getesteten Bereichen deutlich, liegt jetzt in allen Bereichen über dem Bundesdurchschnitt.
 
Schulsenator Ties Rabe: „Ich freue mich sehr über das im Bundesvergleich gute Abschneiden der Hamburger Schülerinnen und Schüler. Dafür haben wir viel getan:

  • Wir fördern gezielt schwächere Schülerinnen und Schüler zum Beispiel durch kostenlose Nachhilfe, zusätzliche Lernferien, zusätzliche Sprachförderung und mehr Lehrkräfte, aber auch durch kostenlose Ganztagsangebote und Vorschulangebote.
  • Wir fördern gezielt den Unterricht im Lesen, in Sprachbildung, Rechtschreibung und Mathematik durch mehr Unterricht, klarere Bildungspläne, das Fachlehrerprinzip, Schulungen für Lehrkräfte, konkrete Unterrichtshandreichungen und bessere Unterrichtskonzepte.
  • Wir setzen konsequent auf Leistung: mit mehr Klausuren in der Rechtschreibung, regelmäßigen Lernstandsuntersuchungen, Schulinspektionen und zentralen Abschlussprüfungen.“

Rabe weiter: „Hamburg kann sich vom schlechten Bundestrend absetzen. Beim ersten Vergleichstest 2011 belegten Hamburgs Schülerinnen und Schüler durchschnittlich Platz 14 unter den 16 Bundesländern. 2021 liegen wir im Durchschnitt auf Platz 6, obwohl Hamburg wie die anderen Stadtstaaten auch deutlich mehr Schülerinnen und Schüler aus bildungsfernen Familien aufweist als andere Bundesländer. Das sollte uns Mut machen - aber wir können und müssen noch besser werden. Denn der Hamburger Erfolg vollzieht sich vor dem Hintergrund insgesamt deutlich abnehmender Leistungen in allen Bundesländern. Auch wenn ein großer Teil der Probleme sicher auf den einmaligen Corona-Effekt zurückzuführen ist, so können wir unseren Schülerinnen und Schülern nur dann gute Startchancen geben, wenn wir weiterhin konsequent auf guten Unterricht, gute Kernkompetenzen und Leistung setzen. Ich bin überzeigt, dass die erst vor kurzem eingeleiteten zusätzlichen Maßnahmen wie etwa die BiSS-Leseoffensive, die Bildungsoffensive Vorschule mit einem klareren Bildungsplan, die Förderangebote „Aufholen nach Corona“ und die neuen Bildungspläne Früchte tragen werden.“
 
Hintergrund: Ergebnisse des IQB Bildungstrends 2021 4. Klasse für Hamburg

PISA-Nachfolgestudie: Ländervergleich - IQB-Bildungstrend

Infografik: © IQB-Bildungstrend 2021

PISA-Nachfolgestudie: Ländervergleich - IQB-Bildungstrend

Infografik: © IQB-Bildungstrend 2021


Hamburger Maßnahmen zur Kompetenzverbesserung bei Schülerinnen und Schülern

Konsequente Förderung der schwächeren Schülerinnen und Schüler

  1. Grundschulen in sozial schwieriger Lage bekommen bis zu 50 Prozent mehr Personal, haben kleinere Klassen und mehr Fördermöglichkeiten.
  2. Im zweigliedrigen Hamburger Schulsystem bekommen die Stadtteilschulen bei gleicher Schülerzahl rund 35 Prozent mehr Personal als gleichgroße Gymnasien.
  3. Mit dem Projekt „D23+“ werden knapp 40 Schulen in sozial besonders schwieriger Lage (rund zwölf Prozent aller Schulen) bei der Schul- und Unterrichtsentwicklung unterstützt und gefördert.
  4. Schüler mit mangelhaften Leistungen (rund 20 Prozent aller Schüler) bekommen mind. zwei Stunden kostenlose schulische Nachhilfe pro Woche. Die Teilnahme ist Pflicht.
  5. In den Ferien wurden zusätzliche Unterrichtsangebote eingeführt („Hamburger Lernferien“), insbesondere an Schulen in sozial schwieriger Lage. Die Teilnahme ist freiwillig, rund 5 Prozent aller Schüler machen mit. Für Viertklässler wurde das Mentorenprogramm „Anschluss“ erweitert, um den Übergang von der Grundschule in die weiterführenden Schulen zu erleichtern.
  6. Die sprachliche Entwicklung jedes Kindes wird mit viereinhalb Jahren genau überprüft. Kinder mit verzögerter Sprachentwicklung (rund 15 Prozent) werden bereits mit fünf Jahren schulpflichtig, müssen ein Jahr lang die Vorschule besuchen und werden dort gezielt sprachlich gefördert.

Gezielte Initiativen zur Verbesserung der Kernkompetenzen

  1.  Die Mindeststundenzahl in Mathe und Deutsch wurde auf 5 pro Woche erhöht.
  2. Mathematikoffensive: Hamburg setzt die Vorschläge einer Mathematik-Expertenkommission konsequent um (Fachlehrerprinzip: Nur wer Mathe studiert oder eine besondere Fortbildung besucht hat, darf Mathe unterrichten / Fortbildungsprogramm für Mathe-Fachlehrkräfte / Förderprogramm „Prima“ für leistungsstarke Schüler / Förderprogramm für leistungsschwache Schüler / mehr Mathematikunterricht / Einführung von Vergleichsarbeiten)
  3. Rechtschreiboffensive: Zu den zahlreichen Maßnahmen zur Intensivierung des Rechtschreibunterrichts zählen die Einführung eines Grundwortschatzes, neue Handreichungen zur Unterrichtsverbesserung, ein höherer Unterrichtsanteil für das Thema Rechtschreibung, regelmäßige Überprüfungen mit standardisierten Tests, pro Halbjahr eine zusätzliche Klassenarbeit in Rechtschreibung
  4. Leseoffensive: Bereits ein Drittel aller Schulen unterrichten ihre Schüler nach den neuen und sehr wirkungsvollen Methoden der „BISS-Leseoffensive“. Die Schulbehörde fördert die Teilnahme am Programm mit Kursen und Seminaren.
  5. Bildungsoffensive Vorschule: Mit einem neuen, konkreteren Bildungsplan und einer Handreichung für guten Unterricht wurde der Unterricht in der Vorschule für 5-jährige stärker auf Deutsch und Mathematik konzentriert. Rund 60% aller Fünfjährigen besuchen die Vorschule.
  6. Sprachförderung: Hamburg setzt rund 500 zusätzliche Lehrkräfte für die zusätzliche Sprachförderung ein. Diese Lehrkräfte geben von der Vorschule bis Klasse 10 zusätzlich zum Unterricht Förderkurse zur sprachlichen Entwicklung.
  7. Inklusion: Hamburg setzt rund 1.500 zusätzliche Lehrkräfte (rund zehn Prozent aller Lehrkräfte) für gezielte zusätzliche Förderung von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf ein. Rund dreiviertel dieser Schüler werden in den Bereichen „Lernen“, „sprachliche Entwicklung“ oder „sozial-emotionale Entwicklung“ gefördert. Solche Schüler besuchten schon früher die allgemeinen Schulen, ohne allerdings gefördert zu werden.

Konzentration auf Qualitätsentwicklung, Stärkung des Leistungsprinzips

  1.  Die Kompetenzen aller Schüler in Deutsch, Mathematik und Englisch werden jedes Jahr in den Klassenstufen 2, 3, 5, 7, 8 und 9 mit standardisierten wissenschaftlichen Tests („KERMIT-Tests“) überprüft. Ergebnisse und Verbesserungsvorschläge werden in jährlichen Gesprächen zwischen der Schulaufsicht (Schulrat) und der Schulleitung erörtert.
  2. Alle Schulen werden regelmäßig durch eine professionelle „Schulinspektion“ inspiziert. Die Inspektion konzentriert ihre Bewertung auf die Arbeit der Schule bei der Weiterentwicklung des Unterrichts. Die Ergebnisse sowie Verbesserungsvorschläge werden in jährlichen Gesprächen zwischen der Schulaufsicht (Schulrat) und der Schulleitung erörtert.
  3.  Umfangreiche Fortbildungsverpflichtung: Lehrkräfte im Hamburger Schuldienst haben (bereits seit 2003) ein Recht und die Pflicht sich 30 Stunden im Jahr fortzubilden, neben Hamburg hat nur Bremen eine gleich hohe Fortbildungsverpflichtung. Bei Lehrkräften des Hamburger Instituts für Berufliche Bildung (HIBB) werden sogar 45 Stunden als Fortbildungszeit angesetzt. Das Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI) hält sowohl Angebote zur Schul- und Personalentwicklung bereit, als auch fachliche Qualifizierungen sowie Beratung und Unterstützung in Unterrichtsfächern, Lernbereichen und Aufgabengebieten. Durch individuelle, aber auch schulinterne Fortbildungen soll die Unterrichtsqualität fortlaufend weiterentwickelt werden.
  4. Weniger Unterrichtsausfall: Schulungen und Tagungen dürfen nur mit Genehmigung in der Unterrichtszeit stattfinden. Der Unterrichtsausfall wird über ein elektronisches Monitoring erfasst und zwischen Schulaufsicht und Schulleitung jährlich erörtert.
  5. Hamburg hat zentrale Abschlussprüfungen (Hauptschulabschluss, Realschulabschluss und Abitur) eingeführt. Dadurch können erstmals die Leistungen der Schüler verschiedener Schulen überprüft und verglichen werden. Schulen mit schwachen Schulabschlüssen in Mathe werden gezielt gefördert.

IQB-Bildungstrend 2021 Jahrgangsstufe 4

Im IQB-Bildungstrend 2021 wurde zum dritten Mal das Erreichen der Bildungsstandards der Kultusministerkonferenz (KMK) für den Primarbereich in den Fächern Deutsch und Mathematik überprüft. Damit ist es möglich, in Bezug auf das Erreichen zentraler Bildungsstandards in diesen Fächern für die Länder in der Bundesrepublik Deutschland Entwicklungstrends über einen Zeitraum von 10 Jahren zu beschreiben.
 
Wer nahm an der Studie teil und wann fand sie statt?
Am IQB-Bildungstrend 2021 nahmen Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 4 aus allen Ländern in der Bundesrepublik Deutschland teil. In jeder der nach einem Zufallsverfahren gezogenen Schulen wurden ebenfalls per Zufall eine Klasse bestimmt, die an der Testung teilnahm. Eine Ausnahme hiervon bildeten die Förderschulen, an denen teilweise eine größere Testgruppe gebildet wurde, die mehrere Lerngruppen umfasste. Die Erhebungen zum IQB-Bildungstrend 2021 fanden gegen Ende des Schuljahres 2020/2021, also vor den Sommerferien 2021 statt. Insgesamt gehen in die Auswertungen die Daten von 26 844 Schülerinnen und Schülern der 4. Jahrgangsstufe aus 1 464 Schulen ein. Für die einzelnen Länder umfasst die realisierte Stichprobe zwischen 1 369 und 2 813 Schülerinnen und Schüler.
 
Warum wurde die Studie trotz der Coronavirus-Pandemie durchgeführt?
Mit dem IQB-Bildungstrend 2021 konnten erstmalig nach den erheblichen Einschränkungen des Schulbetriebs in den Schuljahren 2019/2020 und 2020/2021 die Kompetenzen der Grundschülerinnen und Grundschüler in den Kernfächern Deutsch und Mathematik anhand einer auf Bundes- und Länderebene repräsentativen Stichprobe untersucht werden. Mit der Studie ist somit die Chance verbunden, Hinweise darauf zu erhalten, wie sich der infolge der Pandemiesituation zeitweise veränderte Schulbetrieb auf die Schulen und die Schülerinnen und Schüler ausgewirkt hat.

Welche Fächer und Kompetenzbereiche wurden getestet?
 
Es wurden Kompetenzen in den Fächern Deutsch und Mathematik getestet. Im Einzelnen wurden im Fach Deutsch Testaufgaben zu den drei in den Bildungsstandards definierten Kompetenzbereichen „Lesen – mit Texten und Medien umgehen“, „Sprechen und Zuhören“ sowie „Schreiben“ eingesetzt. Überprüft wurde jedoch nicht die ganze Breite dieser Kompetenzbereiche, vielmehr beschränkt sich die Erhebung auf die Teilbereiche „Lesen“, „Zuhören“ und „Orthografie“. Im Fach Mathematik wurden alle fünf in den Bildungsstandards beschriebenen Kompetenzbereiche untersucht. Dabei handelt es sich um „Zahlen und Operationen“, „Raum und Form“, „Muster und Strukturen“, „Größen und Messen“ sowie „Daten, Häufigkeit und Wahrscheinlichkeit“.
 
Was wurde außer den Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler noch erhoben?
Im Rahmen der Studie wurden auch Unterschiede in den schulischen und außerschulischen Lernbedingungen erfasst, um diese bei der Interpretation der Testergebnisse berücksichtigen zu können und Zusammenhänge zwischen den Rahmenbedingungen des Lehrens und Lernens und der Kompetenzentwicklung von Schülerinnen und Schülern aufzudecken. Zu diesem Zweck wurden die Schülerinnen und Schüler, ihre Eltern, die Fachlehrkräfte in den Fächern Deutsch und Mathematik sowie die Schulleiterinnen und Schulleiter der teilnehmenden Schulen schriftlich nach ihrer sozialen Lage befragt. Leider gaben in einigen Ländern zu wenige Eltern ihre Daten an. Deshalb liegen beispielsweise über Hamburg keine belastbaren sozialen Daten vor.
 
Wer verantwortet die Studie und wer hat sie durchgeführt?
Auftraggeber der Studie sind die Kultusministerinnen und Kultusminister der Länder. Die wissenschaftliche und datenschutzrechtliche Gesamtverantwortung für den IQB-Bildungstrend liegt beim Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) an der Humboldt-Universität zu Berlin unter der Leitung von Prof. Dr. Petra Stanat. Am IQB wurden die eingesetzten Messinstrumente und Fragebögen entwickelt, erprobt und optimiert. Mit der Organisation und Durchführung der Studie wurde die IEA Hamburg beauftragt. Der Test selbst wurde von externen Testleiterinnen und Testleitern durchgeführt, die von der IEA Hamburg für diese Aufgabe geschult wurden.
 
Wer wertet die Studie aus?
Die Bewertung („Kodierung“) der Antworten der Schülerinnen und Schüler und die Datenaufbereitung erfolgten durch die IEA Hamburg nach Maßgaben des IQB. Die Auswertung der Daten und die Bestimmung der erreichten Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler in den Ländern wird am IQB vorgenommen. Im Anschluss an die Veröffentlichung werden bis zum Ende des Jahres alle teilnehmenden Schulen in einer separaten Rückmeldung eine Zusammenfassung der an der Schule erzielten Ergebnisse erhalten.
 
IQB-Bildungstrend 2021

  • https://www.iqb.hu-berlin.de/bt/BT2021
  • http://www.waxmann.com/buch4606
  • https://www.iqb.hu-berlin.de/bt/BT2021/Bericht
  • Beispielaufgaben unter https://www.iqb.hu-berlin.de/bt/BT2021/Beispielaufgaben/

Senat Hansestadt Hamburg - Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB)

(Pressemeldung vom 17.10.2022)
Quelle: Senat Hansestadt Hamburg - Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB) | Foto: hamburg.de GmbH & Co. KG
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