Wirtschaft

Pilot-Projekt - Software AG und IHK setzen sich gemeinsam für die digitale Bildung an ausgewählten Grundschulen in Darmstadt ein

11.09.2017

Software AG Darmstadt: Whiteboards und Tablets haben den Einzug in den Unterricht deutscher Schulen geschafft. Ein Grundstein, der für die digitale Bildung jedoch bei weitem noch nicht ausreicht. Dieser Meinung sind auch der Darmstädter Technologiekonzern Software AG, die Industrie- und Handelskammer Darmstadt Rhein Main Neckar sowie der Stadtelternbeirat der Stadt Darmstadt. Gemeinsam machen sich die Partner stark, Grundschülern den Umgang mit Software, Hardware und Sensoren von Grund auf zu vermitteln.
 
„Calliope Mini“ – so heißt der kleine Mikroprozessor, der durch die Unterstützung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie entwickelt werden konnte. Wie funktioniert eine Software, was ist eine Hardware, was bedeuteten Sensoren und Aktoren und wie werden Computer, Tablets oder Smartphones programmiert? Durch Calliope sollen bereits Kinder ab dem Grundschulalter einen spielerischen Zugang zur digitalen Welt erhalten.
 
Durch das Pilot-Projekt mit den Grundschulen in Südhessen soll ein erster Impuls gegeben werden, der unterstreicht, dass eine Förderung der Schülerinnen und Schüler mittels Mini-Computer ab dem Grundschulalter sinnhaft ist und fortgeführt werden sollte.
 
So wurden zu Beginn des neuen Schuljahres drei ausgewählte Grundschulen in Südhessen mit dem Calliope mini ausgestattet: die Elly-Heuss-Knapp-Schule (Darmstadt), die Frankensteinschule (Darmstadt) und die Traisaer Schule (Mühltal). Die Hardware stellt die IHK zur Verfügung, während freiwillige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Software AG Computer-AGs leiten, in denen die Grundschülerinnen und Grundschüler den Umgang mit den Mikroprozessoren lernen. An der Frankensteinschule konnte durch eine schnelle und unkomplizierte Kooperation mit der Technikschule Darmstadt e.V. das Angebot sogar gleich verdoppelt werden. Bei Erfolg könnten auch weitere südhessische Grundschulen einbezogen werden – und vielleicht sind es dann die Dritt- und Viertklässler, die den Nachbarschulen ihre Projekte präsentieren.
 
Stimmen zum Projekt:
„Zur Medienkompetenz gehört mehr, als auf einem Tablet zu spielen“, betont Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries. „Kinder und Jugendliche müssen heute eine Vorstellung davon bekommen, wie das Internet funktioniert und wie man Software tatsächlich herstellt. Der Mini-Computer "Calliope" ist dafür bestens geeignet. Mit ihm werden Mädchen und Jungen gleichermaßen ganz unkompliziert an das Programmieren herangeführt. Nach der Vorstellung der Bundesregierung soll Calliope kostenlos an alle Drittklässler in Deutschland ausgegeben werden. Umso schöner, dass es jetzt – dank des Engagements der IHK Darmstadt Rhein Main Neckar und der Software AG – auch in meinem Wahlkreis einen Anfang gibt. Herzlichen Dank an die Initiatoren. Und: Kopieren ist in diesem Fall nicht nur erlaubt, sondern erwünscht!“
 
Oberbürgermeister Jochen Partsch: "Das Konzept der Digitalstadt Darmstadt zielt darauf ab, in allen gesellschaftlich relevanten Bereichen Digitalisierungsprojekte umzusetzen und zu erproben, wie wir uns die lebenswerte, bürgerfreundliche Stadt der Zukunft vorstellen. Der Bildungssektor ist dabei zentral. Denn in den Schulen können wir Grundlagen schaffen, von denen die Schülerinnen und Schüler ein Leben lang profitieren. Hier setzt Calliope an, indem die Kinder aktiv und spielerisch programmieren können und nicht nur Medien passiv konsumieren. Denn auch beim Einsatz von Computern im Klassenraum sollten wir immer mit Bedacht auf das Thema Medienkompetenz achten. Beide Bereiche sind nicht voneinander zu trennen und in der Digitalstadt Darmstadt sind wir mit dem Mediendiplom ein Vorreiter."
 
„Digitale Bildung ist in Ergänzung der allgemeinen Bildungsziele eine Grundvoraussetzung für die Teilhabe jedes Einzelnen an Arbeitswelt und Gesellschaft. Künftig sollte jeder Schüler und jede Schülerin einen Mini-Computer bekommen, um kreativ und spielerisch an die Technik hinter der Anwendung herangeführt zu werden und Spaß am Programmieren zu bekommen“ sagt Kirsten Rowedder, Teamleiterin Bildung der IHK. „Deshalb haben wir gemeinsam mit der Software AG beschlossen, den Einsatz in Südhessen zu testen, um Erfahrungen zu sammeln und diese mit anderen zu teilen und übertragbar zu machen.“
 
Jürgen Powik, Senior Director University Relations der Software AG: „Auch die Software AG befürwortet die Initiative der Bundesregierung absolut und unterstützt als einer der Key Player in der Digitalisierung schon seit mehr als zehn Jahren die „Digitale Bildung“ für alle. Mit ihrem University-Relations-Programm treibt die Software AG nicht nur den Ausbau digitaler Kompetenzen an Berufs- und Hochschulen weltweit voran, sondern fördert auch aktiv die digitale Ausbildung ab dem Grundschulalter.“
 
Unterstützt wird das Projekt auch vom Stadtelternbeirat der Stadt Darmstadt. „Schülerinnen und Schüler sollen nicht nur Apps benutzen können, sondern verstehen, wie sie aufgebaut und programmiert werden. Calliope hat genau das zum Ziel. Der Stadtelternbeirat Darmstadt unterstützt deshalb die Initiative der IHK Darmstadt und der Software AG, Calliope an Pilotschulen einzuführen“, ergänzt Richard Jordan, Vorsitzender des Stadtelternbeirats Darmstadt.
 
Bereits im Dezember 2016 wurde ein Pilot-Projekt zum Einsatz des Calliope Mini im Unterricht gestartet. Unterstützt von der Software AG wurden der Robinson-Grundschule in Hattersheim, als einer der ersten Grundschulen bundesweit, einige Testgeräte des Calliope Mini zur Verfügung gestellt, um hiermit den Schülerinnen und Schülern spielerisch das Programmieren beizubringen. Als Weiterführung des Pilotprojekts wurde ab Februar 2017 eine von der Software AG betreute „Computer-AG“ in das WPU-Programm der Schule aufgenommen. (Pressemeldung vom 09.09.2017)
Quelle: Software AG | Software AG
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