Wirtschaft

NordWest Award 2014 - drei Gewinner erhalten Preisgelder in Gesamthöhe von 30.000 Euro

27.03.2014

Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten e.V. Delmenhorst | Kalkriese:  In einer feierlichen Preisverleihung im Museum Varusschlacht / Kalkriese im Landkreis Osnabrück wurden die diesjährigen Preisträger des NordWest Awards 2014 gekürt. Insgesamt 134 Bewerbungen erhielt die Metropole Nordwest auf die Ausschreibung des von der Bremer Landesbank gestifteten NordWest Awards. Am Ende hatten acht Finalisten die Chance auf eines der drei Preisgelder in Höhe von jeweils 10.000 Euro und einen professionellen Imagefilm. Als Preisträger gingen die Projekte „Die Besten für den Nordwesten“, der „Forschungsverbund für Maritimes Recht in der Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten“ und das Projekt „Trauerland: Förderung trauernder Kinder und Jugendlicher in der Region“ hervor. Sie setzen sich im besonderen Maße für das Zusammenleben und -arbeiten in der Metropole Nordwest ein und machen die Potenziale und das Know-how der Metropole Nordwest sichtbar. Der 1. Vorsitzende der Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten e.V., Landrat Jörg Bensberg, freut sich: „Der Award steht für das große Potenzial der Metropole Nordwest. Jede Bewerbung ist ein Unikat und gibt der Region auf einzigartige Weise ein Gesicht. Es ist schön, dass wir so viele spannende Einsendungen erhalten haben.“

NordWest Award 2014 - drei Gewinner erhalten Preisgelder in Gesamthöhe von 30.000 EuroDie Auswahl der drei Preisträger fiel den Jurymitgliedern entsprechend schwer. Der Niedersächsische Ministerpräsident und Juryvorsitzende Stephan Weil: „Wir haben uns für diese drei Projekte entschieden, weil sie den Facettenreichtum der Metropole Nordwest deutlich machen.“ Weil hob hervor, dass es sich dabei nicht um die Neugründung einzelner Institutionen handelt, sondern um die intelligente Vernetzung vorhandener Einrichtungen. Insbesondere auch die Unterstützung junger Menschen sei von großer Bedeutung. Sein Jurykollege, der Bremer Bürgermeister Jens Böhrnsen, sieht das ähnlich und weiß um die Signalwirkung des NordWest Awards: „Alle Bewerbungen haben deutlich gemacht, dass die Metropolregion auch in Zukunft über ihre Grenzen hinaus positiv wahrgenommen werden wird.“ Die übrigen fünf Finalisten erhielten für ihre zeichensetzende Arbeit in der Metropole Nordwest einen Zuschuss für ihre Projekte.

Das Besondere in diesem Jahr: Der Award wurde erstmalig in seiner Geschichte von der Metropole Nordwest ausgeschrieben und nicht – wie bisher – von der Bremer Landesbank. Dr. Stephan Kaulvers, Vorstandsvorsitzender der Bremer Landesbank und 2. Vorsitzender der Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten e.V., erklärt: „Wir haben den Preis 2005 ins Leben gerufen, um die Metropole Nordwest nachhaltig zu stärken. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass wir auf einem guten Weg sind. Mit der Übergabe des Preises an die Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten ist der Award nun dort, wo er hingehört. Der Abend hat gezeigt, dass wir noch viel zu erwarten haben von den Menschen in unserer Region.“ Dr. Michael Lübbersmann, Landrat des Landkreises Osnabrück, blickt ebenfalls zufrieden auf die Veranstaltung zurück: „Ich freue mich, dass die Verleihung im Landkreis Osnabrück stattgefunden hat. Für uns war es spannend, ein Teil dieses Neubeginns zu sein. Mit diesem Wettbewerb und dieser Preisverleihung wird es uns gelingen, die Idee und die Arbeit der Metropolregion Nordwest noch wesentlich bekannter zu machen. Denn: Wir alle müssen noch stärker die Vorteile und Chancen der Metropolregion Nordwest erkennen.“ Rund 200 Gäste nahmen an der feierlichen Preisverleihung teil, die von Annika de Buhr moderiert wurde.

Die Varusschlacht – Museum und Park Kalkriese im Landkreis Osnabrück ist eine von der Europäischen Union als Kulturerbe Europas ausgezeichnete wissenschaftliche und museale Einrichtung an jenem Ort, der nach wissenschaftlicher Erkenntnis Schauplatz eines umfänglichen Kampfgeschehens zwischen römischen und germanischen Truppen in der Zeit um Christi Geburt war. Heute ist Kalkriese das erste antike Schlachtfeld Europas, das archäologisch untersucht wird. Das Ergebnis des noch jungen und erfolgreichen musealen Angebots: Über 1 Million Besucher in den ersten 10 Jahren.

Die Gewinnerprojekte in alphabetischer Reihenfolge:

Das Projekt „Die Besten für den Nordwesten“ des Rotary Distrikts 1850 fördert in Zusammenarbeit mit neun Hochschulen, der Handelskammer Bremen sowie der Industrie- und Handelskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim über das Deutschlandstipendium Studierende mit einem regionalen Mentorenprogramm, das interdisziplinäre Seminare und Projektangebote bietet. Dadurch soll ein breitgefächertes Alumninetzwerk aufgebaut werden und so die Identifikation mit der Metropole Nordwest und die Vernetzung untereinander gefördert werden. Bisher konnten bereits 60 Stipendien vergeben werden.NordWest Award 2014 - drei Gewinner erhalten Preisgelder in Gesamthöhe von 30.000 Euro

Foto: Forschungsverbund für Maritimes Recht in der Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten

Der „Forschungsverbund für Maritimes Recht in der Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten“ bündelt juristische Kompetenzen aus Wissenschaft und Praxis in der Metropole Nordwest. Das Netzwerk steht für eine praxisnahe Forschung im Bereich des internationalen See- und Handelsrechts und die Ausbildung des juristischen Nachwuchses. Der wissenschaftliche Austausch und die Vernetzung werden durch Kooperationen und Konferenzen gefördert, sodass die Metropole Nordwest langfristig als Kompetenzzentrum im Bereich des maritimen Rechts etabliert werden kann.

Das Projekt „Trauerland: Förderung trauernder Kinder und Jugendlicher in der Region“ des gleichnamigen Vereins durfte sich als dritter Preisträger über die Auszeichnung freuen. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, Kindern, die einen Verlust erlebt haben, ausreichend Raum und Zeit für ihre Trauer zu geben. Seit 15 Jahren bietet Trauerland Betroffenen ein breites und kostenloses Angebot, das neben Trauergruppen auch Einzelberatungen, Kriseninterventionen und eine telefonische Beratungshotline umfasst. Bisher wurden über 1.000 Kinder begleitet. Das Team besteht aus erfahrenen Pädagogen und Therapeuten sowie einer Vielzahl speziell geschulter Ehrenamtlicher. Der spendenfinanzierte Verein arbeitet an verschiedenen Standorten in der Metropole Nordwest.

 

BIldunterschrift (v.l.n.r.): Die Gewinner des NordWest Award 2014: „Trauerland“ vertreten durch Carolin de Witt und Hille Ballin, „Die Besten für den Nordwesten“ vertreten durch Erhard Mielenhausen und Angelika Gerdesmeyer sowie der "Forschungsverbund für Maritimes Recht in der Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten" vertreten durch Prof. Dr. Gralf-Peter Calliess, Renate Bartholomäus-Lüthge und Dr. Thomas Brinkmann.

Metr
 
Grünlandzentrum Niedersachsen / Bremen
Der Verein Grünlandzentrum Niedersachsen / Bremen will zukunftsfähige Lösungsansätze für ein nachhaltiges, wirtschaftliches sowie ökologisches Wachstum in der Region entwerfen. Finanziert durch etwa 30 Förderer verschiedener Einrichtungen und Organisationen, existiert der Verein seit 2012. Im Rahmen des Projektes arbeiten Akteure aus Landwirtschaft, Umweltschutz, Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung eng zusammen. Zum Vereinsvorstand gehören unter anderem der Landkreis Wesermarsch, die Landwirtschaftskammern Niedersachsen und Bremen sowie das Land Bremen. Außerdem pflegt der Verein einen intensiven Dialog mit der Landesregierung und weiteren relevanten Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Landwirtschaft. Regelmäßige Fachveranstaltungen, Pressearbeit und projektbezogene Tätigkeiten sollen den Austausch untereinander fördern, die regionale Kulturlandschaft stärken und Flächenkonkurrenzen entschärfen.
 
KlangKörper
KlangKörper ist ein generationsübergreifendes Tanz- und Musikprojekt mit mehr als 100 Beteiligten, das Menschen zusammenbringt, die im Alltag vielleicht nicht aufeinander treffen würden. Gemeinsam erarbeiten die Teilnehmenden im Rahmen des Projektes innerhalb eines halben Jahres unter Anleitung eine musikalische Choreographie, die am Ende vor einem großen Publikum aufgeführt wird. Das Projekt des gemeinnützigen Bremer Kulturunternehmens OpusEinhundert wird unter anderem in Kooperation mit der Lebenshilfe Sulingen, dem Wichernstift in Ganderkesee, der Georg-Elsner-Hauptschule Berenbostel und der NDR Radiophilharmonie umgesetzt. KlangKörper fördert durch das interaktive Miteinander Freundschaften und Kooperationen, aber auch den respektvollen Umgang untereinander. Das Projekt ist inzwischen bundesweit bekannt und gilt als gelungenes Beispiel in der kulturellen Bildungsarbeit. Seit Start im Jahr 2008 nahmen bereits über 200 Menschen an KlangKörper teil.
 
MOORLAND – Für Moor und Klima
Das Projekt MOORLAND des BUND Bremen e.V. und der Erlebnis Bremerhaven GmbH macht es möglich, verursachte CO2-Emissionen durch den Kauf von Klima-Zertifikaten zu reduzieren. Pro erworbenem Klima-Zertifikat wird ein trockengelegtes, ehemaliges  Moorstück in der Region gekauft und wiedervernässt. Jedes Moorstück entspricht einer Reduktionsleistung von einer Tonne klimaschädlicher Treibhausgase, denn intakte Moore sind in der Lage CO2 zu speichern. Die Moorstücke werden durch eine fachkundige Jury nach festgelegten Richtlinien ausgesucht. Jeder Käufer leistet einen wertvollen Beitrag zum Erhalt des natürlichen Lebensraumes und seiner hohen Artenvielfalt. Im Rahmen des Projektes arbeiten Umweltverbände mit Akteuren aus Wirtschaft und Verwaltung zusammen. Das Projekt arbeitet nicht gewinnorientiert und existiert seit Mai 2013.
 
Von nicht anerkannt zum pädagogischen Premiumpersonal: Umschulung zum/zur Erzieher/Erzieherin für Migranten und Migrantinnen
Das Paritätische Bildungswerk LV Bremen e.V. hat es sich als Weiterbildungsinstitut zum Ziel gesetzt, Menschen mit Migrationshintergrund im Rahmen des 2011 gestarteten Projektes zu fachlich kompetenten Erzieherinnen und Erziehern auszubilden. Die zweijährige Ausbildung ist praxisorientiert angelegt und umfasst zwei Tage pro Woche Unterricht und drei Tage pro Woche Praxis in den teilnehmenden Kitas. 23 Personen nahmen am ersten Projektdurchlauf teil. Alle von ihnen haben die abzulegende staatliche Prüfung bestanden und befinden sich zu einem Großteil im angeschlossenen Anerkennungsjahr. Das Ergebnis belegt den zweifachen Erfolg des Projektes: Einerseits profitieren die Auszubildenden und andererseits auch die Kindertagesstätten in der Metropole Nordwest. Neben der Minderung des Fachkräftemangels fördert das Projekt die kulturelle Vielfalt in der Kinderbetreuung und sorgt für eine gesellschaftliche Integration von eingewanderten Personen. Das Projekt findet in Kooperation mit dem Senator für Arbeit, der Agentur für Arbeit Bremen, dem JobCenter Bremen, den Senatorinnen für Bildung und Soziales, den Kita-Trägern und Fachberatungen und den Kitas im gesamten Stadtgebiet und dem Bremer Umland statt.
 
Wohlfühlanrufe
Das Projekt Wohlfühlanrufe des Vereins Ambulante Versorgungsbrücken mit Sitz in Bremen möchte ältere Menschen in Genesungsphasen, etwa nach ambulanten oder stationären Behandlungen, aber auch generell im Lebensalltag unterstützen. Ein Team aus 15 haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern sorgt durch regelmäßige Anrufe für eine kontinuierliche soziale Inklusion von alternden Menschen. Familienmitglieder werden durch die Wohlfühlanrufe entlastet und die älteren Menschen erfahren ein Gefühl der Wertschätzung und Fürsorge. Alle Anruferinnen und Anrufer durchlaufen vor ihrem ersten Einsatz eine 40-stündige Schulung, um bestens auf verschiedene Situationen vorbereitet zu sein. Das Netzwerk arbeitet sowohl mit Sozialverbänden als auch mit der Polizei zusammen, die an der Entwicklung der Schulung beteiligt gewesen sind. Außerdem existieren innerhalb der Metropole Nordwest verschiedene Kooperationen mit der Zukunftswerkstatt Gesundheit und Pflege im Landkreis Diepholz, dem Sozialverband Kirchweyhe, dem Seniorenbeirat der Stadt Laatzen, Aktive Menschen Bremen e.V. und Wege aus der Einsamkeit e.V. Hamburg. (Pressemeldung vom 27.03.2014)
Quelle: Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten e.V. | Foto: Metropole Nordwest
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