Wirtschaft

Norddeutscher Einzelhandel - trotz Wettbewerbsdruck und Onlinehandel Frühjahrslaune

11.04.2014

Kiel: Steigender Wettbewerbsdruck und der Internethandel sind die beiden wichtigsten Themen, die den Einzelhandel im Norden derzeit umtreiben und die die grundsätzlich positive Wirtschaftslaune ein wenig trüben. Für das laufende Jahr erwartet der Handel im Norden ein nominales Wachstum von gut einem Prozent, nach einem Plus von 0,7 Prozent im Vorjahr. Rund 42 Prozent der Unternehmen prognostizieren für das Jahr 2014 eine positivere Umsatzentwicklung, 43 Prozent erwarten eine Umsatzentwicklung auf Vorjahresniveau und 15 Prozent gehen von einem Umsatzrückgang aus. Das ist das Ergebnis der jüngsten Frühjahrs-Konjunkturumfrage bei den Händlern im Verbandsgebiet des Einzelhandelsver­bands Nord (EHV Nord).

Die Rahmendaten für den Konsum sind im Norden, ebenso wie bundesweit, nach wie vor positiv. Ein insgesamt hoher Beschäftigungsstand, ein Rückgang der Arbeitslosenzahlen sowie gestiegene Löhne und Gehälter verschaffen den privaten Haushalten Spielraum für Konsumausgaben. Hinzu kommen eine aufgrund niedriger Zinsen leicht zurückgegangene Sparneigung sowie eine niedrige Preissteigerungsrate von 1,5 Prozent. Dennoch fließt längst nicht mehr jeder freie Euro in den Konsum. Mieten, Steuern, Versicherungs- und Energiekosten, aber auch Urlaub, Unterhaltung und der Onlinehandel nehmen dem klassischen Einzelhandel Umsatzanteile weg.

Der Wettbewerbsdruck insbesondere für kleine und mittelständische Handelsunternehmen wächst. Mehr als 56 Prozent der stationären Händler im Norden beklagen bereits einen Frequenz- und Umsatzrückgang am eigenen Standort. „Im Norden liegt das Flächenangebot im Handel deutlich über dem Bundesdurchschnitt und wächst nach wie vor. Hinzu kommt das enorme und schnelle Wachstum des Onlinehandels“, erläutert Dierk Böckenholt, Hauptgeschäftsführer des EHV Nord, die Angebotssituation. Die Einzelhandelsorganisation rechnet auch in diesem Jahr deutschlandweit mit einer zweistelligen Wachstumsrate in Höhe von 17 Prozent und somit mit einem Gesamtumsatz von 38,7 Milliarden Euro. „Allerdings stellen wir fest, dass immer mehr stationäre Einzelhändler das Internet als Marketing- und als Absatzkanal nutzen und damit einige Umsatzanteile für sich zurückerobern. Wichtig ist, sich auf die Wünsche der Kunden einzustellen“, empfiehlt Böckenholt. „Zudem brauchen wir eine Politik, die faire Voraussetzungen für alle Absatzkanäle schafft und die Attraktivität des stationären Handels nicht unnötig einschränkt. Ich denke hier an die Erreichbarkeit der Innenstädte, an die Hinzurechnung von Mieten und Pachten bei der Gewerbesteuer, die Einführung einer Tourismusabgabe, die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns ohne ausreichende Ausnahmen und Übergangsfristen und natürlich auch an Öffnungszeiten“, so der EHV – Chef. (Pressemeldung vom 10.04.2014)

Quelle: Einzelhandelsverband Nord e.V. | Foto: Einzelhandelsverband Nord
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