Wirtschaft

Nord Stream 2 wird weiter gebaut, Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie erteilt Genehmigung.

15.01.2021

Das BSH hat der Nord Stream 2 AG die Genehmigung erteilt, die Rohrleitungen zur Fertigstellung der Nord Stream 2 Pipeline in der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone zu verlegen.

BSH Bundesamt für Seeschifffahrt und HydrographieHamburg | Rostock: Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hat der Nord Stream 2 AG die Genehmigung erteilt, die Rohrleitungen zur Fertigstellung der Nord Stream 2 Pipeline in der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) auf einer Länge von ca. 16,5 km sowie ca. 13,9 km auch im Zeitraum von Ende September bis Ende Mai zu verlegen.

Die Nord Stream 2 AG hatte im Juli 2020 einen Antrag auf Änderung der 2018 erteilten Genehmigung für die Verlegung der Rohrleitungen gestellt. Der Antrag betrifft die Genehmigung eines neuen Zeitfensters für die Verlegung der Rohrleitungen mit einem ankerpositionierten Schiff auf der verbleibenden Strecke in der deutschen AWZ. Die Pipeline verläuft in der Ostsee südlich von Bornholm durch die Pommersche Bucht nach Lubmin.

Das Erfordernis eines neuen Zeitfensters entstand aufgrund unvorhersehbarer Verzögerungen außerhalb der deutschen AWZ.

In die Genehmigung flossen die Stellungnahmen und Äußerungen aus den Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligungen ein. Im Rahmen der Online-Konsultation im Oktober 2020 hatten auch Naturschutzverbände die Möglichkeit, sich zu dem Verfahren zu äußern.

Im Fokus der eingegangenen Stellungnahmen standen Auswirkungen der Verlegung der Pipeline insbesondere auf Rastvögel in diesem bedeutenden Winterrastgebiet, das als Vogelschutzgebiet ausgewiesen ist. Nach deren sorgfältiger Prüfung und voll umfänglicher Auswertung hat das BSH keine erheblichen Auswirkungen bei einer Verlegung mittels eines ankerpositionierten Schiffs in diesem beantragten Zeitraum feststellen können.

Die verbleibende Strecke verläuft zum einen am Randbereich des Vogelschutzgebietes, das auf Grund der Wassertiefen von ca. 20 m eine eher geringe Bedeutung für bestimmte Rastvogelarten aufweist. Zum anderen verläuft die Pipeline auf ca. 10 km durch ein Verkehrstrennungsgebiet, in dem wegen des intensiven Verkehrs relativ wenige Rastvögel anzutreffen sind. Außerdem ist bei der ökologischen Betrachtung die geringe Geschwindigkeit der Installationsschiffe zu berücksichtigen. Damit ist die Störwirkung räumlich begrenzt. Außerdem werden zum Schutz der Seevögel für den Zeitraum Januar bis Mai die Bauarbeiten zeitlich begrenzt (pro Bauphase max. 30 Tage) und eine Pause von mind. 14 Tagen vor der nächsten Bauphase angeordnet.

Das BSH ist die zentrale maritime Behörde Deutschlands. An den beiden Dienstsitzen in Hamburg und Rostock sowie auf 5 Schiffen arbeiten rund 1.000 Beschäftigte aus über 100 Berufen. Im Mittelpunkt der Aufgaben stehen u.a. die Förderung, Sicherheit und Überwachung der Seeschifffahrt, Forschung und Erhebung langer Datenreihen im Bereich der Ozeanographie und Meereschemie, der Wasserstandsvorhersagedienst sowie die nautische Hydrographie, im Rahmen derer amtliche Seekarten erstellt werden. Ein in letzter Zeit stetig anwachsender Bereich ist die Zuständigkeit als Genehmigungs- und Überwachungsbehörde für Offshore-Windenergieanlagen. Als deutsche Flaggenstaatsverwaltung und Dienstleister für die maritime Wirtschaft unterstützt das BSH diese mit Genehmigungen, Haftungsbescheinigungen, Produktprüfungen, Zulassungen und Bereitstellung von Daten.

Um die Vereinbarkeit von Schutz und Nutzung der Meere kontinuierlich zu verbessern und das Wissen über die Meere kontinuierlich zu vertiefen, arbeitet das BSH in der maritimen anwendungsorientierten Forschung und an der Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen. Untersuchungen und Bereitstellung von Daten zu Seegangsmessungen in Offshore-Windparks und sowie der Aufbau von Schallmessnetzen in Nord- und Ostsee und die Bereitstellung von Daten und technischen Informationen zu Impulsschall im Meer sind Beispiele dafür. Auch die Entwicklung von Technologien zur Messung von Schiffsemissionen in der Luft gehört dazu. Mit dem BSH Systemlabor Navigation und Kommunikation steht eine Testumgebung für komplexe Navigations- und Kommunikationssysteme zur Verfügung.

(Pressemeldung vom 15.01.2021)
Quelle: Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie | Foto: BSH
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