Wirtschaft

Niedersächsische Wirtschaftsminister Olaf Lies besucht DEA-Erdgasbohranlage

02.06.2015

Hamburg: Bei einem Besuch der Bohranlage T-160 der DEA Deutsche Erdoel AG in Grasdorf bei Posthausen hat der niedersächsische Wirtschaftsminister Olaf Lies auf die hohe volkswirtschaftliche Bedeutung der Erdgasförderung hingewiesen. Gleichzeitig machte er deutlich, dass die Förderung auf höchstem Umweltschutz- und Sicherheitsniveau durchgeführt werden müsse.

Neben dem niedersächsischen Wirtschaftsminister waren an dem ausführlichen Meinungsaustausch und der Besichtigung vor Ort Gewerkschaftsvertreter, rund 25 Bundes- und Landtagsabgeordneten, Politiker aus der Region sowie Vertreter der DEA beteiligt. Höhepunkt des Treffens war die Besichtigung der 62 Meter hohen Tiefbohranlage T-160, mit der zurzeit die Produktionsbohrung Völkersen Nord Z7 niedergebracht wird. Mit dieser Bohrung soll ein weiterer Bereich der in rund 5.000 Meter Tiefe liegenden gasführenden Sandsteinschicht erschlossen werden. Die Erdgaslagerstätte Völkersen zählt zu den förderstärksten Feldern in Deutschland.

Am Rande des Besuches wurde unter anderem über die anstehenden Gesetzesnovellierungen und ihre Auswirkungen auf die künftigen Förderbedingungen von Erdgas und Erdöl diskutiert. Der Betriebsratsvorsitzende Günther Prien und der Vorstandsvorsitzende der DEA Deutsche Erdoel AG, Thomas Rappuhn, begrüßten die konstruktive Einstellung der niedersächsischen Landesregierung. Thomas Rappuhn appellierte an alle im weiteren Gesetzgebungsprozess Beteiligten: „Wir begrüßen eine neue Gesetzgebung. Als Unternehmen stehen wir für eine sichere, umweltgerechte und wirtschaftliche Gas- und Ölförderung und begrüßen klare Gesetze und Vorschriften. Diese müssen als verlässlicher Rahmen dienen und dürfen die Erdgasgewinnung durch willkürliche und unangemessene Auflagen in Deutschland nicht beenden. Genehmigungsverfahren müssen auch künftig in einem angemessenen Zeitrahmen sachorientiert zu bearbeiten sein. Um die Erdgasförderung nicht zum Erliegen zu bringen, müssen Ausschlussgebiete wissenschaftlich begründet und mit Augenmaß definiert werden und für die Entsorgung von Lagerstättenwasser sachdienliche Regeln festgelegt werden.“

Lies verwies auf die Bedeutung Niedersachsens als Deutschlands Energieland Nr. 1. „Über 95 Prozent der deutschen Erdgasförderung kommt aus Niedersachsen. Es ist für unser Land beides sehr wichtig, dass Umwelt und Naturschutz Priorität haben und dass Arbeitsplätze und das Know-how der Branche erhalten bleiben.“

Auf Bedenken der DEA Mitarbeiter aber auch auf die der mehr als 20.000 Mitarbeiter der Branche wies der Gesamtbetriebsratsvorsitzende der DEA, Günther Prien, hin: „Der Preisverfall in Kombination mit den schwierigen politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen haben in anderen Unternehmen der Branche schon jetzt zu einem deutlichen Arbeitsplatzabbau und zu Kurzarbeit geführt.“

Für die DEA ist die Erdgasproduktion ein wichtiger strategischer Eckpfeiler. Rappuhn: „Wir möchten die erfolgreiche heimische Produktion auf hohem Sicherheitsniveau fortsetzen und die Abhängigkeit von Energieimporten dadurch verringern. Jetzt gilt es, das mehrjährige Moratorium zu beenden und in neue Projekte zu investieren.“ (Pressemeldung vom 02.06.2015)

Quelle: DEA Deutsche Erdoel AG | Foto: DEA Deutsche Erdoel AG
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