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Wirtschaft
50Hertz, Amprion, TenneT & TransnetBW: O-NEP - Offshore-Netzentwicklungsplan 2013, zweiter Entwurf
Freitag, der 12.Juli 2013
50Hertz, Amprion, TenneT & TransnetBW: O-NEP - Offshore-Netzentwicklungsplan 2013, zweiter Entwurf

Berlin: Berlin: Mit dem zweiten Entwurf des Offshore-Netzentwicklungsplans (O-NEP) stellen die Übertragungsnetzbetreiber gewählte Verfahren, Methoden und genutzte Daten sowie die daraus abgeleiteten Maßnahmen für den bedarfsgerechten Ausbau des Offshorenetzes zur Verfügung.

2011 beschlossen Bundestag und Bundesrat den schnellen Ausstieg aus der Atomkraft und den beschleunigten Einstieg in die erneuerbaren Energien. Daher muss auch die Anbindung der auf Nord- und Ostsee erzeugten Windenergie an das Übertragungsnetz an Land betrachtet werden.
 
Offshore-Netzentwicklungsplan – Rechtsgrundlage
Die vier Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) 50Hertz, Amprion, TenneT und Trans- netBW haben seit 2012 auf Grundlage des novellierten EnWG die Aufgabe, jähr- lich einen Netzentwicklungsplan Strom (NEP) für den Ausbau der Übertra- gungsnetze an Land in den nächsten zehn bzw. 20 Jahren zu erarbeiten. Einen wesentlichen Beitrag zur Versorgung mit erneuerbaren Energien soll die Wind- energie aus Nord- und Ostsee leisten. Um einen effizienten und nachhaltigen Aus- bau im gesetzlichen Rahmen zu ermöglichen, wurde 2013 erstmals auch der Offshore-Netzentwicklungsplan (O-NEP) veröffentlicht. Dieser wird wie der NEP jährlich erstellt und an die Bundesnetzagentur (BNetzA) als zuständiger Regulie- rungsbehörde übergeben.
 
Offshore-Netzentwicklungsplan – Inhalt
Im O-NEP 2013 wird der Ausbaubedarf des Offshorenetzes auf Grundlage des EnWG erstellt. Es werden erstmals die Entwicklung des Übertragungsnetzes an Land, die räumliche Planung auf See und die technischen Rahmenbedingungen zu einer nachhaltigen Planung mit detaillierten Angaben zu Beschaffenheit, zeitlicher Staffelung, Realisierungszeiten und Kosten der für die nächsten zehn bzw. 20 Jah- re notwendigen Maßnahmen zusammengefügt.
 
Der O-NEP ermittelt den Bedarf an Netzanbindungssystemen und bestimmt unter Berücksichtigung der erwarteten geographischen Verteilung der Offshore-Wind- parks und der an den Netzverknüpfungspunkten im Übertragungsnetz verfügbaren Netzanschlusskapazitäten die Anfangs- und Endpunkte von Netzanbindungssys- temen. Konkrete Trassenkorridore sind nicht Bestandteil des O-NEP, sondern werden im Rahmen der Bundesfachplanung in der ausschließlichen Wirtschafts- zone durch das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie bzw. im Küsten- meer durch die BNetzA in Zusammenarbeit mit den Bundesländern festgelegt.
 
Die Gesamtlänge des Zubau-Offshorenetzes im Leitszenario B 2023 beläuft sich auf rund 2.115 km, wobei 1.705 km auf DC-Netzanbindungssysteme (davon 1.135 km HGÜ-Verbindung und 570 km AC-Anschlüsse) in der Nordsee und 410 km auf AC-Netzanbindungssysteme (davon 350 km AC-Verbindungen und 60 km AC- Anschlüsse) in der Ostsee entfallen. Die Übertragungskapazität des Zubau-Off- shorenetzes im Szenario B 2023 beträgt 6,4 GW, davon entfallen wiederum 5,4 GW auf die Nordsee und 1,0 GW auf die Ostsee. Die Investitionen für die Offsho- re-Netzausbaumaßnahmen belaufen sich insgesamt auf rund 22 Mrd. €. Die Inves- titionen in das Start-Offshorenetz (rund 12 Mrd. €) sind hier bereits berücksichtigt.
 
Offshore-Netzentwicklungsplan – Konsultation
Am 02.03.2013 startete mit der Veröffentlichung der ersten Entwürfe von O-NEP und NEP 2013 die Konsultation. Die Öffentlichkeit hatte bis zum 14.04.2013 die Möglichkeit, zu beiden Berichten Stellung zu nehmen. Insgesamt sind im Konsulta- tionsverfahren 36 Stellungnahmen mit Bezug zum O-NEP eingegangen. Davon wurden 35 Stellungnahmen von Institutionen und nur eine von einer Privatperson eingereicht. Ebenfalls wurden die ersten Entwürfe am 02.03.2013 an die BNetzA übergeben.
Alle eingereichten Stellungnahmen wurden durch die ÜNB sorgfältig geprüft. An- schließend wurde der O-NEP auf Basis der eingereichten Beiträge überarbeitet. Am 24.06.2013 wurde der zweite überarbeitete Entwurf des O-NEP veröffentlicht und an die BNetzA übergeben.
 
Next Steps – Der weitere Weg zum Netzausbau
Der zweite Entwurf des Netzentwicklungsplans Strom wird im Juli von den Über- tragungsnetzbetreibern veröffentlicht. Die Bundesnetzagentur prüft die überarbeite- ten Entwürfe des O-NEP und des NEP und stellt sie erneut zur Konsultation. Das Ergebnis dieser Öffentlichkeitsbeteiligung berücksichtigt die BNetzA bei der Bestä- tigung des O-NEP und des NEP. Danach übermittelt sie die genehmigten Netz- entwicklungspläne mindestens alle drei Jahre an die Bundesregierung. Sie sind Basis für den Entwurf eines Bundesbedarfsplans. Die Bundesregierung ist ihrer- seits dazu verpflichtet, mindestens alle drei Jahre einen solchen Entwurf dem Bun- desgesetzgeber zur Abstimmung vorzulegen.
 
Einflussgrößen auf die Netzentwicklung – Sensitivitätenbericht 2013
Die BNetzA hat die Übertragungsnetzbetreiber aufgefordert, die Auswirkungen von drei Sensitivitäten auf die im Szenario B 2023 enthaltenen Maßnahmen zu unter- suchen. Diese Sensitivitäten sind: Nettostrombedarf und Jahreshöchstlast (Sensitivität 1), Kappung der Erzeugungsspitzen (Sensitivität 2), Regionalisierung (Sensitivität 3).
 
Der erste Entwurf des O-NEP 2013 stand bis zum 14.04.2013 zur Konsultation. Nach Sichtung und Bearbeitung der 36 eingereichten Stellungnahmen wurde der Offshore-Netzentwicklungsplan 2013 überarbeitet und ergänzt. Die Übertragungsnetzbetreiber freuen sich über das Interesse am Offshore-Netzentwicklungsplan und danken den Konsultationsteilnehmern für ihre Beiträge.

Die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber zeigen mit diesem zweiten Entwurf des Offshore-Netzentwicklungsplans 2013 den benötigten Offshore-Netzausbau in den nächsten zehn bzw. 20 Jahren auf. Der vorliegende Bericht beschreibt keine konkreten Trassenverläufe, sondern bestimmt Maßnahmen, die unter Berücksichtigung technischer, wirtschaftlicher und räumlicher Rahmenbedingungen geeignet sind, um die nach dem genehmigten Szenariorahmen erwartete installierte Erzeugungsleistung aus Offshore-Windenergie an das Übertragungsnetz an Land anzubinden. Diese Betrachtung erfolgt nach den Detailanforderungen in den §§ 12 und 17 des EnWG.  Download (Pressemeldung vom 24.06.2013)

Quelle: 50Hertz Transmission GmbH | Foto: 50Hertz
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