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Wirtschaft
Sieben IHKs, UVNord & DGB Nord gründen - Initiative pro Metropolregion Hamburg
Dienstag, der 18.Juni 2013
Sieben IHKs, UVNord & DGB Nord gründen - Initiative pro Metropolregion Hamburg
Hamburg: Sieben Industrie- und Handelskammern und drei Handwerkskammern aus Norddeutschland, die UVNord Vereinigung der Unternehmensverbände in Hamburg und Schleswig-Holstein sowie der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Bezirk Nord haben den Verein „Initiative pro Metropolregion Hamburg“ (IMH) gegründet. Zweck des Vereins sei es, „die wirtschaftliche, technologische und soziale Entwicklung der Metropolregion als gemeinsamen Wirtschafts- und Lebensraum innerhalb der staatsvertraglich festgelegten Grenzen voranzutreiben“. Die IMH ist  offen für den Beitritt weiterer Verbände und Organisationen sowie die Unternehmen der Metropolregion.

Die Organisation der Metropolregion könne nur profitieren, wenn sie zusätzlich zu den Gebietskörperschaften auf der Beteiligung der Wirtschaft beruhe, sagte der neue IMH-Vorsitzende Prof. Hans-Jörg Schmidt-Trenz, gleichzeitig Hauptgeschäftsführer der Handelskammer Hamburg, bei der Vorstellung des Vereins. Das Ziel sei es, die Metropolregion Hamburg für die Menschen der Region greifbar und erlebbar zu machen – ein Gleiches gelte für den Außenauftritt gegenüber Geschäftspartnern und Freunden aus der ganzen Welt. Er kritisierte, dass die beteiligten Gebietskörperschaften zwar seit Abschluss des Staatsvertrages zur Metropolregion Hamburg „gute Arbeit“ geleistet hätten.

Die Diskussionen um Verkehrsprojekte, um die Entwicklung des öffentlichen Nahverkehrs, Gastschüler, Factory-Outlet-Center oder die Frage, wo gewohnt und wo gearbeitet werden soll, zeigten allerdings, dass dies noch nicht in optimaler Weise geschehe. Zudem seien die Zusagen der Politik, die Metropolregion als echtes „Public-Private-Partnership“ aufzustellen, bis heute nicht eingelöst worden. Der Verein werde sich zu Wort melden mit Vorschlägen, wie der Verkehrsinfarkt in der Metropolregion verhindert werden könne. Schmidt-Trenz kündigte ferner an, Strategien zur Fachkräftegewinnung und -bindung zu entwickeln, „die für die gesamte Metropolregion Relevanz haben“. Außerdem wolle die IMH eine kluge Flächenpolitik vorantreiben, die die Stärken der Kernstadt und des Umlandes miteinander verbinde. 
 
UVNord-Hauptgeschäftsführer Michael Thomas Fröhlich begrüßte die Gründung des Vereins sehr, „da sie die von uns seit Jahren forcierte länderübergreifende Zusammenarbeit verstärkt und im Wettbewerb der Metropolen Hamburg zukünftig einen neuen Stellenwert einnimmt. Wir leben in einem grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt, der uns auch im Rahmen des neu gegründeten Vereins beschäftigen wird.“ Darüber hinaus begrüßte er, dass zukünftig die zweitgrößte Metropole Deutschlands endlich nicht mehr nur über, sondern auch mit der Wirtschaft spreche. Die Metropolregion werde nur gemeinsam von Politik, Verwaltung, Wirtschaft sowie Sozialpartnern fit für die Zukunft zu machen sein. „Die UVNord wird sich dabei ihrer Rolle als Anwalt des Mittelstandes besonders verpflichtet fühlen“, so Fröhlich.   
 
"Im Verbund wollen wir gemeinsam die strategischen Herausforderungen Hamburgs und seines Umlandes gezielt anpacken“, betonte Henning Albers, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Hamburg und designiertes IMH-Vorstandsmitglied. Die Initiative zeige für ihn: „Die Wirtschaft nimmt ihre Verantwortung für die Entwicklung der Metropolregion wahr, und zwar im Interesse der gesamten Gesellschaft. Dabei geht es um Fragen von zukunftsfähigen Mobilitätskonzepten ebenso wie um eine Balance von Wohnen und Gewerbe.“ Eine Stärkung der Region sei ein Gewinn, insbesondere auch für kleine Betriebe wie die über 50.000 Handwerksbetriebe im Großraum Hamburg. Daher unterstütze das Handwerk die gemeinsamen Ziele mit aller Kraft. 
 
Uwe Polkaehn, Vorsitzender des DGB Nord, plädierte dafür, Weiterbildung und Qualifizierung länderübergreifend einen höheren Stellenwert einzuräumen und gute Arbeitsbedingungen mit fairen Löhnen in der gesamten Metropolregion zum Standard zu machen, „um auf dem Arbeitsmarkt im bundesweiten Wettbewerb um Fachkräfte attraktiv zu bleiben“. „Hier leben rund fünf Millionen Menschen, von denen täglich Hunderttausende flott zur Arbeit und nach Hause kommen müssen. Ein besserer Takt für Bus und Bahn, ein erweiterter Verkehrsverbund mit einer intelligenten Tarifstruktur, mehr Park-and-Ride-Plätze und barrierefreie Bahnhöfe würden das Umsteigen unterstützen.“ Der Wirtschaftsverkehr, so Polkaehn weiter, brauche einen nachhaltigen Masterplan zur Mobilität, um mit sanierten Straßen, ausgebauten Wasserwegen und belastbaren Schienennetzen die Wachstums- und Klimaschutzziele zu erreichen. 
 
Als wichtige aktuelle Projekte nannten die Gründungsmitglieder eine Kampagne, um die Metropolregion Hamburg als attraktiven Standort für Europa-Niederlassungen internationaler (Industrie-)Unternehmen zu bewerben. Weitere Projekte sind eine flächendeckende Technologiedatenbank, eine Umfrage unter Unternehmern und Bewohnern der Metropolregion („Wo drückt Ihnen im Alltag der Schuh?“) und ein erster Konjunkturbericht für die Metropolregion Hamburg, der künftig zweimal im Jahr erscheinen wird. Er basiert auf den Daten von 2.500 Mitgliedsunternehmen der IHKs und Handwerkskammern der Metropolregion Hamburg. 
 
Die wichtigsten Ergebnisse (siehe auch Konjunkturbericht in der Anlage): Der Motor der Wirtschaft der Metropolregion läuft rund. Das Geschäftsklima bei den befragten IHK-Unternehmen liegt zum Ende des ersten Quartals 2013 mit 110,2 Testpunkten auf einem ähnlich hohen Niveau wie vor drei Monaten (110,4 Punkte). Während die aktuelle Geschäftslage insgesamt etwas schlechter als noch vor drei Monaten beurteilt wird, haben sich die Erwartungen dagegen deutlich aufgehellt.

Anhaltend zuversichtlich ist die Erwartungshaltung im Exportgeschäft: Mehr als jedes dritte exportierende Unternehmen der Metropolregion Hamburg erwartet eine Zunahme des Exportgeschäftes, etwas mehr als die Hälfte der Befragten rechnet mit einem etwa gleich bleibenden Umfang. Fast 16 Prozent der Befragten wollen zusätzliche Mitarbeiter einstellen. Nur etwa jeder achte Befragte rechnet mit einer Personalkürzung für das laufende Jahr. Etwas verhaltener fallen die Investitionsplanungen für das nächste Jahr im Inland aus. Der Anteil der Unternehmen, in denen die Investitionsausgaben voraussichtlich steigen werden, hält sich mit dem Anteil  der Unternehmen, die das Gegenteil beabsichtigen, in etwa die Waage.   
 
Die wirtschaftliche Stimmung in den Handwerksbetrieben der Metropolregion Hamburg ist im ersten Quartal des Jahres leicht abgekühlt. Dies dürfte vor allem eine Folge des lang anhaltenden Frostes gewesen sein. Viele Bauvorhaben und Außenarbeiten mussten verschoben werden, worunter vor allem die Betriebe des Bau- und Ausbauhandwerks gelitten haben. Die rückläufige gesamtwirtschaftliche Lage und die deutschen Exportrückgänge im Euro-Raum sind bisher nur in einigen Betrieben des Zulieferhandwerks spürbar. Im Kfz-Handwerk drückt bei stabilem Werkstattgeschäft die schleppende Neuwagennachfrage negativ auf die Ergebnisse.

Die Zukunftsaussichten sind hingegen gut: In den Kammerbezirken Lübeck und Schwerin erwarten über 40 Prozent der Handwerksmeister eine Verbesserung ihrer geschäftlichen Lage im Sommer 2013. Nicht ganz so optimistisch zeigt sich das Hamburger Handwerk: 34,4 Prozent der Unternehmer kalkulieren mit Zuwächsen. Die Mehrzahl der Betriebe geht angesichts erfreulicher Auftrags- und Umsatzerwartungen bei ihrer Beschäftigungsplanung bis in den Herbst 2013 von Neueinstellungen aus. Mit Blick auf die Metropole Hamburg suchen 14,8 Prozent der Betriebe im Sommerhalbjahr zusätzliche Mitarbeiter. (Pressemeldung vom 11.06.2013)
Quelle: IHK Nord e.V. | Foto: IHK Nord e.V.
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