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Wirtschaft
Eberspächer-Jahrespressekonferenz: Rückblick auf ein zufriedenstellendes - Ausblick auf ein herausforderndes Geschäftsjahr
Freitag, der 7.Juni 2013
Eberspächer-Jahrespressekonferenz: Rückblick auf ein zufriedenstellendes - Ausblick auf ein herausforderndes Geschäftsjahr

Esslingen: Nach einem Plus beim Umsatz von 9,1 Prozent und einem soliden Ergebnis für 2012 steht die Eberspächer-Gruppe im laufenden Geschäftsjahr vor großen Herausforderungen. Hohe Vorleistungen für das künftige Wachstum werden das diesjährige Ergebnis belasten. Erschwerend hinzu kommen die Nachfrageschwäche in der EU sowie die rückläufige Entwicklung im nordamerikanischen Nutzfahrzeugmarkt.

Das abgelaufene Geschäftsjahr ist für die Eberspächer-Unternehmensgruppe zufriedenstellend verlaufen. Dennoch blickt der geschäftsführende Gesellschafter Heinrich Baumann mit der gebotenen Vorsicht in die Zukunft: „Die Rahmenbedingungen in unserer Branche ändern sich – auf nationaler wie auf internationaler Ebene. Mehr denn je wird Flexibilität von uns gefordert und die Fähigkeit, sich auf Veränderungen einzustellen.“

2012 wuchs der Umsatz des international aufgestellten Automobilzulieferers von 2.590,5 auf 2.826,5 Millionen Euro. Das Konzernergebnis lag mit 71,5 Millionen Euro leicht unter dem Vorjahreswert von 76,3 Millionen Euro. Bei den Beschäftigten stieg die Anzahl im Jahresdurchschnitt um 16,1 Prozent auf insgesamt 7.348 Mitarbeiter. Auch bei den Investitionen in Forschung und Entwicklung war mit 134 Millionen Euro ein deutliches Plus um 11,5 Prozent zu verzeichnen.

Wachstum im Bereich Exhaust Technology
Der Zuwachs ist im Wesentlichen auf den Geschäftsbereich Exhaust Technology zurückzuführen: Der Umsatz mit Abgasanlagen für Pkw- und Nfz-
Hersteller erhöhte sich um 11,9 Prozent auf 2.396,2 Millionen Euro. Bereinigt um durchlaufende Posten – wie Monolithe zur Katalysatorenfertigung und Komponenten von Wettbewerbern – liegt das Plus in diesem Geschäftsbereich bei 19,6 Prozent.

In den USA legte der Umsatz um 46,2 Prozent zu. Dies ist vor allem auf die positive Entwicklung im dortigen Nutzfahrzeuggeschäft zurückzuführen, in das Eberspächer in den letzten Jahren stark investiert hatte. Einen aktiven Beitrag hat aber auch das neue Produktionswerk für Pkw-Abgasanlagen in Belvidere im US-Staat Illinois geleistet. Auch am russischen Standort Togliatti wurde die Produktion von Pkw-Abgasanlagen hochgefahren. Insgesamt hat sich das Umsatzvolumen im Geschäft mit den BRIC-Staaten mehr als verdoppelt. Dass in Europa – trotz Krise – ein moderates Wachstum von 3,8 Prozent verbucht werden konnte, ist darauf zurückzuführen, dass die Kernkunden von Eberspächer zumeist dem Premiumbereich angehören. Und damit einem Bereich, der im Branchenvergleich weniger stark von der rückläufigen Entwicklung des europäischen Marktes betroffen war.

Rückgang im Bereich Climate Control Systems
Im Geschäftsbereich Climate Control Systems waren diverse Produktgruppen unterschiedlich stark von der krisenbedingten Zurückhaltung gewerblicher und privater Verbraucher betroffen. Insgesamt ging der Umsatz hier um 4,1 Prozent auf 430,4 Millionen Euro zurück.

Bei den brennstoffbetriebenen Fahrzeugheizungen lag der Wert leicht unter dem Vorjahr. Dabei fiel das Minus im OEM-Nfz-Geschäft – aufgrund der weltweit rückläufigen Zulassungszahlen – deutlich stärker aus als im OEM-Pkw-Geschäft oder im Handel.

Ausgesprochen positiv war die Entwicklung bei den elektrischen Fahrzeugheizungen, die Eberspächer am Standort Herxheim produziert. Während der Umsatz in Nordamerika um 58,2 Prozent und in Europa um 3,3 Prozent zulegte, verringerte er sich in Deutschland um 15,1 Prozent. Den stärksten Anteil am Umsatz hatten die PTC-Zusatzheizungen für verbrauchsarme Fahrzeuge, den größten Wachstumsschub verzeichneten jedoch die Heizsysteme für Hybrid- und Elektrofahrzeuge – ein Segment, in dem Eberspächer weltweit führend ist.

Unmittelbar von der Finanzkrise betroffen war das Geschäft mit den Bus-Klimasystemen von Eberspächer Sütrak, das traditionell seinen Schwerpunkt im südlichen Europa hat. Da die Kommunen und Unternehmen dort kaum in neue Fahrzeuge und damit auch nicht in deren Klimatisierungstechnik investierten, fielen die Umsätze hier deutlich unter das Vorjahresniveau.

Stark gewachsen ist dagegen das Geschäft mit der Fahrzeugelektronik – insbesondere mit Steuergeräten zur Bordnetzstabilisierung. Hier konnte das Tochterunternehmen Eberspächer Controls seine führende Position deutlich ausbauen.

Restrukturierung am Standort Neunkirchen
Für den größten Standort der Unternehmensgruppe in Neunkirchen mit aktuell rund 1.950 Mitarbeitern ist in den nächsten zwei Jahren ein umfassendes Restrukturierungsprogramm geplant. Im internationalen Vergleich sind die Kostenstrukturen und die Produktionsorganisation dort nicht mehr wettbewerbsfähig. „Wir können den Standort Neunkirchen nur dann erhalten, wenn wir ihn bei hoch automatisierter Fertigung mit voller Auslastung und weniger Mitarbeitern als heute betreiben“, betont Baumann. Ziel ist es, die Effizienz in allen Abläufen und Prozessen zu steigern. Zu den geplanten Maßnahmen gehört – auch aufgrund des stagnierenden beziehungsweise rückläufigen Marktvolumens in Europa – der Abbau von rund 300 Arbeitsplätzen. Dieser soll nach Möglichkeit ohne betriebsbedingte Kündigungen erfolgen, die jedoch nicht gänzlich ausgeschlossen werden können.

Aktuelle und künftige Entwicklung
Seit dem vierten Quartal 2012 bekommt Eberspächer die schwache EU-Binnennachfrage und den rückläufigen Nutzfahrzeugmarkt in den USA zunehmend zu spüren. Für 2013 erwartet das Management nur wenig Veränderung und rechnet allenfalls mit einem stabilen ökonomischen Klima. Nach der verhaltenen Entwicklung im ersten Quartal wird für das laufende Geschäftsjahr ein leichter Umsatzzuwachs erwartet. Das Ergebnis wird jedoch unter dem Vorjahr liegen. Verantwortlich hierfür sind die hohen Vorleistungen für das geplante Wachstum – vor allem für die Serienproduktion von Euro-6-Abgasanlagen im neuen Werk in Wilsdruff bei Dresden. Mit dem Inkrafttreten dieser Abgasnorm für alle Nutzfahrzeuge in Europa im Jahr 2014 wird der Umsatz bei Eberspächer deutlich ansteigen und das Ergebnis wird sich stabilisieren.

Abgesehen vom Euro-6-Geschäft wird das Wachstum der Unternehmensgruppe in Zukunft jedoch außerhalb Europas stattfinden. Der Trend in der Automobilindustrie geht weg vom Export – hin zur Fahrzeugmontage in den entsprechenden Zielländern. Damit steht auch Eberspächer in den nächsten Jahren vor der großen Herausforderung, seine Produktionsstrukturen – insbesondere in der Abgastechnik – noch globaler auszurichten. Der Fokus liegt dabei auf den BRIC-Staaten: Aktuelles Beispiel ist die neue Asien-Zentrale mit Produktionswerk in Jiading bei Schanghai, die Anfang Juni ihren Betrieb aufgenommen hat. (Pressemeldung vom 06.06.2013) 

Quelle: Eberspächer Climate Control Systems GmbH & Co. KG | Foto: Eberspächer
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