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Wirtschaft
GfK TEMAX Westeuropa – erstes Quartal 2013 - Technikmarkt trotzt konjunkturellem Gegenwind
Donnerstag, der 30.Mai 2013
GfK TEMAX Westeuropa – erstes Quartal 2013 - Technikmarkt trotzt konjunkturellem Gegenwind

Nürnberg: Auf dem westeuropäischen Markt für technische Gebrauchsgüter wurden im ersten Quartal 2013 Produkte im Wert von insgesamt 48,4 Milliarden Euro verkauft. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konnten zwar keine Zuwächse generiert werden, die Umsätze blieben aber insgesamt stabil. Größere Rückgänge ver-zeichneten Griechenland und Spanien. Österreich, Belgien und Italien erzielten die höchsten wertmäßigen Wachstumsraten.

Das Bedürfnis nach Mobilität steigt bei westeuropäischen Konsumenten. Ein Trend, von dem vor allem der Telekommunikationsmarkt und die Infor-mationstechnologie profitieren. Dort sorgten in erster Linie Smartphones sowie Media Tablets für erfreuliche Zuwachsraten im ersten Quartal 2013. Auch der Bereich Elektrokleingeräte befand sich zwischen Januar und März im Plus, wozu alle Segmente beigetragen hatten. Die anderen im GfK TEMAX ® Westeuropa beobachteten Sektoren kämpften dagegen zum Jahresauftakt noch mit mehr oder weniger großen Rückgängen.

Telekommunikation: Smartphones werden größer und schlanker

Der Telekommunikationsmarkt in Westeuropa erzielte im ersten Quartal 2013 ein wertmäßiges Wachstum von 11,9 Prozent. Auf Basis nicht sub-ventionierter Preise wurde in diesem Zeitraum ein Umsatzvolumen von 9,5 Milliarden Euro generiert. Viele Länder trugen mit einem zweistelligen Plus zu diesem Ergebnis bei – ganz vorne Belgien, Italien, Portugal und Deutschland. Smartphones lieferten weiterhin die größten Wachstumsimpulse, forciert von preislich zunehmend attraktiven Angeboten. Verkaufsfördernd wirkten sich auch diverse neue Ausstattungsmerkmale bei Geräten des mittleren und gehobenen Segments aus. Der Trend zu größeren und schlankeren Modellen hielt an. Inzwischen gibt es Displays mit 6 Zoll oder größer, die sich an der Grenze zu Media Tablets bewegen, aber nicht einmal mehr 1 cm dick sind. Die aktuelle Smartphone-Generation lockt mit attraktivem Design, neuen Funktionen und setzt hinsichtlich der techni-schen Performance Maßstäbe. Gute Vorzeichen für eine weiterhin dynami-sche Entwicklung des Telekommunikationsmarktes.
Wir bitten Sie zu beachten, dass die Zahlen im Bereich Telekommunikation ab diesem Quartal auf Basis nicht subventionierter Preise ausgewiesen werden. Historische Daten wurden entsprechend überarbeitet.

Elektrokleingeräte: Wachstumsimpulse aus allen Segmenten

Westeuropäische Konsumenten gaben zwischen Januar und März 2013 rund 3,1 Milliarden Euro für Elektrokleingeräte aus. Im Vergleich zum ersten Quartal 2012 vergrößerte sich das Umsatzvolumen damit um 4,1 Pro-zent. Im Ländervergleich trugen Großbritannien und Deutschland mit jeweils zweistelligen Wachstumsraten am stärksten zu diesem guten Ergeb-nis bei. Das Küchensegment sorgte weiterhin für positive Impulse, vor allem dank der Nachfrage nach traditionellen Küchenmaschinen und Mixern. Ebenfalls im Plus befand sich im ersten Quartal 2013 der Bereich Getränkezubereitung. Insbesondere Espressovollautomaten verzeichneten, gerade in Deutschland, einen positiven Umsatztrend. Filterpadmaschinen profitierten von Promotionaktionen, jedoch auf Kosten niedrigerer Durch-schnittspreise. Auch Mundpflegegeräte trugen zum Wachstum des Elektrokleingerätemarkts bei. Mit Ausnahme Frankreichs konnten die Umsätze mit elektrischen Zahnbürsten in Westeuropa ausgebaut werden. Angetrieben durch innovative Produkte erzielten Mundduschen ebenfalls ein wertmäßiges Plus, am stärksten in Deutschland. Einen anhaltenden Aufwärtstrend verzeichnet das Staubsaugersegment. In den meisten westeuropäischen Märkten stehen dabei zunehmend akkubetriebene Geräte im Fokus der Verbraucher.

Informationstechnologie: Innovationen sorgen für Umsatzplus

Der Markt für Informationstechnologie (IT) in Westeuropa wuchs im ersten Quartal 2013 um 4,0 Prozent auf ein Umsatzvolumen von 14,6 Milliarden Euro. Die höchsten Umsätze auf Länderebene zeigten in diesem Zeitraum Belgien, Niederlande und Österreich. Nur Spanien, Griechenland und Frankreich verzeichneten leichte Rückgänge. Die insgesamt sehr positive Entwicklung im IT-Sektor wird von der anhaltend regen Nachfrage nach innovativen Produkten getragen. Media Tablets, mittlerweile eine feste Größe im Computermarkt, stehen dabei besonders im Fokus der Verbraucher, neben den sogenannten UltraThin Notebooks, sehr dünnen und leichten Geräten. Für diese Segmente nebst zugehörigen Accessories sind die Aussichten für 2013 vielversprechend. Neben Mobilität verspricht auch das Thema Vernetzung weiteres Umsatzpotential. Gerade unter den privaten Verbrauchern wächst das Interesse, unterschiedliche Geräte wie Fernseher, Computer und Spielkonsolen zu verknüpfen. Entsprechende Produkte aus den Bereichen Kommunikation und Infrastruktur entwickelten sich zwischen Januar und März 2013 in der Folge positiv. Dank vieler attraktiver Neuheiten erwartet GfK insgesamt eine Fortsetzung des Aufwärtstrends im IT-Bereich.

Elektrogroßgeräte: Profitrends erobern die Privatküche

Im ersten Quartal 2013 wurden in Westeuropa Elektrogroßgeräte im Wert von rund 7,5 Milliarden Euro verkauft. Positiven Entwicklungen in Schweden, Großbritannien, Deutschland und Österreich standen Rückgänge in den anderen im Rahmen des GfK TEMAX® Westeuropa beobachten Ländern gegenüber. Im Ergebnis war die wertmäßige Wachstumsrate mit mi-nus 0,9 Prozent leicht negativ. In mehr und mehr Haushalten wird Kochen als Event zelebriert und gleichzeitig auf bewusste Ernährung geachtet. Dabei zeigt sich, dass mehr und mehr Trends aus dem Profibereich in der privaten Küche Einzug halten. So gewannen Induktionskochfelder, mit de-nen nach wie vor überdurchschnittliche Preise erzielt werden, in der Ver-gangenheit kontinuierlich an Bedeutung. Der Wunsch nach vitaminschonendem Kochen stimulierte die Verkäufe von Herden und Backöfen mit Dampfzuführungsfunktion sowie von Dampfgarern selbst. Daneben spielt das Thema Convenience eine immer wichtigere Rolle. Dies zeigt sich unter anderem darin, dass die Touch-Display-Technik immer weiter auf dem Vormarsch ist. Konsumenten legen zudem verstärkt Wert auf möglichst geringe Laufgeräusche, beispielsweise im Bereich Geschirrspüler. Im Hinblick auf die zunehmende Digitalisierung und die Vernetzungsmöglichkei-ten sind für den weiteren Jahresverlauf spannende Innovationen zu erwarten.

Bürogeräte und Verbrauchsmaterial: vielversprechende Nischen

Zwischen Januar und März 2013 wurde in Westeuropa mit Bürogeräten und Verbrauchsmaterialien ein Umsatzvolumen von rund 4 Milliarden Euro generiert. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum betrug der wertmäßige Rückgang 3,6 Prozent. Diesem Trend konnten sich im ersten Quartal nur Frankreich und Österreich entziehen, die jeweils leicht positive Wachstumsraten erzielten. Die Umsätze bei Tintenstrahldruckern blieben auch zum Jahresstart unter Druck, zeigten jedoch erste Anzeichen einer Erholung, wozu gerade die wachsenden Subsegmente Duplexdruck und WLAN-Geräte beitrugen. Ein genauerer Blick auf den Markt für Scanner lohnt ebenfalls. Zwar hat auch dieses Segment seit längerem mit Rückgängen zu kämpfen, aber in Teilbereichen gibt es Bewegung. So hat sich bei Dokumentenscannern das Angebot an mobilen Geräten deutlich erhöht und trifft auf zunehmende Nachfrage. Die Zuwächse in diesen Produktnischen stimmen für den weiteren Jahresverlauf durchaus positiv. Für den Handel bietet sich die Chance, an diesem Marktpotential zu partizipieren.

Foto: Nachfrage nach hoher Bildqualität sorgt für Impulse

Westeuropäische Konsumenten gaben im ersten Quartal 2013 für die im GfK TEMAX® Westeuropa beobachteten Fotoprodukte insgesamt 1,6 Milliarden Euro aus. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Umsatzrückgang von 4,2 Prozent. Einzelne Märkte, speziell Deutschland und vor allem Österreich, konnten dennoch signifikant positive Wachstumsraten erzielen. Positive Ergebnisse gab es auch von verschiedenen Pro-duktgruppen. Kameras mit Wechselobjektiv sowie die Wechselobjektive selbst legten im Vergleich zum ersten Quartal 2012 deutlich zu. Fixed Lense Kameras, noch immer das Hauptsegment innerhalb der Digitalkameras, stimulierten ebenfalls den Markt. Hier waren es vor allem Geräte der gehobenen Preisklasse mit entsprechender technischer Ausstattung wie High-Zoom-Modelle, die für entsprechende Impulse sorgten. Die Bildqualität ist für viele Konsumenten ein wichtiges Kaufkriterium, wie die steigende Nachfrage speziell nach hochwertigen Kameras belegte. Dieser Effekt half, den anhaltenden Umsatzrückgang im Bereich der Einstiegsmodelle teilweise zu kompensieren. Einfachere Geräte werden hingegen zunehmend durch Smartphones ersetzt. Die Fotobranche hält mit technischem und qualitativem Mehrwert bislang jedoch gut dagegen.

Unterhaltungselektronik: Geschäft leidet an hoher Marktsättigung

Im westeuropäischen Markt für Unterhaltungselektronik (CE) wurde im ersten Quartal 2013 ein Umsatz von insgesamt 7,9 Milliarden Euro erzielt, ein Rückgang von 15,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Von diesem negativen Trend waren alle CE-Segmente betroffen. Das Geschäft mit Fernsehern, dem wertmäßig bedeutendsten Bereich, leidet nach wie vor an der hohen Marktsättigung. Da die meisten Haushalte bereits einen Flachbildschirm besitzen, fließt das für den digitalen Konsum reservierte Budget in andere Produkte. Der negative Gesamttrend bei TV ist zum Teil aber auch den sehr starken Verkäufen des Vorjahres geschuldet. Zusätzliche Marktimpulse durch sportliche Großereignisse sowie ein Sondereffekt wie die Abschaltung des analogen Übertragungssignals führten in 2012 zu überdurchschnittlich hohen Umsätzen. Es ist jedoch zu erwarten, dass sich die Entwicklung im zweiten Halbjahr wieder erholt. Ein Grund dafür ist der anhaltende Trend zu smarten Fernsehern, die sich zunehmend als Standard etablieren. Auch legen Konsumenten eindeutig mehr Wert auf Qualität, wie der Erfolg der Soundbars belegt, die den Klang von Flachbildfernsehern verbessern. Dass die Nachfrage innerhalb der Unterhaltungselekt-ronik derzeit eher im Audio- als im TV- oder Video-Bereich liegt, zeigt auch das starke Umsatzwachstum bei Docking-Geräten. Diese Produkte ermög-lichen den Konsumenten hochwertigen Musikgenuss in den eigenen vier Wänden – egal ob per Smartphone, Media Tablet oder MP3/MP4-Player.

GfK TEMAX® Westeuropa: Portugal und Italien erholen sich

Dass der Schatten der Finanz- und Schuldenkrise lang ist, mussten im ersten Quartal 2013 einmal mehr vor allem die südeuropäischen Länder feststellen. Unter allen im GfK TEMAX® Westeuropa beobachteten Ländern verzeichneten Griechenland und Spanien die höchsten Umsatzrückgänge bei technischen Gebrauchsgütern. Hautproblem beider Länder ist die hohe Arbeitslosigkeit, die den Spielraum für größere Investitionen bei den Kon-sumenten erheblich einschränkt. Es zeigten sich aber auch Zeichen der Erholung. So lagen die Umsätze in Portugal und vor allem Italien zwischen Januar und März wieder im Plus. Auch die nördlichen Staaten entwickelten sich in diesem Zeitraum positiv. Das gesamte mit technischen Gebrauchs-gütern generierte Volumen belief sich auf knapp 48,4 Milliarden Euro. Da-mit blieb der europäische Technikmarkt den teils schwierigen wirtschaftli-chen Rahmenbedingungen zum Trotz im Ganzen stabil.

Der GfK TEMAX® ist ein Index zum Markt der technischen Gebrauchsgüter. Die Ergebnisse basieren auf regelmäßigen Erhebungen des Handelspa-nels der GfK. In das Handelspanel fließen weltweit Daten von mehr als 425.000 Verkaufsstellen ein. Seit Februar 2009 erhebt GfK den GfK TEMAX® auch international in mehr als 30 Ländern. Er stellt erstmals um-fassende Gesamtmärkte für technische Gebrauchsgüter in verschiedenen Ländern dar. (Pressemeldung vom 29.05.2013)

Quelle: GfK SE | Foto: GfK SE
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