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Wirtschaft
Waldtausch in Mecklenburg-Vorpommern: Keine Nachteile - Landtag von stimmte Waldtausch zu
Donnerstag, der 30.Mai 2013
Waldtausch in Mecklenburg-Vorpommern: Keine Nachteile  - Landtag von stimmte Waldtausch zu

Schwerin: Der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern stimmte am Mittwoch mit den Stimmen der Regierungskoalition dem von Finanz- und Agrarausschuss unterstützten Tausch von Waldflächen der Landesforstanstalt und der Gut Stieten GmbH & Co KG zu. "Ein solcher Tausch ist nicht nur ein Tausch von Vermögenswerten", hatte dazu Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus erläutert. "Bei Wald geht es auch immer um öffentliche Leistungen, Daseinsvorsorge und um Emotionen."

Beim aktuellen Tauschvorhaben seien die Emotionen immer wieder hochgekocht, wurde das Waldwertgutachten angezweifelt. Dazu der Minister: "Das von uns angewandte bundeseinheitliche Bewertungsverfahren berücksichtigt nach der "Waldwertermittlungsrichtlinie 2000" die werterheblichen Bestandteile." Dazu zählen sowohl kurzfristig zu realisierende Erträge, als auch langfristig wertbestimmende Aspekte. Dieses Verfahren sichert, dass der Bodenwert und der Bestandserwartungswert vollständig berücksichtigt werden. Im Ergebnis lag der durchschnittliche Wert für die ausgewählten Flächen bei ca. 12.300 €/ha im Forstamt Gädebehn und ca. 8.600 €/ha für die Flächen der Gut Stieten GmbH & Co. KG im Forstamt Rothemühl.

"Deshalb möchte ich ganz entschieden dem Vorwurf entgegentreten, dass das Land oder die Landesforstanstalt in den kommenden Jahren erhebliche wirtschaftliche Nachteile durch den Tausch zu befürchten haben", unterstrich er. "Das Gegenteil ist der Fall. Es ist über einen tatsächlich wertgleichen Tausch zu entscheiden, der für die Landesforstanstalt zusätzlich einen Beförsterungsvertrag sichert, der in den kommenden 15 Jahren insgesamt zusätzliche Einnahmen von rund einer halben Millionen Euro sichert."

Die Menschen, die im Sternberger Raum leben oder Urlaub machen, können auch künftig den zu tauschenden Wald ohne Einschränkung für die Erholung nutzen; das freie Betretungsrecht des Waldes ist gesetzlich gesichert.

Auch die Befürchtung, dass durch den Flächentausch der Anteil des Staatswaldes in einer ganzen Region stark verändert wird, sei unbegründet. Der Anteil öffentlichen Waldes im Landkreis Ludwigslust-Parchim sinkt durch den Tausch um 0,31 %, der Anteil im Landkreis Vorpommern-Greifswald steigt um 0,63 %.

Zum Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, die Risiken des Waldtausches zu prüfen, erläuterte der Minister: "Die Ausschüsse haben sich sehr intensiv mit dem Antrag beschäftigt. Ich denke, dass es wichtig ist, derartige Grundstückgeschäfte nicht hinter verschlossenen Türen zu diskutieren, sondern offen und transparent."

Eine weitere Verzögerung jedoch liefere keinen fachlichen Mehrwert, sondern brächte nur zusätzliche Kosten. Außerdem müsste dann auch die Bewirtschaftung beider Waldgebiete weiter ruhen. "Der Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen führt daher nicht zur Vermeidung von Schäden, sondern zu finanziellen und materiellen Nachteilen auf beiden Seiten."

Die Gut Stieten GmbH & Co. KG hatte 2007 einen Antrag an die Landesforstanstalt auf freiwilligen Landtausch gestellt. Dabei geht es um Flächen (nicht vollständig arrondierte Waldteile und Splitterflächen) im Forstamt Gädebehn. Zum Tausch bot die Gut Stieten GmbH das Waldobjekt Eichhof im Forstamt Rothemühl mit einer Fläche von 609 ha an.

Als unabhängigen Gutachterfür die Waldwertermittlung bestimmten beide Seiten Prof. Dr. von der Wense aus Eberswalde in Brandenburg.

Um zu einem optimalen Ergebnis zu kommen, hatte die Landesforstanstalt 426 ha ausgewählt. Der durchschnittliche Wert für diese Flächen beträgt ca. 12.300 €/ha. Dem steht ein Wert von rund 8.600 €/ha für die 609 ha der Gut Stieten GmbH & Co. KG gegenüber.

Der Gesamtwert der Tauschobjekte liegt bei jeweils rund 5,25 Mio. €. Die Ermittlung der Waldwerte ergab somit ein nahezu ausgeglichenes Verhältnis. Lediglich die Differenz von 3 700 € ist durch die Gut Stieten GmbH & Co. KG auszugleichen. (Pressemeldung vom 29.05.2013)

Quelle: LU MV Nr. 156/ 2013 | Foto: MV, Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz
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