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Wirtschaft
Vattenfall: Grüne Liga verunsichert gezielt Trinkwasser-Verbraucher
Sonntag, der 28.April 2013
Vattenfall: Grüne Liga verunsichert gezielt Trinkwasser-Verbraucher

Berlin: Die Diskussion über Eisenhydroxid- und Sulfatfrachten in der Spree wird von der Grünen Liga, einem Netzwerk Ökologischer Bewegungen, derzeit genutzt, um gezielt Trinkwasserverbraucher zu verunsichern und sie gegen die Gewinnung von Braunkohle in bestehenden und künftigen Tagebauen in der Lausitz aufzubringen. Vattenfall weist in diesem Zusammenhang auf eine Reihe falscher oder im falschen Zusammenhang stehender Aussagen hin, die in einem von der Grünen Liga herausgegebenen Informationsblatt unter dem Titel „Wie Vattenfalls Braunkohle Ihr Trinkwasser gefährdet“ veröffentlicht worden sind.

So zeigt das Titelbild des Blattes den Fluss Wudritz am Naturhafen Ragow, kurz vor dem Übergang zum Spreewald. Die extreme Braunfärbung in diesem Flussbereich geht nachweislich von den Alttagebaubereichen Schlabendorf-Nord und –Süd aus, die zum Verantwortungsbereich des Bergbausanierers LMBV gehören. Sie stehen also in keinem Zusammenhang mit Vattenfall.

Das Foto soll dem Leser einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen der Braunfärbung der Spree und einer möglichen Trinkwassergefährdung suggerieren. Richtig ist aber, dass in den Trinkwasseraufbereitungsanlagen im Land Brandenburg das Entfernen von Eisen aus dem Grundwasser zu den erprobten und praktizierten Grundaufgaben gehört. Vattenfall gibt jährlich etwa 270 Millionen Kubikmeter aufbereitetes, klares Grubenwasser aus seinen Anlagen an die Spree und ihre Nebenarme ab.

Gerade wegen dieses gleichmäßigen Rohwasserangebotes aus Vattenfalls Kohlegruben ist die Trinkwasserversorgung nach Menge und Qualität für die auf Nutzung von Spreewasser angewiesenen Wasserversorger nicht gefährdet. Sollten dennoch entgegen aller Prognosen eines Tages zusätzliche Maßnahmen zur Sicherung der Trinkwasserqualität notwendig werden, so wird dies, anders als von der Grünen Liga behauptet, nicht zu Lasten der Bevölkerung, sondern nach dem Verursacherprinzip finanziert.

Falsch ist die Aussage der Grünen Liga, dass bei einem Grundwasserwiederanstieg nach dem Auslaufen heute aktiver Tagebaue Eisen ungehindert in die Oberflächen- und Fließgewässer gelange. Tatsächlich hat Vattenfall eine Reihe erprobter Maßnahmen vorgesehen, die ein ungehindertes Austreten von Eisen aus Kippenflächen verhindern. Sie reichen vom regelmäßigen Monitoring über die unterirdische Abdichtung von Kippenrändern bis hin zum natürlichen Ausfiltern von Eisenpartikeln in eigens geschaffenen Wetlands (Feuchtlandschaften) mit mäandernden Flussläufen und schilfbewachsenen Teichen. Auch die Dichtwände, die Vattenfall bereits heute am Rand der Tagebaue Cottbus-Nord, Jänschwalde, Welzow-Süd und Reichwalde zum Schutz benachbarter Gewässer vor der Grundwasserabsenkung errichtet, können nach dem Bergbau einen wertvollen Beitrag zum kontrollierten Übertritt von Grundwasser aus Kippenflächen in den natürlichen Grundwasserkörper leisten. Die Umsetzung dieser Maßnahmen ist Bestandteil des laufenden Geschäfts. Für die Zeit nach Beendigung der Kohleförderung werden bereits jetzt Rückstellungen gebildet.

Auch die von der Grünen Liga behauptete Gefährdung des Trinkwassers durch sulfathaltiges Grundwasser aus Tagebauen lässt sich weder jetzt noch für die Zukunft bestätigen. Bereits seit 2009 haben Vattenfall und die LMBV gemeinsam mit den Brandenburgischen Ministerien für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz und für Wirtschaft und Europaangelegenheiten sowie mit der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz ein „Strategiepapier zur Beherrschung bergbaubedingter Stoffbelastungen in den Fließgewässern Spree, Schwarze Elster und Lausitzer Neiße“ unterzeichnet. Dem waren ein langjähriges Monitoring und die Erarbeitung eines Sulfattransportmodells vorausgegangen. Das Arbeitsprogramm wird jährlich fortgeschrieben. Vattenfall setzt die darin aufgeführten selbstverpflichtenden Maßnahmen konsequent um. Gemeinsam mit der LMBV stellt das Unternehmen sicher, dass der für Trinkwasser zulässige Grenzwert von 250 mg/l an den Trinkwasserentnahmestellen der Wasserwerke Berlin/Friedrichshagen und Briesen/Frankfurt (Oder) eingehalten wird.

Laut einem bis zum Jahr 2052 reichenden Prognosemodell werden in den kommenden zehn Jahren die heutigen Sulfatkonzentrationen in der Spree auf gleichem Niveau bleiben und sich lediglich kurzzeitig leicht erhöhen, ohne jedoch den Grenzwert an den Trinkwasserentnahmestellen zu überschreiten. Nach 2020 werden die Sulfatkonzentrationen schrittweise abnehmen. Die Fortführung der Tagebaue Welzow-Süd, Jänschwalde und Nochten in jeweils neuen Abbaufeldern hat darauf keinen Einfluss, da Vattenfall dann weiterhin fünf Tagebaue und nach Auslaufen des Tagebaus Cottbus-Nord 2015 sogar nur vier Tagebaue betreiben wird. (Pressemeldung vom vom 26.04.2013)

Quelle: Vattenfall Europe AG | Foto: Vattenfall
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