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Branchenweiter Preisdruck: Conergy setzt auf profitable Modulproduktion
Donnerstag, der 8.September 2011
Branchenweiter Preisdruck: Conergy setzt auf profitable Modulproduktion
Hamburg: Der weltweite Solarmarkt ist 2011 von hohem Preisdruck und Überkapazitäten geprägt. Conergy reagiert nun auf diese schwierige Marktsituation und plant, sich in seinem Werk in Frankfurt (Oder) auf die profitable Modulproduktion zu fokussieren. Die aktuell nicht kostendeckend zu betreibende Wafer- und Zellfertigung soll bis auf weiteres eingestellt werden. Mit dem geplanten Umbau kann Conergy sein Werk in Frankfurt (Oder) auch im harten Marktumfeld künftig wettbewerbsfähig und profitabel betreiben.
 
„Der Aufbau von Überkapazitäten, vor allem bei asiatischen Herstellern, macht der Branche derzeit zu schaffen“, so Conergy Vorstand Dr. Sebastian Biedenkopf. „Dies hat allein im ersten Halbjahr 2011 einen Preissturz von über 30% bei Zellen und von über 20% bei Modulen zur Folge gehabt. Um in diesem schwierigen Umfeld wettbewerbsfähig zu bleiben, muss die gesamte Branche handeln – so auch Conergy.“
 
Mit der geplanten Fokussierung auf die Modulproduktion löst Conergy in Frankfurt (Oder) das auch bei anderen europäischen Herstellern derzeit bestehende Kostenproblem. Denn in diesem Teil der Wertschöpfung arbeitet Conergy auch im heute schwierigen Marktumfeld mit ausreichend Marge. Im Zuge des geplanten Umbaus der Fabrik beabsichtigt das Unternehmen,  sich von knapp 100 Festangestellten zu trennen. Rund 100 Mitarbeiter aus den betroffenen Bereichen Wafer und Zelle will Conergy in die jetzt zu stärkende Modulproduktion übernehmen und ihnen dort neue Jobs anbieten. Auf Leiharbeitnehmer würde das Unternehmen in der Fertigung dann verzichten.
 
Conergy-Vorstand Alexander Gorski dazu: „Der jetzt geplante Umbau ist ein harter, aber leider auch notwendiger Schritt. Die Fokussierung auf unsere Modulproduktion reduziert die Fixkosten im Werk erheblich. Zudem macht uns dieser Schritt unabhängiger von Markt- und Währungsschwankungen. So macht Conergy sein Werk in Frankfurt (Oder) nicht nur profitabel, sondern sichert auch die verbleibenden rund 350 Arbeitsplätze langfristig ab.“
 
Die Zellen für seine Module will Conergy ab Dezember 2011 von namhaften externen Lieferanten beziehen, mit denen das Unternehmen bereits zusammen arbeitet. Bei der Zellenauswahl wird Conergy hier auf ebenso strenge Qualitätsstandards setzen wie in der Modulfertigung. So behält Conergy auch künftig die Herrschaft über das Produktdesign und kann seine PowerPlus Module in Frankfurt (Oder) künftig mit noch höheren Effizienzen und Leistungsklassen produzieren.
 
Angesichts der starken Volatilität des Photovoltaikmarktes will Conergy die Flexibilität einer eigenen Wafer- und Zellfertigung für die Zukunft jedoch nicht gänzlich aufgeben. Deshalb sollen diese Bereiche nicht endgültig geschlossen werden. Bestehende Aufträge wickelt Conergy außerdem regulär ab. Zudem wird Conergy die Wirtschaftlichkeit beider Bereiche entlang der Marktentwicklung weiter laufend überprüfen. Sollten Veränderungen im Markt eine Fertigung in einem oder beiden der Bereiche wieder wirtschaftlich machen, sichert sich das Unternehmen mit diesem Modell die Möglichkeit einer zeitnahen Wiederaufnahme. Hierfür werden die Maschinen entsprechend vorbereitet.
 
Für das geplante Konzept sowie die einzelnen Maßnahmen wird das Unternehmen nun umgehend in Gespräche mit dem Betriebsrat eintreten. (Pressemeldung vom 08.09.2011)
Quelle: Conergy AG
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