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Wirtschaft
ABB erreicht nächsten Meilenstein der HGÜ-Technik
Sonntag, der 21.April 2013
ABB erreicht nächsten Meilenstein der HGÜ-Technik

Mannheim: ABB hat einen weiteren Meilenstein in der Entwicklung der Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ, Englisch HVDC) erreicht: die Inbetriebnahme der nächsten Generation des Übertragungssystems HVDC Light. Mit ±320 Kilovolt (kV) Gleichspannung für HGÜ-Anwendungen mit spannungsgeführten Umrichtern (VSC – voltage-sourced converters) hat ABB einen neuen Rekord aufgestellt. Die bisher höchste installierte Spannung beträgt ±200 kV, ebenfalls entwickelt von ABB. Diese Spannungssteigerung ermöglicht eine um mehr als 50 Prozent höhere Übertragungskapazität, gleichzeitig werden die Übertragungsverluste auf rund ein Prozent je Umrichterstation gesenkt.

Die HVDC-Light-Umrichterstation wurde für den deutsch-niederländischen Übertragungsnetzbetreiber TenneT im Umspannwerk Dörpen West in Norddeutschland errichtet und nun zugeschaltet. Diese Station befindet sich auf der Landseite der Gleichstrom-Netzanbindung DolWin1, die 800 MW Leistung aus in der Nordsee erzeugter Offshore-Windenergie in das europäische Übertragungssystem einspeist und mit der neuen „Rekordspannung“ von ±320 kV betrieben wird.

Der erneute Technologieschub wurde durch Entwicklungen in der Umrichter-Technologie, eines neuen Ventilkonzepts, leistungsstärkerer Halbleiter und fortgeschrittener Schutz- und Leittechniksysteme ermöglicht. Die nachhaltige Entwicklung von Multi-Terminal-Systemen und HGÜ-Overlay-Netzen bekommt damit weitere Impulse, nachdem ABB bereits mit der Vorstellung des hybriden Gleichstrom-Leistungsschalters vor kurzem die Basis dafür geschaffen hat.

„Dieser Erfolg unterstreicht unsere führende Position in der Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung sowie unser Engagement zur weiteren Entwicklung dieser Schlüsseltechnologie“, betont Hanspeter Faessler, Leiter des ABB Geschäftsbereichs Grid Systems, eines Teils der ABB Division Energietechnik-Systeme. „Mit Fertigungskapazitäten für Umrichter, Kabel und Halbleiter – den wesentlichen HGÜ-Komponenten – ist ABB in dieser Branche einzigartig positioniert.“

Vor fast 60 Jahren hat ABB Pionierarbeit bei der HGÜ-Technologie geleistet und bis heute eine große installierte Basis von mehr als 90 HGÜ-Projekten weltweit mit einer Gesamt-Übertragungskapazität von mehr als 95.000 MW aufgebaut. HVDC Light basiert auf Leistungshalbleitern und ist auf die Übertragung mit Erd- oder Seekabeln zugeschnitten. ABB ist hier Technologieführer und hat bereits mehr als 20 Umrichterstationen geliefert, in denen die spannungsgeführte HGÜ zum Einsatz kommt.

HVDC Light ist weiterhin die bevorzugte Lösung für unterirdische oder durch das Meer verlaufende Netzanbindungen und für die Verbindung von Stromnetzen verschiedener Länder (sogenannte Interkonnektoren). Aufgrund höherer Leistungen und Spannungsebenen wird HVDC Light auch für Anwendungen mit Freileitungen interessanter. Diese Technologie wird zunehmend in verschiedenen Anwendungsbereichen eingesetzt. Dazu zählen beispielsweise die Integration von erneuerbaren Energien aus Onshore- und Offshore-Windparks, die Stromversorgung von Inseln sowie von Öl- und Gasplattformen aus dem Stromnetz am Festland, Einspeisungen in der Innenstadt, wo Platz nur eingeschränkt vorhanden ist, und bei grenzüberschreitenden Netzverbindungen, die oft durch Meere verlaufen. Mit der HVDC Light-Technologie können nicht nur die Netzanschlussbedingungen eingehalten werden, sie ermöglicht auch stabile Netzanbindungen, egal in welchem der Anwendungsfälle.

ABB in Deutschland erzielte im Jahr 2012 einen Umsatz von 3,57 Milliarden Euro und beschäftigte etwa 10.000 Mitarbeiter. ABB ist führend in der Energie- und Automatisierungstechnik. Das Unternehmen ermöglicht seinen Kunden in der Energieversorgung, der Industrie und im Handel, ihre Leistung zu verbessern und die Umweltbelastung zu reduzieren. Der ABB-Konzern beschäftigt etwa 145.000 Mitarbeiter in rund 100 Ländern. (Pressemeldung vom 16.04.2013)

Quelle: ABB AG | Foto: ABB
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