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Wirtschaft
NuklearMedizin 2013 - National größter Nuklearmedizin-Kongress in Bremen
Samstag, der 13.April 2013
NuklearMedizin 2013 - National größter Nuklearmedizin-Kongress in Bremen

Bremen: Nuklearmedizin hilft bei Schilddrüsenerkrankungen, findet fehlerhafte Stoffwechselprozesse und Tumore oder lindert die Leiden von chronischen Gelenkerkrankungen. Seit mehr als 50 Jahren ist sie eine bewährte Methode, um Krankheiten zu ermitteln und zu behandeln. Von Mittwoch, 17. bis Samstag, 20. April versammeln sich die Experten der Nuklearmedizin in Bremen: In der Halle 4 der Messe Bremen findet die 51. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin („NuklearMedizin2013“) statt. Dabei wird es unter anderem um die Schilddrüse, aber auch um die nuklearmedizinische Erkennung und Behandlung von Krebsleiden, Herz-Kreislauferkrankungen und Krankheiten des Nervensystems gehen.

2.000 Teilnehmer – Mediziner, Naturwissenschaftler, medizinisch-technisches Personal und Pflegekräfte – haben sich zur Veranstaltung angekündigt. „Der Kongress in Bremen gehört zu einem der international bedeutendsten Treffen“, beurteilt die weltweit renommierte Bremer Nuklearmedizinerin Christiane Franzius. Ein Schwerpunkt der diesjährigen Jahrestagung ist die Behandlung des Schilddrüsenkrebses. Die Nuklearmedizin ermöglicht es, Schilddrüsentumore in früheren Stadien zu erkennen, zu behandeln und so die Sterblichkeit deutlich zu senken. Sie übernimmt bei dieser Erkrankung die gesamte Diagnostik und mit Ausnahme der Operation auch die Therapie.

Doch nicht nur Menschen nutzt die Nuklearmedizin, auch in der Tiermedizin wird sie gelegentlich eingesetzt. „Das Prinzip ist dabei das gleiche wie beim Menschen. „Der Patient bekommt eine schwache radioaktiv markierte Substanz zugeführt. Mit speziellen Kameras kann dann sehr genau bildlich festgehalten werden, wie sich diese Substanz im Körper verteilt. Daraus können Nuklearmediziner ableiten, ob und wo Probleme vorliegen“, erklärt Franzius. Viele Patienten schreckten im ersten Moment zurück, wenn sie von Radioaktivität hören. Die Bremer Professorin kann die Sorge aber nehmen: „Die Substanzen zerfallen im Körper sehr schnell und die Untersuchungen sind nicht gefährlich. Die Strahlung entspricht ungefähr der Menge, der wir jährlich durch natürliche radioaktive Strahlung ausgesetzt sind.“ Das sei im Vergleich zu anderen medizinischen Methoden eine sehr geringe Belastung. Zudem gäbe es bei der Nuklearmedizin einen wesentlichen Vorteil: „Die radioaktiven Medikamente finden im Körper selber gezielt den Weg zu den Krankheitsherden.“

Das Vortrags- und Workshop-Programm des Kongresses wird durch ein Rahmenprogramm begleitet. Und es findet auch an allen Tagen eine sogenannte „Industrieausstellung“ statt. Dort vernetzen sich nationale und internationale Unternehmen mit den renommierten Forschern, um über Entwicklungsideen und neue Forschungsansätze zu diskutieren. (Pressemeldung vom 12.04.2012)

Quelle: WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH | Foto: WFB Bremen
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