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Wirtschaft
Gute Rahmenbedingungen für Ökolandbau in M-V
Montag, der 25.März 2013
Gute Rahmenbedingungen für Ökolandbau in M-V

Schwerin: Das Landwirtschaftsministerium überarbeitet derzeitig die "Strategie für den Ökolandbau" für Mecklenburg-Vorpommern aus dem Jahr 2005. "Damit wollen wir die Rahmenbedingungen für die Entwicklung des ökologischen Landbaus in M-V für die neue Förderperiode optimieren und auch in Zukunft stabile Förderinstrumente anbieten", erklärte Minister Dr. Till Backhaus am Freitag im Landtag zum Antrag der Fraktion DIE LINKE "Ökolandbau in Mecklenburg-Vorpommern erhalten und zukunftsfähig weiterentwickeln". Ziel der Landesregierung ist, dass bis 2020 in M-V 150.000 ha ökologisch bewirtschaftet werden.

Schwerpunkte bei der Gestaltung der politischen Rahmenbedingungen sieht der Minister in der Erweiterung der wissenschaftlichen Unterstützung durch die Landesforschungsanstalt, in der verstärkten Beratung ökologisch wirtschaftender Landwirte, in der Ausweitung der berufsschulischen Ausbildung im Bereich "Alternative /Ökologische Landwirtschaft" sowie in der Vernetzung der heimischen Landwirtschaft für eine bessere Vermarktung.

"Zu unserer Strategie gehört auch, dass wir einen höheren Ausgleich in der Förderung für Erstantragsteller sowie für die Beibehalter prüfen", erklärt er. Gegenwärtig erhalten sowohl Neueinsteiger als auch Beibehalter in M-V 150 Euro Ökoprämie für jeden Hektar.

811 landwirtschaftliche Unternehmen bewirtschaften ca. 123.000 Hektar ökologisch. Das entspricht 9,1 % der LN. Insgesamt 1.082 Betriebe der Land- und Ernährungswirtschaft sind entsprechend der EG-Ökoverordnung zertifiziert. "Diese Entwicklung ist ein Ergebnis einer Politik im Lande, die stabile Rahmenbedingungen insbesondere für die Förderung der Öko-Landwirte schafft", unterstrich der Landwirtschaftsminister. "Im Rahmen der AFP-Förderung haben wir seit dem Jahr 2007 über 16,5 Mio. € für ökologisch wirtschaftende Landwirtschaftsbetriebe als Zuschuss für Investitionen zur Verfügung gestellt. Das sind über 14% der Ausgaben im Agrarinvestitionsförderprogramms AFP insgesamt." Der AFP-Prämiensatz für Investitionen in die ökologische Tierproduktion in Mecklenburg-Vorpommern umfasst 30% (konventionell wirtschaftende Betriebe erhalten 25%). Auch künftig wird die Förderung der ökologischen Wirtschaftsweise auch in Zukunft mit anderen Agrarumweltmaßnahmen kombinierbar sein, so dass ökologische Landwirtschaftsbetriebe höhere Hektarprämien in Anspruch nehmen können.

"Doch trotz aller Bemühungen befürchte ich, dass wir künftig hart daran arbeiten müssen, Rückführung von ökologischen Flächen in die konventionelle Landwirtschaft zu vermeiden", so Dr. Backhaus. Als Probleme bemängelt er u. a. die gegenwärtig nicht angemessenen Erzeugerpreise, die die die gestiegenen Produktionskosten, z.B. beim Futter, nicht mehr auffangen.

Aber auch das steigenden Pacht- bzw. Bodenpreisniveau erschwere die weitere Entwicklung des Ökolandbaus. "Das Land M-V hat in den Verhandlungen mit dem Bund zu den geltenden Privatisierungsgrundsätzen erreicht, dass der Umfang beschränkter Ausschreibungen ausgeweitet wurde, an denen sich ökologisch wirtschaftende Betriebe beteiligen können", so der Minister. Bei der Verpachtung genießen ökologische Landwirtschaftsbetriebe aufgrund ihrer höheren Arbeitsintensität Vorrang."

Dr. Backhaus forderte die Ökolandwirte auf, vorhandene Leistungsreserven zu erschließen. Dazu zählen besonders eine verbesserte Fruchtfolgegestaltung, der Einsatz geprüfter, standortangepasster Sorten sowie die Verbesserung der Grundfutterqualität. "Die Landesregierung kann "nur" die Rahmenbedingungen gestalten", resümierte er. "Die Wirtschaftlichkeit sowie angemessene Erzeugerpreise muss die Branche selber umsetzen." (Pressemeldung vom 22.03.2013)

Quelle: Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz MV
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