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Wissenschaft
UKSH: Selbsthilfe-Programm im Internet kann bei leichten Depressionen helfen
Dienstag, der 18.Dezember 2012
UKSH: Selbsthilfe-Programm im Internet kann bei leichten Depressionen helfen

Lübeck: Dass internetbasierte Selbsthilfeprogramme geeignet sind, Menschen mit depressiven Symptomen zu helfen, konnte bereits belegt werden. Nicht in jedem Fall ist eine Therapie bei einem Spezialisten unmittelbar möglich. Selbsthilfeprogramme eignen sich dann als erster Schritt einer Behandlung. Darüber hinaus können sie als Vorbereitung einer Therapie dienen oder als Ergänzung zu Besuchen beim Spezialisten eingesetzt werden.

Prof. Dr. Fritz Hohagen, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Zentrums für Integrative Psychiatrie (ZIP) am Campus Lübeck, und Dr. Philipp Klein, Oberarzt der Klinik, überprüfen zurzeit gemeinsam mit einem Forscherteam aus Deutschland und der Schweiz die Wirksamkeit solcher Programme unter den Bedingungen unseres Gesundheitssystems. Für das vom Bundesgesundheitsministerium geförderte Projekt werden weitere Teilnehmer gesucht. Insgesamt sollen 1.000 Patienten im Rahmen der bislang größten Studie dieser Art untersucht und behandelt werden.

Basis der Studie ist das Online-Selbsthilfeangebot „Deprexis“. Die in diesem Programm eingesetzten Techniken entstammen der kognitiven Verhaltenstherapie. Dazu zählen z.B. die Förderung angenehmer Aktivitäten, die Bearbeitung negativer Gedanken, Anregungen zur Beziehungsgestaltung oder Entspannungsübungen. Welche Techniken zum Einsatz kommen, hängt von den Bedürfnissen der Nutzer ab. „Das Programm ist interaktiv und reagiert individuell auf die Antworten des Nutzers“, erklärt Dr. Philipp Klein. Die Inhalte werden entsprechend angepasst. Das Programm kann dem Nutzer u.a. helfen, eingefahrene Verhaltensmuster zu erkennen, sich und seine Bedürfnisse intensiver wahrzunehmen und besser mit den depressiven Symptomen umzugehen.

Nutzer und Programm kommunizieren im Rahmen von simulierten Online-Dialogen miteinander. Dabei kann der Nutzer zwischen verschiedenen Antworten wählen. Illustrationen, Arbeitsbögen und kurze Hörspiele dienen zur Vermittlung der Inhalte. Die Sitzungen mit dem Programm werden über einen Zeitraum von drei Monaten absolviert. „Wir empfehlen zwei Sitzungen pro Woche von jeweils ungefähr 30 Minuten“, sagt Dr. Klein.

Wer an der Studie teilnehmen möchte, wird zunächst über das Internet anonym zu seiner Person und seinem Befinden befragt. Nach zwei Wochen folgt ein Telefoninterview, in dem ein geschulter Mitarbeiter Fragen nach Gefühlen und Verhalten stellt. Für Studienteilnehmer besteht jederzeit die Möglichkeit, Kontakt mit dem Forscherteam aufzunehmen und Fragen zur Studie zu stellen.

Weitere Informationen für Ärzte, Therapeuten und Betroffene unter www.online-studie-depression.de (Pressemeldung vom 17.12.2012)

Quelle: Universitätsklinikum Schleswig-Holstein | Foto: Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
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