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Wirtschaft
Hansestadt Rostock: Unternehmer bemängeln Leitlinien der Stadtentwicklung
Montag, der 19.November 2012
Hansestadt Rostock: Unternehmer bemängeln Leitlinien der Stadtentwicklung
Rostock: Das Thema Wirtschaft komme in den Leitlinien der Hansestadt Rostock zu kurz, brachte es IHK-Hauptgeschäftsführer Andreas Sturmowski bei der IHK-Regionalkonferenz der Region Rostock  zum Thema „Leitlinien der Stadtentwicklung für die Hansestadt Rostock“ am vergangenen Dienstag auf den Punkt. Wenn im zentralen Leitbild der Klimaschutz und die grüne Stadt mehr Erwähnung fänden als das Bekenntnis zur Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandortes Rostock, dann stimme die Gewichtung nicht. Andere Städte und Landkreise seien bei der Einbeziehung der regionalen Wirtschaft in die Stadtentwicklung weiter, meinte Sturmowski und appellierte an Patrick Schmidt vom Rostocker Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Wirtschaft, die Stadtverwaltung müsse sich stärker auch als Servicestelle verstehen. Viele wichtige Vorschläge der Wirtschaft seien nicht aufgenommen worden. So habe die IHK zu Rostock in ihrer Stellungnahme  z. B. die Einführung von bürger- und wirtschaftsfreundlichen Verwaltungsverfahren als Querschnittsaufgabe sowie die frühzeitige Einbeziehung von Kammern und Wirtschaftsverbänden in die Entscheidungsprozesse gefordert.
 
Patrick Schmidt räumte ein, die Stadt befinde sich in einem noch nicht abgeschlossenen Prozess, insofern sei auch über die Ausgestaltung der Leitlinien nachzudenken. Dass die Leitlinien dem gesellschaftlichen Wandel Rechnung tragen müssen, machten die weiteren Vorträge des Abends deutlich: Alexander Soyk, Vorstandsmitglied Tourismusverein Rostock und Warnemünde sowie Inhaber des Hotels Ostseeland, wies beispielsweise auf die heute kaum noch vorhandene Hoteltreue junger Menschen und das gewandelte Buchungsverhalten hin. Ziel müsse es sein, das maritime Flair als verbindendes Element von Rostock und Warnemünde noch stärker zu etablieren und die vorhandene Angebotsvielfalt nachfragegerechter zu bündeln. Das bedeute auch, den Tagungs- und Kongressmarkt in Rostock weiter zu stärken und sich über die Servicequalität zu profilieren. Das Rostocker Modell der freiwilligen Marketingumlage bezeichnete Soyk als guten Grundstein.
 
Christian Weiß, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschafts- und Technologieförderung Rostock mbH, hob den „Vorteil Kaikante“ in den Mittelpunkt seines Vortrags. Diese sei ein wesentlicher Standortfaktor für potenzielle Investoren. Um davon als Standort profitieren zu können, müssten Industrieflächen an der Kaikante verfügbar sein. Er konstatierte: „Wir haben viel erreicht, hätten aber noch mehr erreichen können, wenn wir mehr geeignete Flächen am Hafen gehabt hätten.“ Würden hier Chancen vertan, falle der demografische Wandel  drastisch aus, habe das schlechte Auswirkungen auf die Erwerbstätigkeit, zögen andere Standorte an Rostock vorbei, entgingen der Stadt Steuereinnahmen.
 
Rostocks Bürgerschaftspräsidentin Karina Jens beschäftigte sich mit der Bedeutung der Kultur und der Kulturwirtschaft für die Stadtentwicklung. Kultur sei ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, wenn man bedenke, dass zum Beispiel jeder dritte Festspielbesucher von außerhalb in die Region komme.
 
Die anschließende Diskussion der Referenten mit dem Publikum verdeutlichte: Die Finanzierbarkeit der Ziele der Leitlinien wurde vorab nicht überprüft, stattdessen, so Patrick Schmidt, sei erste Aufgabe, sich auf gemeinsame Ziele zu einigen. Aus dem bunten Kessel der Leitlinien dürfe nicht eine trübe Suppe werden, mahnte Thorsten Ries, Mitglied der Vollversammlung der IHK zu Rostock. Verlässlichkeit und ernstgemeinte Handlungsfelder würden erwartet. Weiterhin müsse sich Rostock zur Regiopole-Region bekennen und diese in die Leitlinien der Stadt aufnehmen. Matthias Herrmann, ebenfalls Mitglied der IHK-Vollversammlung, riet dem Stadtvertreter, das Instrument des Controllings von Maßnahmen nicht fehl zu interpretieren: „Ich verlange von meinem Controller, dass er plant und steuert und nicht nur kontrolliert.“ Den notwendigen Infrastrukturausbau vermisst Herrmann in den Leitlinien komplett und auch IHK-Präsident Wolfgang Hering fehlt der Flughafen Rostock-Laage als Priorität in den Leitlinien der Stadtentwicklung.
 
Präsident Hering mahnte, die Stadtentwicklung nicht zu isoliert zu betrachten. Die Regiopole Rostock als einziger Wachstumskern des Landes brauche eine überregionale Konzeptentwicklung und Zusammenarbeit. Insofern greife der isolierte Blick auf die Stadt einfach zu kurz. (Pressemeldung vom 19.11.2012)
Quelle: IHK Rostock | Foto: IHK Rostock
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