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Wirtschaft
CENTROSOLAR: Absatz im Kerngeschäft um 29 % gesteigert
Samstag, der 10.November 2012
CENTROSOLAR: Absatz im Kerngeschäft um 29 % gesteigert

München: Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen im Photovoltaik-Markt konnte die CENTROSOLAR ihren internationalen Absatz an Modulen und Systemen im dritten Quartal um 29 % gegenüber dem Vorjahresquartal ausbauen. Gleichzeitig blieb der Absatz im Bereich Solarglas deutlich hinter den Vorjahreswerten zurück: Durch die in vollem Gange befindliche Konsolidierung am Markt und die weltweite Nachfrageschwäche haben viele Kunden ihre avisierten Abnahmemengen reduziert. Zudem führte die Insolvenz zweier wichtiger Glaskunden in den letzten beiden Quartalen zu temporären Einbußen bei den Umsätzen und Erträgen.

Insgesamt lag der Konzernumsatz mit 55,5 Mio. EUR um 24 % hinter dem Wert des Vorjahresquartals (72,9 Mio. EUR). Dabei waren neben dem Rückgang des Umsatzes im Bereich Solarglas (-7,8 Mio. EUR) insbesondere auch die im 3. Quartal des Vorjahres verbuchten Projektverkäufe in Höhe von 9,0 Mio. EUR ursächlich für den Umsatzrückgang. Bereinigt um diese Effekte konnte im Kerngeschäft, also mit der Produktion und dem Vertrieb von Photovoltaik-Modulen, Systemen und Komponenten für Dachanlagen eine annähernd konstante Umsatzentwicklung erwirtschaftet werden. Damit konnte hier der fortgesetzte Preisverfall bei Modulen weitgehend durch den höheren Absatz ausgeglichen werden. Mit 78 % wurde zudem der Anteil des Umsatzes außerhalb Deutschlands im dritten Quartal weiter ausgebaut (Vorjahr 74 %).

Im europäischen Kerngeschäft konnte der Konzern ein neutrales operatives Ergebnis (EBITDA) erwirtschaften. Insgesamt lag das Konzernergebnis jedoch mit -4,2 Mio. EUR deutlich unter dem Vorjahresniveau (4,2 Mio. EUR). Auch hier lässt sich die Entwicklung maßgeblich mit den reduzierten Ergebnissen im Bereich der Centrosolar Glas und aus den im Vorjahr gebuchten Projekterträgen erklären, die in Summe rund 4,8 Mio. EUR Abweichung zum Vorjahresergebnis begründen. Zudem sorgte der weiterhin massive Preisverfall im Photovoltaik-Markt dafür, dass die Margen des Vorjahres auch im Kerngeschäft nicht ganz erreicht werden konnten.

Infolge der reduzierten Aktivitäten im Bereich des Projektgeschäfts wurde die Werthaltigkeit der Geschäfts- und Firmenwerte der Centrosolar Schweiz überprüft. Daraus hat sich eine außerplanmäßige Wertminderung von 3,3 Mio. EUR zum 30. September 2012 ergeben. Darüber hinaus wurden latente Steuerforderungen in Höhe von 3,9 Mio. EUR aufgelöst. Durch diese nicht liquiditätswirksamen Einmaleffekte ergab sich ein Nettoergebnis nach Steuern in Höhe von -13,8 Mio. EUR (Vorjahr -0,6 Mio. EUR). Für die ersten neun Monate ergibt sich damit ein Ergebnis je Aktie von -1,20 EUR (Vorjahr -0,35 EUR).

Da in den größten Absatzmärkten keine besonderen Anpassungen der Einspeisevergütungen zum Jahresende vorgesehen sind, kann man nicht auf eine wie in früheren Jahren übliche saisonale Jahresendrallye hoffen. Daher geht das Unternehmen nun von einem Jahresumsatz in Höhe von 215 bis 225 Mio. EUR (statt bisher 250 Mio. EUR) aus.

Aufgrund der zu erwartenden schwachen Nachfragesituation im Bereich Solarglas, aber auch im zum Winter hin abflachenden Modulgeschäft ist für das vierte Quartal mit weiteren Verlusten zu rechnen, die jedoch etwas geringer ausfallen sollten, als im Vorjahr. Für das Gesamtjahr werden die Verluste jedoch über dem Vorjahreswert liegen.

Durch die weltweit vergleichsweise schwache Nachfragesituation hat sich der Wettbewerbsdruck in der Branche weiter erhöht. Es ist zu erwarten, dass sich der Konsolidierungsprozess durch das verschärfte Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage beschleunigen dürfte, so dass sich die Lage bereits ab Mitte des kommenden Jahres entspannen könnte.

CENTROSOLAR hat seine Strategie schon immer auf das Segment der kleineren und mittleren Dachanlagen ausgerichtet und sich hier eine starke Wettbewerbsposition geschaffen. Zudem sieht sich CENTROSOLAR als führend in der Entwicklung von Lösungen zur Optimierung des Eigenverbrauchs an. Schließlich hat sich das Unternehmen mit umfassenden Mehrwertleistungen eine sehr gute Wettbewerbsposition im stark wachsenden nordamerikanischen Markt geschaffen. Mit dieser Strategie ist das Unternehmen gut aufgestellt, um nach Abschluss der Konsolidierungsphase der Branche gestärkt das profitable Wachstum der vergangenen Jahre auch in den Folgejahren fortzusetzen.

Die börsennotierte CENTROSOLAR Group AG, München, (WKN 514850) ist mit über 1.000 Mitarbeitern in Europa und Nordamerika und einem Jahresumsatz von knapp 300 Millionen EUR (2011) einer der führenden Anbieter von Photovoltaik (PV) Anlagen für Dächer und Schlüsselkomponenten. Das Programm umfasst PV-Komplettsysteme, Module, Wechselrichter, Befestigungssysteme und Solarglas. Mehr als zwei Drittel des Umsatzes wird im Ausland erzielt. Es gibt CENTROSOLAR-Niederlassungen in Spanien, Italien, Frankreich, Griechenland, der Schweiz, den Niederlanden, Großbritannien, Kanada und den USA.
CENTROSOLAR verfügt über Produktionsstätten für Solarglas in Deutschland und China sowie ein Modulproduktionswerk in Wismar/Deutschland. Die Fertigungslinien für die Veredelung von Glas erreichen eine jährliche Produktionskapazität von acht Millionen Quadratmetern. Das nach DIN ISO 9001:2008 zertifizierte Modulwerk in Wismar zählt mit einer Jahreskapazität von 350 MWp zu den größten und effizientesten Fabriken Europas. (Pressemeldung vom 09.11.2012) 

Quelle: Centrosolar Group AG | Foto: Centrosolar Group AG
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