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Wirtschaft
DLR: Low Cost Flieger auf Erholungskurs in Deutschland
Mittwoch, der 31.Oktober 2012
DLR: Low Cost Flieger auf Erholungskurs in Deutschland

Köln: Starke Wachstumsraten markierten vor rund zehn Jahren die Anfangsphase der Low Cost Flieger in Deutschland. Mittlerweile zeigen sich deutliche Sättigungstendenzen und die Streckenanzahl pendelt sich bei etwa 650 Verbindungen in und ab Deutschland ein. Nach einem Rückgang in 2011 kommt es 2012 erstmals wieder zu einer leichten Zunahme der angebotenen Strecken (plus zwei Prozent). Europaweit wuchs die Anzahl der Low Cost Verbindungen um sechs Prozent. Insgesamt 7000 europäische Low Cost Strecken im Sommer 2012 sind sogar ein neuer Rekord! Diese und weitere aktuelle Ergebnisse zur Entwicklung der "Günstigflieger" enthält der nun erschienene "Low Cost Monitor 2/2012" (LCM). Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) veröffentlicht den Bericht seit 2006 jeweils im Frühling und Herbst.

Starkes Wachstum im Spaniengeschäft

"Im vergangenen Sommer haben wir 648 unterschiedliche Strecken im innerdeutschen und grenzüberschreitenden Low Cost Verkehr gezählt", sagt Studienleiter Dr. Peter Berster vom DLR-Institut für Flughafenwesen und Luftverkehr. "Dies sind immerhin 13 Strecken mehr als im Sommer 2011." Neue deutsche Flughäfen kamen nicht zum Low Cost Netz hinzu, allerdings gibt es mehrere neue Zielflughäfen: Ein Beispiel ist Rijeka in Kroatien. "Es zeigt sich eine erste Erholung nach dem Rückgang im letzten Jahr", unterstreicht Berster.

An Großflughäfen wie Berlin-Tegel erhöhte sich die Anzahl der Low Cost Flugangebote (plus 30 Flüge pro Woche). Der Hauptstadtflughafen ist mit knapp 650 wöchentlichen Flügen die größte Drehscheibe für Low Cost Carrier (LCC) in Deutschland. Ebenso gab es Zuwächse an zahlreichen kleineren Flughäfen wie Hahn oder Memmingen, die im letzten Jahr Verluste hinnehmen mussten. Berlin-Schönefeld, Köln/Bonn, Hamburg, München und Frankfurt verzeichneten einen Rückgang der Low Cost Angebote. Die Zahl innerdeutscher Strecken ging um über acht Prozent zurück. Demgegenüber steht ein starkes Wachstum im Spaniengeschäft, wobei hier ein neuer Rekord sowohl an Flügen (790 Starts pro Woche) als auch an Strecken (96 Verbindungen) erreicht werden konnte. Im ersten Halbjahr 2012 nutzten 29 Millionen Passagiere die Angebote von Low Cost Airlines in Deutschland. Das entspricht einem Marktanteil von rund 30 Prozent (minus drei Prozent zum Vorjahr).

Insgesamt erholte sich die Branche leicht. Die Zahl der Starts kletterte gegenüber 2011 um anderthalb Prozent auf nunmehr 4900 Flüge pro Woche in und ab Deutschland (5400 Starts, Rekord 2010). Die sieben größten Low Cost Carrier (Air Berlin, Germanwings, Ryanair, Easyjet, Intersky, Wizz, flybe) vereinen im Sommer 2012 einen Anteil von 94 Prozent des LCC-Marktes auf sich. Je nach Carrier lagen die über alle Strecken und Buchungszeiten ermittelten Durchschnittspreise zwischen 70 und 120 Euro brutto. Die Preisspanne hat sich erneut angenähert.

Ryanair erweitert Angebot

"Das mit Abstand größte Low Cost Flugangebot ist - trotz eines leichten Rückgangs von zwei Prozent - weiter bei Air Berlin zu finden", erklärt Peter Berster. "Rund 2300 Starts pro Woche wickelte das Low Cost Segment der Berliner Fluggesellschaft im Juli ab. Darauf folgt Germanwings mit 968 Starts." Ryanair wächst auf dem deutschen Markt mit einem Plus von zwölf Prozent wieder kräftig. Die irische Fluggesellschaft wickelt nun 672 Starts pro Woche ab, nachdem sie im Jahr 2011 ihr Angebot in Deutschland drastisch reduzierte hatte. Die Anzahl der angebotenen Strecken erhöhte sich sogar um 16 Prozent auf 187 Verbindungen. Das ist ein neuer Rekord (13 Strecken mehr als 2010). Bei der Anzahl der Flüge liegt Ryanair aber noch weit unter dem Höchstwert aus dem Jahr 2010 (damals 832 Starts pro Woche). Ryanair konzentriert sich offenbar auf den Ausbau des Streckennetzes und verzichtet dafür auf eine höhere Anzahl von Flügen auf den einzelnen Verbindungen. (Pressemeldung vom 30.10.2012)

Quelle: DLR | Foto: DLR
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